Bericht zu Lost in MV 2

So viele Mega-Events finden dieses Jahr statt. Ich schaffe es einfach nicht, bei jedem anwesend zu sein. Vor allem fand ich es schade, dass ich bei Lost in MV2 nicht dabei sein konnte, war doch Lost in MV damals das erste Mega überhaupt, das ich besucht habe. Damals war das Event von starkem Regen und überfluteten Plätzen geprägt, wurde dadurch aber auch unvergesslich.

Zum Glück habe ich immer mal meine kleinen Helferlein, die die vielen Mega-Events besuchen und wieder einmal von einem berichten können. Der Bericht zu Lost in MV stammt von Bergfex2000 und die Fotos von Schattencatcher. Vielen Dank an dieser Stelle.

„Am vergangenen Wochenende fand auf dem Flugplatz Pütnitz/Damgarten das Mega-Event „Lost in MV 2“ statt. Die Erstauflage dieses Events war bereits im August 2011 und viele Geocaching-Begeisterte kannten selbiges nur aus Erzählungen von Freunden, die zumeist unter dem Eindruck des damaligen Schlechtwetters standen. Und nun sollte endlich eine Neuauflage stattfinden! Das Areal, welches ab 1935 von der Luftwaffe der Wehrmacht angelegt und von  1951 bis 1994 von den Streitkräften der Sowjetunion genutzt wurde, sowie das Rahmenprogramm des Events versprachen interessante und spannende Erlebnisse. Seit mehreren Jahren nutzt der Technikverein Pütnitz e.V. einen Teil des Flugplatzes als Museum und „Abenteuerspielplatz“, entsprechend groß war die Verzahnung zwischen dem Verein mit seinen vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten und dem Veranstalter-Team des Events. Bereits am Freitag, im Rahmen der Eröffnung des Events, gab es eine Technikvorführung und auch am Sonnabend war das laute Dröhnen der Rad- und Kettenfahrzeuge aus dem Ostblock allgegenwärtig. Brückenlege- und Schwimmpanzer in Aktion stellten dabei die Highlights dar.

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Das Wetter war durchweg prima, lediglich die kalte Nacht zum Sonnabend mit einstelligen Temperaturen machte den Besuchern der „Lost Camps“ ein bisschen zu schaffen. Die Bedingungen waren jedenfalls optimal für die Angebote, die sich nicht nur an Land, sondern natürlich auch im Wasser und sogar in der Luft abspielten. Die Rundflüge mit einer Antonov AN-2 waren zwar nichts für Sparfüchse, aber ein phantastisches Erlebnis zu einem sehr akzeptablen Preis. Erwähnenswert sind zweifelsfrei auch die Event-Caches. Geschenkt wurde hier wenig, vielmehr war immer wieder Einsatz und Technik gefragt. Chirp und UKW bei den Labcaches, hohe Geländeschwierigkeiten bei den physischen Caches. Es wurde geklettert, gewatet, geschwommen und gepaddelt. Die Tatsache, dass der größte Teil des ehemaligen Flugplatzes als Sperrgebiet ausgewiesen ist, machte das Aufsuchen der Cache-Locations allerdings teilweise zur Herausforderung. Längere Fußmärsche waren hier unumgänglich. Und wer alle fünf Wassersport-Fünfer legal erreichen wollte, war immerhin reichlich acht Kilometer auf dem Wasser des Saaler Boddens unterwegs. Und offenbar waren die Mitarbeiter der Ordnungsbehörden der Stadt Ribnitz-Damgarten, zu welcher Pütnitz und der Flugplatz gehören, hellwach. Denn noch im Verlauf des Events musste das Orga-Team einen Cache abbauen und Wege zu anderen Caches versperren und sichern.

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Dem Spaß tat das natürlich keinen Abbruch und natürlich fand sich im Zweifelsfall irgendwo immer ein Schlupfloch. Schade, dass es auch im nördlich angrenzenden Waldgebiet etwas Ärger gab, hier war der Waldeigentümer über sieben wunderschöne Event-Caches leider nicht sehr erfreut. Im direkten Umfeld des Events war es also tatsächlich schwierig, die persönliche Fundstatistik entsprechend aufzupolieren, aber im Umfeld lockten natürlich auch interessante Ziele, beispielsweise zwei Webcams (Warnemünde, Prerow) und ein Virtual (Warnemünde). Das Orga-Team selbst hatte an diesem Wochenende alles im Griff, Reibungspunkte habe ich keine entdeckt. Bereits die Anmeldung war „militärisch“ durchorganisiert und lief perfekt. Versorgung, Programm, … – bei „Lost in MV 2“ war alles stimmig! Vielleicht war die gegenüber der Teilnehmerzahl zu geringe Zahl der zur Verfügung stehenden Abfallsäcke beim sonntäglichen CITO ein Mini-Wermutstropfen, ansonsten kann man hier aber nur den Hut ziehen vor einer organisatorisch perfekten Sache. Danke für ein phantastisches Wochenende!“

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