Ausflugstipp: Berliner Unterwelten

Geocaching hat den einen oder anderen Cacher sicher schonmal in einen sogenannten „Lost Place“ geführt. Für viele Cacher sind diese Orte besonders anziehend und die Popularität spiegelt sich auch in Namensgebungen wie dem „Lost Place Shop“ in Berlin oder den „LostPlaces4theKingz“ wieder. Häufig wird der Cache selbst dabei zur Nebensache und das Erkunden des Geländes viel spannender. Nicht selten gelangt man dabei in alte Bunkeranlagen, in Tunnel unter Gebäuden oder alte Abwassersysteme.

In Berlin gibt es die Möglichkeit, solche geheimen Orte unter der Oberfläche ganz offiziell zu besuchen. Hier gibt es den „Berliner Unterwelten e.V.“, welcher den Zweck verfolgt, den Berliner Untergrund zu erforschen und geschichtliche Zusammenhänge zu dokumentieren; und im Untergrund einer so geschichtsträchtigen Stadt gibt es so einiges zu entdecken. Wenn ich an Berlin denke, fallen mir da folgende Themen ein: Bunkeranlagen, Abwassersystem, U-Bahn-Netz und Fluchttunnel. Sicher gibt es da noch einiges mehr.

Der Berliner Unterwelten e.V. bietet im Rahmen seiner Vereinstätigkeiten Führungen an, welche mittlerweile sehr populär geworden sind. Diese sind aktuell:

Ich habe vor zwei Wochen die Tour M besucht. Für diese Tour ist es wichtig, rechtzeitig vor Ort zu sein, denn man kann nur am Tag der Führung Tickets besorgen und kann nicht vorreservieren. So haben wir nicht die erste Tour erhalten, sondern mussten die Tour drei Stunden später auswählen. Die Tour M dauerte zwei Stunden. Ein Referent und sein Begleiter führten uns von Berlin-Gesundbrunnen durch den Untergrund bis zur Station Bernauer Straße. Zwischendurch sind wir ein paar Stationen U-Bahn gefahren. Wir gingen durch alte Bunkeranlagen und bekamen interessante Informationen, und vor allem Anekdoten, zum Thema Ausbruch aus der DDR mit dem Fokus der Mauerdurchbrüche. So erfuhr ich, was es mit den Berliner „Geisterbahnhöfen“ auf sich hat und wie die Konsistenz des Bodens in Berlin ist.

Leider kann man während der Führungen keine Fotos machen. Man muss die Eindrücke also in seinem Kopf behalten und kann sich ganz in Ruhe auf die Erzählungen des Referenten konzentrieren.

Neben den Führungen gibt es auch zwei Dauerausstellungen: Mythos Germania und Altes Wasserwerk. Mythos Germania beleuchtet Architektur und Städtebau im Berlin der NS-Zeit und analysiert die ideologischen Zielsetzungen und verbrecherischen Konsequenzen. Die Architektur von Albert Speer ist noch heute im Berliner Stadtbild wahrnehmbar (siehe Olympiastadion Berlin). Früher gab es in Berlin dazu sogar eine eigene Cacheserie vom Cacher Ainadilion. Bei der zweiten Dauerausstellung im alten Wasserwerk werden auf mehr als 7.000 Quadratmetern die Geschichte der Wasserversorgung, der frühen Schmutzwasserbeseitigung und der späteren Abwasserbehandlung Berlins im Innen- sowie im Außenbereich erzählt (Quelle: Berliner Unterwelten).

Sowohl Führungen als auch ein Besuch der Ausstellungen eignen sich ideal für einen Ausflug an einem Schlecht-Wetter-Tag. Wer in Berlin ist, sollte wirklich versuchen, an einer der vielen Führungen teilzunehmen und so ein Berlin im Untergrund zu erleben, welches quasi noch fast im Originalzustand zu besichtigen ist. Man sollte beachten, dass sich die Führungen und Ausstellungen generell an ein erwachsenes Publikum richten und für Kinder unter 7 Jahren nicht zugänglich sind. Bei einigen Touren gilt sogar ein Mindestalter von 14 bzw. 18 Jahren.

Gewinnspiel

Der Berliner Unterwelten e.V. stellt mir jeweils zwei Karten für die beiden oben erwähnten Ausstellungen zur Verfügung. Unter allen Kommentaren, die bis zum 16.07.2017 um 22.00 Uhr eingehen, verlose ich daher

  • 2 Tickets zur Ausstellung Mythos Germania
  • 2 Tickets zur Ausstellung im Alten Wasserwerk.

Werbung in eigener Sache: Tag der verlorenen Socke 2017

Es gibt ja die verrücktesten „Feiertage“ und so habe ich einmal geschaut, was als nächstes ansteht und womit man ein Event verwirklichen kann. Ich stieß auf den „Tag der verlorenen Socke“, welcher jedes Jahr am 9. Mai begangen wird. Jeder kennt sicherlich das Phänomen, dass man von einem Sockenpaar plötzlich nur noch eine einzelne Socke übrig hat. Die andere ist irgendwie verloren gegangen.

