Schicht im Schacht – So war das Gigaevent in Essen

Am Wochenende fand das lang angekündigte Gigaevent Project Glück Auf 2016 in Essen statt. Dabei gab es am Freitag ein Meet and Greet – Schichtbeginn, am Samstag das eigentliche Gigaevent und am Sonntag die Verabschiedung – Schichtende. Ich entscheide mich immer relativ spontan dazu, ob ich ein Mega/Giga-Event besuche oder nicht. Da dies das einzige Giga-Event in diesem Jahr war, habe ich mich dann also doch vor ca. einem Monat dazu entschieden, dieses Event zu besuchen. Dies war natürlich viel zu kurzfristig, um noch an einer der Führungen teilzunehmen. Auch T-Shirts und Coins waren zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr bestellbar.

Ich fuhr also am Freitag gemeinsam mit den Berliner Cachern Dam Nam und Ainadilion nach Essen. Ganz pünktlich haben wir es leider nicht zum Meet and Greet geschafft, da auf der Anreise viel Stau auf den Autobahnen war. Wir kamen also leicht verspätet an und hatten da schon kleine Probleme, zur Anmeldung zu kommen. Die Anmeldung wurde gestoppt, da die Organisatoren pünktlich um 20.00 Uhr Feierabend machen wollten. Da wir aber nur „normale“ Tickets hatten und keine Führung gebucht haben, konnten wir doch noch schnell reinhuschen und unsere Eventtüte abholen.

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Das Event fand auf der Fläche des Welterbes Zeche Zollverein statt. Das Gelände ist einfach nur überwältigend. Eine bessere Location hätte man wohl nicht wählen können. Diese bot Platz für ausreichend Geocacher und man fühlte sich nicht so eingesperrt wie vielleicht bei anderen Events. Das Meet and Greet fand im „hinteren Bereich“ des Geländes statt, bei der Kokerei. Leider kam die dort spielende Band nicht bei allen gut an. Man konnte sich schwer unterhalten und so sammelten sich doch einige Cacher wieder im vorderen Bereich des Geländes. Zuvor musste jedoch noch geloggt werden und diese Logidee war wirklich klasse und passend. Jeder bekam bei der Anmeldung einen Schichtschein und dieser musste in einer Maschine abgestempelt werden, welche die Ankunftszeit notierte. Anschließend hat man seine Zetteln an ein Brett gehängt. Müde von der langen Anreise machte ich an diesem Tag nicht all zu lange und bereitete mich mit etwas Schlaf auf den darauffolgenden Tag vor.

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Am Samstag fand das Hauptevent statt. Zu meinem Glück bin ich Bloggerin und konnte noch einen Presseausweis ergattern, so war es mir möglich, in Bereiche hineinzukommen, wo nicht jeder hin konnte wie z.B. zur Lesung von Bernhard Hoëcker und Tobias Zimmermann. Da ich zu keiner Führung angemeldet war, hatte ich damit doch noch ein kleines Highlight des Tages, worauf ich mich freuen konnte. Leider fand die Podiumsdiskussion und der Coin- und Tokentausch quasi parallel statt und so musste ich darauf verzichten. (Die Lesung war etwas weiter entfernt.) Doch bevor es so weit war, erkundete ich erst einmal das Gelände. Neben Schlange stehen an Logbüchern war leider auch Schlange stehen an allem anderen angesagt. Gut, dass wir uns am Tag zuvor noch anmelden konnten, denn die Anmeldeschlange war nahezu unendlich. Wenn man etwas essen oder trinken wollte, musste man ebenfalls lange anstehen und das Warten an den einzelnen Stationen zum Erfüllen des Schichtplans hat leider auch die Lust auf diese Spiele genommen. Gefühlt musste man an jeder Station min. 15 Minuten anstehen.

