GPS-Gerät im Test: Das Falk Lux 32

Vor kurzem bekam ich die Anfrage von einem Partner von Falk, ob ich denn ein Gerät testen möchte (natürlich bzgl. Geocaching) und ich dazu einen Beitrag in meinem Blog schreiben möchte. Ich habe sofort zugesagt, da dies für mich absolutes Neuland ist. Ich mache dies rein ehrenamtlich und daher könnt ihr auch von meiner ehrlichen Meinung ausgehen.

Ich selbst cache sowohl mit einem Samsung Galaxy S4 Mini als auch mit einem Garmin Oregon 450, bin also absoluter Garminverfechter. Daher wird in meinem Test auch ab und zu der Vergleich zu dem Oregon aufkommen.

Vor circa einem Monat habe ich also das Falk Lux 32 zugeschickt bekommen. Erster Eindruck: es liegt sehr klobig in der Hand. DSC09938

Es ist auch ein wenig schwerer als die gängigen Garmingeräte. Von zu Hause aus wollte ich nun schon die ersten Sachen ein wenig austesten und hatte dabei schnell ein Problem festgestellt. Man hat mir anscheinend eine alpine Version des Geräts geschickt und ich hatte für meine Region keine Karte auf dem Gerät. So wurde ich gleich gezwungen, mich mit der kostenlosen Software von Falk auseinanderzusetzen und den Falk-Navi-Manager zu installieren. Basis-Kartenmaterial ist für ganz Europa kostenlos und so konnte ich eine Basiskarte für Deutschland downloaden und auf das Gerät ziehen. Dies hat ohne Probleme funktioniert. Nun musste ich mich also erstmal an die neue Kartendarstellung gewöhnen. Dazu ein Bild im Vergleich mit dem Oregon 45o (links im Bild):

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Ich habe beim Falk Probleme, Straßen von Fußwegen zu unterscheiden, das ist beim Garmin besser zu erkennen. Wahrscheinlich muss man das aber nicht unterscheiden können, da das Falk nur von Fußgängern und Radfahrern ausgeht. Eine Autonavigation fehlt leider. Ich nutze mein GPS-Gerät auf Reisen öfter mal dazu, mich von einem Punkt A zu einem anderen Punkt B via Auto zu navigieren, dabei fahre ich selbstverständlich nicht allein (der Beifahrer navigiert). Das Falk konnte ich dazu nicht verwenden. Was nun besonders am Falk ist: es besitzt eine Tonausgabe. Ich habe dies auf dem Fahrrad getestet. Es ist wirklich praktisch, wenn eine Dame einem während der Fahrt sagt, wo man hin muss und man dabei nicht so direkt auf das kleine Gerät schauen muss. Im Innenstadtverkehr war allerdings die maximale Lautstärke nicht laut genug, um den Straßenlärm zu übertönen. Da musste ich dann doch mal auf die Karte achten. Die bei meinem Testgerät mitgelieferte Fahrradhalterung hatte ich selbstverständlich an meinem Rad angebracht, allerdings war ich mir über die Stelle, an die sie angebracht werden sollte, nicht ganz sicher. Ich konnte diese nicht am Lenker anbringen, da die Anbringung für eine vertikal orientierte Stange gedacht war. Männerräder mögen so etwas haben, mein Trekkingrad hat dies nicht. Ich habe das Gerät also an der ganz kleinen vertikalen Stelle am Lenker angebracht, die leider nicht ganz rund ist.

Was sonst noch gestört hat: die Batterien halten nicht sehr lange und ich hatte zwischendurch mal einen großen Aussetzer des Geräts, bei dem ich über 30 Minuten gewartet habe, bis ich wieder GPS hatte.

Nun speziell zum Thema Geocaching: das Falk besitzt eine direkte Schnittstelle mit der Plattform geocaching.com und auch Pocketqueries (gpx-Dateien) können problemlos verarbeitet werden. Die Darstellung auf dem Gerät ermöglicht ein papierloses Geocachen. Es werden letzte Logs, Hinweise und die sonstigen Standardbeschreibungen für einen Cache angezeigt. Kleines Manko: wenn man sich Wegpunkte auf das Gerät gespielt hat, braucht es nach dem nächsten Neustart sehr lange. Auch dauert es allgemein etwas länger zum Hochfahren, hingegen gibt es aber einen Standby-Modus, der längeres Warten verhindert. Wherigos sind auf diesem Gerät leider nicht möglich (diese sind ja auch allgemein nur auf Garmins und Smartphones spielbar), auch habe ich eine Wegpunktmittelung vermisst. Wenn man Caches auslegt, so muss man doch mal Koordinaten messen und ist dabei ständigen Schwankungen unterworfen. Dieses Feature wäre dabei sicher hilfreich. Ich wurde von dem Gerät immer zuverlässig zu den Stationen geführt und konnte damit also Caches finden.

 

Fazit: Das Falk Lux 32 (mit Basiskarte eigentlich nur noch 22) ist sehr gut für Einsteiger geeignet. Am besten ist es, wenn man vorher noch kein Garmin in der Hand hatte, da man sich sonst schon zu sehr an ein anderes System gewöhnt hat. Besonders praktisch ist das Falk für Cacher, die mit dem Rad unterwegs sind. Es ist ein robustes Outdoorgerät, das bei jedem Wetter mitmacht. Allerdings wird es schwierig, gut Koordinaten einzumessen, wenn man eigene Caches legt und auch Autonavigation fehlt leider.

0 thoughts on “GPS-Gerät im Test: Das Falk Lux 32

  1. Hallo Kati1988,
    ich hatte auch ein Testgerät von Falk, da war die Halterung für den Lenker optimal. Als ich jetzt nochmals meine Fotos von der Fahrradhalterung angesehen habe, habe ich bemerkt das man die Halterung, von Vertikal auf Horizontal umbauen kann.
    Gruß Mixi

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