Room-Escape-Games – eine schöne Freizeitbeschäftigung für die kälteren Tage

Ich habe in den letzten Monaten Erfahrungen mit mehreren sogenannten „Room-Escape-Games“ gemacht. Man findet diese Spiele auch unter den Begriffen „Team Escape“, „Live Escape“ oder „Exit Room“. Sicherlich gibt es noch mehr Bezeichnungen dafür. Die Idee dazu ist einfach erklärt: Man wird in einen Raum eingesperrt und muss durch das Lösen verschiedener Rätsel wieder herauskommen. Das Prinzip, dass man sich durch Lösen verschiedener Rätsel Schritt für Schritt vorarbeitet, kennt man auch von vielen guten Geocaches. Als Beispiel dazu fällt mir das Müssmannshaus ein oder der leider schon archivierte Cache SAW (NC-LP). Bei letzterem sieht man auch schon das Problem bei Geocaches: Sie werden manchmal gewaltsam zerstört und der Owner muss viel Geld investieren, um alles instand zu halten. Room-Escape-Games kosten Geld. Dafür hat man aber die Garantie, dass alles funktioniert und technisch sind viel abgefahrenere Sachen möglich. Pro Person kostet solch ein Spiel 15 bis 25 Euro. Häufig hängt dies von der Personenanzahl ab. Für gewöhnlich sind 2 bis 6 Personen pro Raum zugelassen. Meistens dauert solch ein Spiel 60 Minuten. Da man in solchen Extremsituationen die Mitmenschen besser kennenlernt, wird dies auch gern für Team-Events genutzt.

Viele fragen mich dann immer: Wird man da wirklich eingesperrt? Dies hängt ganz vom Betreiber ab. Ich habe schon mehrere Spiele getestet. Bei einigen wurde man tatsächlich eingesperrt und konnte wirklich nur mit einem Schlüssel, den man im Laufe des Spiels findet, herausgelangen. Allerdings wird man auch von Spielleitern mit der Kamera beobachtet. Dies dient nicht nur dem Fall, dass diese Hinweise geben können, sondern sie können auch im Notfall eingreifen und euch befreien, falls einer z.B. eine Panikattacke bekommt. Neben den reinen Fluchtspielen haben sich mittlerweile auch Missionsspiele etabliert. Dort ist es nicht das Ziel, aus dem Raum herauszubekommen, sondern eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. So hatte ich hier bei einem Berliner Anbieter schon die Mission, aus dem Osten in den Westen zu flüchten, um dort den Befehl zur Maueröffnung zu erteilen (aber alles in einem Raum).

Mit anderen Berliner Cachern konnte ich auch schon eine andere besondere Form solch eines Escape-Games probieren: ein Escape-Truck. Im Rahmen einer Promotion-Tour zu einem Videospiel fuhr solch ein Truck durch Deutschland und bot kostenlos in verschiedenen Städten solch ein Spiel an.

Als Geocacher hat man bei diesen Spielen definitiv Vorteile. Man weiß einfach, wie einige Menschen ticken, die sich besondere Rätsel einfallen lassen. Man kennt auch viele Verschlüsselungsmethoden. In einem Team von Geocachern macht solch ein Spiel viel Spaß, da vieles einfach Hand in Hand läuft und man ziemlich gut strukturiert solche Aufgaben angehen kann.

In vielen deutschen Großstädten werden mittlerweile diese Spiele angeboten. In Berlin gibt es schon nahezu 20 Anbieter. Jeder Anbieter hat meist mehrere Räume zur Verfügung. Hat man einen Raum schon gespielt, so kann man diesen nicht noch einmal spielen, denn dann weiß man ja schon, worum es geht. Auch sollte man danach nicht anderen verraten, was man in diesem Raum erlebt hat. Das verdirbt diesen den Spaß, den man beim Herausfinden der Rätsel hat.

Wenn du solch ein Spiel spielen möchtest, so bietet die Seite https://www.escaperoomgames.de/ eine gute Übersicht. Einfach die Stadt eingeben und suchen. Vielleicht probiert es ja der ein oder andere von euch mal aus.

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