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Die Händlermeile in der Halle 5 wurde schon scherzhaft „Hölle 5“ genannt. Viel zu viele Stände in einer dafür zu kleinen Halle. Es wurde eng und stickig. Ich hatte einfach keine Lust, mir dort die Gegenstände der Shops anzuschauen. Einzig im Kinderbereich ging es etwas entspannter zu. Man konnte sich kleine Eisenkügelchen aus Stein herausschlagen, etwas malen, Luftballons abholen und auch das Maskottchen Anton, die Grubenameise, war dort tätig. Nachdem ich dann doch einige Spiele des Schichtplans absolviert habe, ging ich zum Salzlager, um dort der Lesung von Tobias Zimmermann und Bernhard Hoëcker beizuwohnen. Ich wurde nicht enttäuscht, vielmehr noch: Positiv überrascht. Dies war meine erste Lesung der beiden und es war wirklich unterhaltsam. Es wurden Witze gemacht, die nur Geocacher verstehen, und nach 1,5h Stunden war das Programm auch schon wieder viel zu schnell vorbei.

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Im Anschluss wollte ich dann auf den Aussichtsturm, denn es hat sich herumgesprochen, dass dies quasi das einzige war, wofür es sich gelohnt hat, ein Ticket für das Event zu kaufen, denn auf das Eventgelände kam man auch ohne Ticket. Wir waren schon spät dran und um 17.45 Uhr hat man uns leider nicht mehr hochgelassen. Wir wurden auf den darauffolgenden Tag vertröstet. Was wir bis dahin noch nicht wussten, wir sind nämlich am darauffolgenden Tag wiedergekommen, kostete es am Sonntag dann 8 Eur, auf den Aussichtsturm zu kommen. Also haben wir auch darauf verzichtet.

Wir haben dann erstmal das Gigaevent geloggt. Das Logbuch war an diesem Tag ein Kohlewagen, sogar hübsch mit Blumen dekoriert.

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Am Abend sollte dann noch tolle Livemusik stattfinden. Die Dosenfischer waren angekündigt. Diese habe ich zuvor schon zweimal gesehen und freute mich extrem auf deren Konzert. Als Vorband spielte Alex im Westerland, eine Coverband mit Liedern der Toten Hosen und der Ärzte. Ich als alter Ärztefan (früher einmal) fand die Band wirklich gut. Es wurde Stimmung gemacht und man konnte gut mitsingen.

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Danach waren die Dosenfischer dran und leider muss ich sagen: ich wurde enttäuscht. Ich war textsicherer als der Sänger selbst. Er schien generell nicht in bester Verfassung zu sein. Er musste während des Konzerts sitzen und musste sogar eine Pause einlegen, in der dann die andere Band des Dosenfischer-Gitarristen auftrat: Lisbeth&Stotco. Diese haben musikalisch wirklich überzeugt, haben allerdings durch ihre melancholische Liedwahl die Partystimmung etwas gedrückt. Ich entschloss mich während der zweiten Zugabe der Dosenfischer zu gehen und freute mich auf den letzten Tag und das dafür angekündigte Frühstück.

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Am Sonntag wurde uns ein tolles Frühstück versprochen. Was stellt man sich da für gewöhnlich vor? Schöne Brötchen, frischen Kaffee. Leider gab es aber keine Brötchen, sondern belegte Brote. Einige Cacher waren wirklich verärgert, weil sie dafür kein Frühstück in ihren Hotels gebucht hatten. Für den Kaffee musste man min. 30 Minuten anstehen (zum Glück trinke ich keinen), für den Kakao dann sicherlich auch. Nur die Kaltgetränke-Bude war offen und so gab es eben Cola zum Frühstück. Ansonsten war am Sonntag schon so gut wie alles abgebaut. Ich stellte mich noch in die Reihe zum Logbuch, passend zum Schichtbeginn wieder eine Stempelmaschine, die einen diesmal ausloggt, und konnte meinen Log in den Kohlewagen einwerfen.

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Fazit: Zu einem Gigaevent kommen verdammt viele Leute und das hat man hier auch gemerkt. Das Warten hat sich überall durchgezogen. Die Orga hat sich wirklich Mühe gegeben und es wurden sich wirklich echt tolle Dinge ausgedacht. Wenn man dafür jedoch ewig warten muss, vergeht einem der Spaß. Für 5000 Leute weniger wäre sicher alles ideal gewesen. Die Caches auf dem Gelände waren an das Giga-Event angepasst und es gab extra große Logbücher. Die Location war nicht zu toppen.

