Cachen auf dem 15. Längengrad

… und zwar in der östlichsten Stadt Deutschlands: Görlitz.

Am gestrigen Karfreitag unternahm ich gemeinsam mit Sandra vom Team Saniafeh einen Ausflug nach Görlitz, denn obwohl ich bereits seit 8 Jahren in Dresden wohne, habe ich es nie in die 100km entfernte Stadt geschafft. Ziel waren gestern nicht bestimmte Caches oder besonders viele Caches, nein. Ich wollte die Stadt Görlitz einmal kennenlernen und habe das Geocaching dabei als Mittel zum Zweck verwendet: Sightseeing.

Wenn ich an Görlitz denke (als Geocacher), kommt mir sofort in den Sinn, dass der 15. Meridian genau durch die Stadt Görlitz verläuft. Vielen ist die Stadt sicher auch ein Begriff, wenn man bei seinen Geräten die mitteleuropäische Zeit einstellt. Gelegentlich wird diese auch als Görlitzer Zeit bezeichnet. Diese richtet sich genau nach dem 15. Längengrad und so ist die Uhrzeit in unserer Zeitzone nirgends so „natürlich“ wie in Görlitz.

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Da dies schon eine kleine Besonderheit ist, wollte ich also auch unbedingt den 15. Längengrad besichtigen und mir ist dabei aufgefallen, dass es in Görlitz zwei zugehörige Caches gibt, die allerdings nicht auf der gleichen geografischen Länge liegen. Da wäre zunächst der Multi E 15°00.000, der zu dem Meridianstein in Görlitz führt. Hier könnt ihr den 15. Längengrad bewundern:

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Dann gäbe es aber auch noch den Tradi 15° – reloaded in der Nähe des Multis. Dieser ist ca. 100m vom Startpunkt des Multis entfernt. Das Listing des Tradis verrät nun aber auch, dass 15° nicht gleich 15° sind.  Denn der Standard, mit dem wir rechnen, entspricht nicht den natürlichen Meridianen. Wir rechnen sozusagen mit einem vereinfachten Modell, das nicht an die Erdoberfläche gebunden ist.

Nachdem diese Verwirrung geklärt war, konnten wir also auf Cachesuche gehen.

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Wir haben den ein oder anderen Tradi und Mystery gesucht, der am Wegesrand lag, ganz besonders lag uns aber der Sightseeing-Multi Görlitz – östlichste Stadt Deutschlands am Herzen. Im Listing mit 4,5km Wegstrecke angegeben, kam uns der Weg gar nicht so lang vor. Wir konnten aber auch allerhand sehen. Görlitz ist eine wirklich schöne Stadt. Sehr viele Gebäude im Zentrum sind saniert und nicht selten wird dieser Ort auch für Dreharbeiten verwendet, z.B. für den Oscar prämierten Film „Grand Budapest Hotel“. Der eben erwähnte Multi hat sich wirklich gelohnt. Ein paar Schnappschüsse der Tour könnt ihr hier sehen.

 

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Da Görlitz auch Grenzstadt ist, durfte der Statistiktradi im Nachbarland Polen nicht fehlen. Allerdings fällt schon auf, dass die Cachedichte, sobald man die Grenze übertritt, rapide abfällt. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die polnischen Nachbarn ihr eigenes Geocaching-System haben und deren Caches nicht auf unserer üblichen Seite www.geocaching.com gelistet sind.

Alles in allem ist Görlitz eine wirklich sehr schöne Stadt und ein Besuch ist sie allemal wert.

0 thoughts on “Cachen auf dem 15. Längengrad

  1. Schöner Beitrag. Görlitz steht auch noch auf meiner ToDo-Liste. Die Bilder sprechen ja Bände. Im Sommer ist es bestimmt noch viel schöner dort. Toller Bericht. Danke.

    Viele Grüße
    Schatzforscher

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