Ich bedanke mich bei dem Orga-Team für das Ausrichten des Events. So etwas ist viel Arbeit und ich möchte mit meiner Kritik keinesfalls euren Einsatz abwerten. Ihr habt das toll gemacht.

Gedanken zum Jahresende

Nun ist es also wieder so weit: Silvester. Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu und 2016 steht kurz vor der Tür. In letzter Zeit habe ich nicht mehr ganz so viel gebloggt. Dies hatte private Gründe: Im November habe ich meine Dissertation im Fach Mathematik erfolgreich verteidigt. Des Weiteren war ich auch auf der Suche nach Arbeit und habe im Dezember die Zusage für eine Stelle in Berlin erhalten. Da diese bereits im März beginnt, war ich also auch noch auf Wohnungssuche, welche ich nun auch erfolgreich abgeschlossen habe. So kam es eben, dass ich nicht so viel Zeit für „Die Welt von kati1988“ hatte.

Wer jetzt aufmerksam mitgelesen hat, kann nun also schließen, dass ich im Jahr 2016 meinen Wohnort von Dresden nach Berlin verlegen werde. Das bedeutet, dass sich regionale Berichte nun auf den Berliner Raum beziehen werden. An Wochenenden bin ich gelegentlich auch noch in Dresden, aber der regionale Schwerpunkt wird zwangsläufig verlagert.

Nun wisst ihr, was zukünftig mit „Die Welt von kati1988“ passieren wird. Aber wie sah das Jahr 2015 aus?

Natürlich gab es wieder viele Eventberichte. Ich berichtete vom Giga-Event in Mainz, dem Mega-Phone 4 und dem internationalen Earthcacheevent in Goslar. Erstmalig habe ich dieses Jahr aber auch Gastbeiträge veröffentlicht. So war die Reise zum letzten Ape-Cache in Brasilien für einige Cacher ein großes Erlebnis und ich bedanke mich an dieser Stelle für die Beiträge von predator1337 und Kleinzschachwitzer. Bergfex2000 half mir ebenfalls und konnte für „Die Welt von kati1988“ von dem Giga-Event in Xanten und von Lost in MV 2 berichten. Vielen Dank dafür. Meine Geocaching-Highlights waren dieses Jahr der Schlaubetrail, welchen ich gemeinsam mit meiner Mutti vitalilly absolviert habe, und die Reise nach Lissabon, bei der mein Freund plusLars mich sehr beim Finden der Caches unterstützt hat. Für den Blog kam Ende des Jahres eine weitere Neuerung hinzu: Die Seite ist umgezogen. Ich habe mich von wordpress.com gelöst und verwalte nun die Seite selbst. Die Domain http://kati1988.de führt nun zum Ziel.

Auch andere Cacher hatten ihre persönlichen Jahreshighlights. Eines der letzten Events des Jahres im Dresdner Raum ist das alljährlich wiederkehrende Event „Und 11 Uhr an der Pappel, wie immer an Silvester!“ . Letztes Jahr habe ich davon bereits berichtet, siehe hier. Dieses Event habe ich wieder zum Anlass genommen, mal nachzufragen, welche Caches oder Events den Dresdner Cachern im Jahr 2015 besonders in Erinnerung blieben. Gleich mehrere Cacher berichteten von ihrem Urlaub auf Rügen. So haben mir Simmi_22, saschmensch und gabba53 die LP-Caches von lexparka empfohlen, beispielsweise „Der Hausmeister von Mukran“ . Gabba53 zählte außerdem das Giga-Event in Mainz zu den persönlichen Jahreshighlights, während das Team Paddystar2785 Lost in MV 2 sehr gern in Erinnerung behalten. Diese beiden Teams erwähnten aber auch unabhängig voneinander den Cache „Zu Besuch bei der Patenbrigade“ in Chemnitz, der mit über 1250 Favoritenpunkten ja wirklich nicht so schlecht sein kann. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist für das Team SchwarzerFalke das Finden ihres indonesischen Caches „Mutiara Beach“ , da sie es für fast unmöglich hielten, dass jemals jemand diesen Cache finden wird. Ihre persönlichen Cachehighlights erlebten außerdem Knuffi3008 bei „Kajak-Cache reloaded“ , da dies ihr erster T5 war, Etibachtfan bei „Frau Holle“ , Jerdinus bei „Barbarine“ , Elvi aus RW bei „in Rupprich sei Bastelstub (reloaded)“ , der Trommler bei „Gisela Penibels freier Tag“ und vebis bei „Minions House“ .

Wie man sieht, hat jeder andere Highlights. Manchmal reicht auch schon ein gut gemachter Tradi, um in Erinnerung zu bleiben. Ich hoffe, damit habt ihr ein paar kleine Anregungen für das nächste Jahr erhalten und könnt somit hoch motiviert in das Jahr 2016 starten.

Ich wünsche meinen Lesern einen guten Rutsch und freue mich auf ein neues, spannendes Blogger-Jahr, in dem ich dann von ein paar Cachetouren in der Nähe von Berlin berichten kann.

Germany goes A.P.E. – Bericht von Kleinzschachwitzer – Teil 3

„Auch heute morgen ging es wieder in den Parque Estadual Intervales, denn neben dem APE-Cache warteten ja noch viele andere schöne Caches auf uns – und Dank der vielen Besucher werden es immer mehr, die zur Erinnerung gleich ein oder mehrere Caches platzieren… Zusammen mit predator1337 wurde nun zu diversen Caches spaziert, bei welchem von der Location her einer für mich herausragte: GC4YEFR – Don’t forget your cacher’s headlamp! Die Dose selbst war unspektakulär und nach einiger Suche dann endlich zu finden, aber die Besichtigung der über mehrere Ebenen mit Holztreppen verbundenen Höhle mit ihren Stalakmiten und -titen war sensationell und wir verbrachten einige Zeit hier unten mit Fotografieren… 😀

Zur Mittagszeit wurde dann nach einem gaaanz entspannten CITO – einen so sauberen und aufgeräumten Park hatten wir nun wirklich nicht erwartet – zusammen mit unseren brasilianischen Cacherfreunden ein Barbecue veranstaltet, das neben leckerem Caipirinha auch leckeres Essen bereithielt… 🙂 Irgendwie fiel es danach total schwer, doch noch mal auf Dosensuche zu gehen, aber es gab ja noch einiges zu tun… 😉 Als wir dann am Abend wieder in den Bus stiegen, konnten wir voller Stolz feststellen, dass wir den Park nahezu leergecacht hatten – nur in den äußersten Randgebieten lagen noch 3 nicht von uns berücksichtigte Dosen herum… 😀 Am Abend trafen wir uns dann noch einmal mit unseren brasilianischen Cacherfreunden in Capão Bonito in einer Pizzeria, wo es neben sehr guten Pizzen und Bier aus großen Flaschen für einige auch ein alkoholfreies Getränk gab, das wie pürierter Signal ausschaute… 😛

Am nächsten Tag ging es nun mit dem Bus in eine andere Richtung, und zwar zum Canyon do Rio Pirituba. Eine faszinierende Landschaft, die an manchen Stellen wie ein kleiner Grand Canyon bzw. Fish River Canyon aussah und an anderen Stellen wieder total an die Sächsische Schweiz erinnerte… 🙂 Bei diesem Ausflug begleitete uns nun Junior, bei GC als “intervales” registriert, den ganzen Tag um so gleich mal eine Wartung seiner Caches durchzuführen. In Brasilien scheint es ja nicht unüblich zu sein, die Dosen erst einige Tage nach dem Publish zu legen; selbst der einzige DNF beim APE-Cache – der erste Log – dürfte darauf zurückzuführen sein… 😉 Natürlich wurden auch hier unterwegs jede Menge Bilder geknipst – wer im Parque Estadual Intervales ist, sollte auch diese Gegend unbedingt einmal besuchen; es lohnt sich!

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Nachdem wir dann am Abend wieder unser Hotel erreichten und uns bei Junior für seine Unterstützung bedankten, wurden beim letzten Abendessen im Hotel und den letzten Bieren  – dann war der Vorrat des Hotels aufgebraucht *g* – bereits neue Ideen geschmiedet, was man denn so als reiselustige Cacher in der Zukunft unternehmen könnte, und auffallend oft fiel dabei der Name Prypiat… 😀

Am nächsten Morgen brachte uns dann unser Bus wieder zurück nach São Paulo und per Flieger ging es via Madrid nach Frankfurt. Am Vormittag da angekommen, gab es eine große Verabschiedung, wenngleich für manche nur für kurze Zeit, denn bereits eine Woche später in Terezín sah man den ersten Reisekameraden wieder und eine weitere Woche später in Xanten dann mindestens die Hälfte der Reisegruppe… 😀

 

Ende eines grandiosen Abenteuers…

 

PS: Letzte Woche verstarb plötzlich und unerwartet JoGPS, der Owner des APE-Caches – Ruhe in Frieden!“

Germany goes A.P.E. – Bericht von Kleinzschachwitzer – Teil 2

„Urlaub äh Cachen in Brasilien bedeutet: jeden Tag um 6:00 Uhr aufzustehen, 6:30 Uhr am sehr guten und umfangreichen Frühstücksbuffet zu erscheinen und um 7:30 Uhr im Bus zu sitzen…  🙂 Null Problemo; da habe ich auf manchen Rundreisen schon andere Weckzeiten überlebt, wenn da bspw. irgendwo ein spektakulärer Sonnenaufgang zu beobachten anstand…  😉 Also ging es nun das erste Mal in den Parque Estadual Intervales, wofür wir mit unserem Bus gut eine Stunde benötigten. Unterwegs veränderte sich die Straße langsam zu einem Feldweg, aber unser Fahrer & sein Bus meisterten dies mit Bravour…  😀 Kaum am Eingang des Parks angekommen, wurde gleich der Multi hier absolviert; danach ging es zur Registrierung und wenig später fanden sich die einzelnen Grüppchen zusammen und verschwanden in alle Himmelsrichtungen. Neben dem APE-Cache sind hier ja noch viele andere schöne Tradis, Earthcaches, Mysteries, Wherigos und eine Letterbox versteckt – es gab also ordentlich was zu tun, d.h. zu laufen…  🙂 Die Temperaturen des brasilianischen Winters waren angenehm warm, aber nicht zu heiß; also so, wie ich mir gern durchgehend unsere Sommer wünschen würde…  😉 Und doch, den kälteempfindlichen Schlangen ist es hier jetzt zu kühl, was sie lt. Junior in eine Winterstarre fallen lässt und somit die Gefahr von Schlangenbissen beim Dosensuchen in dieser Jahreszeit deutlich minimiert…  😀 Alle Wege waren in einem guten Zustand, zum APE-Cache wurde es auf den letzten paar hundert Metern aber schön abenteuerlich und wir schlängelten uns durch den Dschungel und kletterten über Wurzeln – klasse Abenteuer…  😎

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Als es dann nicht mehr weiterging, sahen wir sie – die „Dose“…  😀 😀 😀 Absolut nicht zu verfehlen, stand sie hinter einem Baum so da und wartete auf uns, wie ich es schon auf so vielen Bildern sah, es nun jedoch mit eigenen Augen erleben durfte – ein Traum erfüllte sich…  :-[ Zum Geburtstag den APE-Cache – das werde ich nie in meinem Leben vergessen…  🙂 Diverse Fotos wurden nun geknipst: mit Dose, mit Logbuch, mit Affenmaske, u.s.w. Schön, dass es hier auch einen Stempel wie in einer Letterbox gab. Nachdem alle restlos glücklich waren, spazierten wir nun zurück zu einem Event, das mitten im Park stattfand und bei dem wir neben intervales dann auf die Teams Tadeu & Eluane sowie camoura und ankhesenamon trafen, welche einfach mal so aus Rio de Janeiro bzw. São Paulo hierher anreisten…  =-O Und da sage mal einer, nur wir seien verrückt…  😎 So trafen wir also mitten im Dschungel von Brasilien auf Gleichgesinnte und erfuhren viel vom Leben hier. Verständigt wurde sich in Englisch, was keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist, denn wie wir im Gespräch erfuhren, ist das staatliche Schulsystem höchst mangelhaft und nur wer in der Lage ist, eine Privatschule besuchen zu dürfen, bekommt Zugang zu einer oder mehreren Fremdsprachen. Am Rande des Events wurde ein Baum ständig von Fotografen belagert; als ich mir das auch mal anschaute, fand ich die Erklärung: die ersten Tierchen oder anders ausgedrückt – die ersten Nicht-Geocacher…  😀

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Am Vortag hatte ich im Supermarkt bereits eine Flasche Rum beschafft, und jetzt gab es nun die Gelegenheit, auf alles Schöne im Leben sowie meinen schwierigen Tag einfach mal anzustoßen…  :-[ 😉 Natürlich wollten auch alle einheimischen Cacher am morgigen CITO teilnehmen und zusammen beschlossen wir, anschließend eine CITO-Afterwork-Party mit Barbecue, Bier und Caipirinhas zu feiern…  😉 Mit 22 Attended-Logs wurde dies heute übrigens das größte Geocaching-Event, das im großen Brasilien je veranstaltet wurde.  😎 Danach wurden in aller Ruhe noch ein paar weitere Caches besucht und bei den beiden Caches unserer Dresdner Freunde Bergfex2000 und WattwurmJana sogar der FTF gemacht…  😀 Insbesondere die Höhle fand ich ja klasse, aber dieses Erlebnis sollte am nächsten Tag sogar noch gesteigert werden…  🙂 Fortsetzung folgt…“

Germany goes A.P.E. – Bericht von Kleinzschachwitzer – Teil 1

Der zweite Dresdner, der gemeinsam mit der GeheimPunkt GmbH beim letzten Ape-Cache in Brasilien war, ist der Kleinzschachwitzer. Auch er hat einen eigenen Bericht geschrieben, und das sogar in mehreren Abschnitten. Da es so ausführlich ist, teile ich seinen Bericht in mehrere Teile auf. Viel Vergnügen beim Lesen.

„GCC67 – etwas ganz außergewöhnliches ist tief im brasilianischen Dschungel versteckt: der letzte Cache einer ganz speziellen Promotion-Aktion aus den Anfangstagen des Geocachings. Seit ich vor einigen Jahren davon erfuhr, setzte ich ihn gleich auf die Watchlist und verfolgte gebannt alle Aktivitäten rund um diese „Dose“. Da meine Leidenschaft für das Reisen noch größer als die für das Geocachen ist, wusste ich um die Routen von Brasilien-Rundreisen diverser Anbieter – doch alle überfliegen das Zielgebiet. Somit war klar, dass genau diese Gegend – der Parque Estadual Intervales – einmal separat besucht werden müsste. Aufgrund meiner Reisen durch Südamerika war mir klar, dass ich dort – allein und nur mit englischen Sprachkenntnissen ausgestattet – im Falle eines Problems ziemlich hilflos in der Gegend rumstehen würde, also passierte lange Zeit nichts. Bis dann eines Tages in den Tiefen des Internets eine Facebook-Gruppe in Erscheinung trat, die genau dieses Ziel verfolgte: im Team den letzten seiner Art zu besuchen… 😉 Allerdings galt es beim Zeitplan für mich eine sehr schwere Entscheidung zu treffen, denn der Termin über Pfingsten ist bei mir bereits seit vielen Jahren durch ein Szene-Treffen in Leipzig belegt… Ok, das außergewöhnlich gewann, also bereitete ich mich auf Brasilien vor, was aber relativ einfach war: durch meine vielen Reisen ist mein Impfschutz sowieso ziemlich vollständig, so dass der diesjährige Besuch im tropenmedizinischen Institut in Dresden nur eine Typhus- sowie (für meine Nepal/Bhutan-Reise im Februar) eine Tollwutimpfung mit sich brachte. Somit mussten nur 2 OSM-Karten (interessant, dass manche Wege jeweils immer nur auf einer der beiden Karten vorhanden waren – das ständige Wechseln war also an der Tagesordnung) und eine 1000er PQ rund um Sao Paulo aufs GPS übertragen werden und der Rest gemäß Checkliste abgearbeitet werden… 😉 Das Abenteuer begann nun am 20.05., als ich um 7 Uhr mit predator1337 den zweiten Dresdner einsammelte und es nun im Cachermobil zum Frankfurter Flughafen ging. Unterwegs gab es keinerlei Störungen, so dass wir dann einen Tankstop bei Wetterau zu einer einstündigen Cachewanderung rund um den Rastplatz nutzten und später nach Erreichen des Molochs Frankfurt noch ein paar Dosen aufsuchten… An einem preiswerten Parkplatz mit Shuttle-Service zum Flughafen das Cachermobil abgestellt, erreichten wir bald das Terminal 2 und trafen dort bei einem bekannten Fast-Food-Anbieter die ersten unseres Teams. Hier gab es dann später auch noch ein offizielles GC-Event, dessen Höhepunkt ganz klar eine Bundespolizistin war, die auf die Gruppe zuschritt und fragte: Wo ist das Logbuch? 😀 Der anschließende Flug mit „Air Europa“ nach Madrid erinnerte mich an „Iberia“: Service gleich Null plus Mitarbeiter, denen man deutlich anmerkt, dass sie ihre Arbeit als Belastung empfinden. Für predator1337 war hingegen dieser Flug etwas ganz besonderes – es war sein erster. Und so verfolgte er fasziniert am Fenster das ganze und konnte unseren schönen Planeten nun aus einer für ihn völlig anderen Perspektive erleben… 😉 Aber wenigstens der Zeitplan stimmte, und so gab es in Madrid das nächste GC-Event und anschließend ging es mit dem nächsten Flieger – Airline, Service und Mitarbeiter blieben gleich schlecht – nun über den Großen Teich nach Sao Paulo. Dort trafen wir am frühen Morgen ein, nahmen unser Gepäck in Empfang und während Daniel, der Organisator der Reise von geheimpunkt.de, nach dem Bus Ausschau hielt, konnten wir hier bereits den ersten Cache in Brasilien loggen… Als dann unser Cachermobil der nächsten Tage eintraf, ging es auf eine 4stündige Reise nach Capao Bonito, wo unsere Unterkunft auf uns warete. Ein Toilettenstop auf halber Strecke bescherte uns den nächsten Fund. Im Hotel angekommen, waren fast alle Zimmer bereits bezugsbereit, obwohl wir viel zu zeitig da ankamen. Hier trafen wir auch auf Junior, bei GC als „intervales“ für viele schöne Caches in der Gegend bekannt, welcher als einziger des Englischen kundige im Park als Kontaktperson für alle APE-Cache-Reisenden dient. Die Hotelanlage war ohne Zweifel ihre 4 Sterne wert und erfreute uns mit kostenlosem WiFi – nur mal als Vergleich: in einem Kaff wie Berlin/Deutschland muss man dafür in gleichwertigen Hotels noch immer exorbitante Preise zahlen… Am Nachmittag wurde dann ein Supermarkt aufgesucht – ich beschaffte hier was, um auf den nachfolgenden Tag angemessen anzustoßen – und habe ein wenig die Stadt besichtigt: außer einem Earthcache und einer interessanten Kirche als Fotomotiv gab es dann nur noch einen Tradi beim Hotel… Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es dann alsbald auf die Zimmer, denn am nächsten Tag begann mit dem Klingeln des Weckers um 6 Uhr einer der aufregendsten Tage meines Cacherlebens…“