Die übrig gebliebenen Socken haben dann meist keine Funktion mehr. Um das zu ändern, veranstalte ich dieses Jahr in Berlin ein Event passend zu dem Tag. Dort werden die Socken dann dazu benötigt, um das Event zu loggen. Außerdem werden passend zu dem Hobby Geocaching „Sockenpuppen“ gebastelt.

Das Event findet am 9. Mai 2017 um 16.30 Uhr auf dem Branitzer Platz in Berlin-Westend statt. Weitere Informationen zu diesem Event findet ihr hier.

Tag der verlorenen Socke 2017

Dönerstag 2017 in Berlin

Dieses Jahr fällt der Gründonnerstag auf den 13.04.2017. Die Geocacher gedenken an dem Tag aber wohl eher indirekt dem letzten Abendmahl Jesu. Es geht jedoch auch bei den Geocachern um eine Mahlzeit: den Döner. Nicht nur der Döner wurde in Berlin erfunden, auch der unter den Geocachern bekannte „Dönerstag“.  Am 05.04.2007 veranstaltete moenk das erste Event dieser Form. Gedacht war dieses Event als ein dezentrales Event, das zeitgleich überall in Deutschland stattfinden sollte, um dem Döner zu huldigen. Diese Idee wurde leider nicht direkt verwirklicht. Stattdessen finden seit diesem Tag aber jedes Jahr an Gründonnerstag deutschlandweit überall kleinere Events statt, bei denen sich Geocacher treffen, um Döner zu essen. Einmal ist in Dresden sogar ein eigenes Mega-Event daraus geworden, weil so viele Teilnehmer registriert wurden (Dieses nachträgliche Ändern des Eventstatus‘ auf Megaevent ist seitdem aber nicht mehr möglich.) .

Dieser ganze Hype um den Dönerstag ist nun auch beim Headquarter in Seattle angekommen und so gibt es dieses Jahr für die Teilnahme an einem Event am Gründonnerstag ein eigenes Souvenir. Dies zieht natürlich nach sich, dass auch extra viele Events veröffentlicht werden, sodass jeder die Möglichkeit hat, am Dönerstag teilzunehmen.

In Berlin gibt es am Donnerstag 12 Events. Diese finden nicht alle zeitgleich statt. So wird es sicherlich wieder den einen oder anderen geben, der so viele Events wie möglich an diesem Tag besuchen möchte. Ob man dabei jedes Mal auch einen Döner zu sich nimmt, ist wohl fraglich. Ich habe einmal die Berliner Döner-Events nach ihrer Uhrzeit sortiert, sodass ihr euch die passenden raussuchen könnt.

 

Eventname GC-Nummer Uhrzeit Bezirk
DönerZumMittag2017 GC702V5 12.00 – 13.00 Treptow-Köpenick
Maaaaahlzeit! #53 GC725EX 12.15 – 12.45 Tempelhof-Schöneberg
Schwarz-weißer Dönerstag am Ku’Damm GC727GN 12.15 – 12.45 Charlottenburg-Wilmersdorf
Ein Döner zum Mittag (Dönerstag 2017) GC72F93 12.15 – 12.45 Spandau
1. Treptower Dönerstag – Park-Grill GC7121H 14.00 – 14.45 Treptow-Köpenick
1. Spandauer Dönerstag GC720AY 18.00 – ??.?? Spandau
Dönerstag 2017 in Berlin GC72YWG 18.00 – 19.00 Reinickendorf
Dönerstag im Norden Berlins Wilhelmsruh Edition GC70PX2 18.30 – 20.00 Pankow
Dönerstag 2017 im Süden von Berlin GC71Z8X 18.30 – 19.30 Tempelhof-Schöneberg
Döner’s Tag 2017 Berlin GC72TGT 18.30 – 20.00 Tempelhof-Schöneberg
Dönerstag 2017 GC72XR4 20.45 – ??.?? Pankow
Full Metal Caching – Black Thursday GC6Z6EC 22.00 – 22.30 Pankow

 

Dönerstag-Events in Berlin 2017

Besondere Regelungen beim Veröffentlichen von neuen Caches in Berlin

Viele Berliner Cacher werden es vor einigen Monaten mitbekommen haben: eine ganze Menge Caches aus dem Tiergarten wurden durch die Berliner Reviewer archiviert. Es gingen Gerüchte um, dass nun gar keine Caches mehr im Tiergarten erlaubt sind. Der Berliner Reviewer Scherrlock war gemeinsam mit dem Grünflächenamt im Tiergarten unterwegs und hat sich die Beschädigungen in Nähe von Bestandscaches angeschaut. Das Grünflächenamt wünscht aufgrund zahlreicher Schäden keinerlei Geocaching-Aktivitäten mehr in der Nähe von Denkmälern und Bepflanzungen. Außerdem werden Klettereien nicht geduldet. Unter gewissen Einschränkungen werden trotzdem noch neue Caches im Tiergarten veröffentlicht. Diese lauten:

  1. Der Cache muss vom Weg aus erreichbar sein
  2. Die Pflanzfläche (Stauden, Langgraswiese, Baumbestand, Wechselbepflanzung) darf dazu nicht betreten werden
  3. Das Überklettern von Zäunen ist zu unterlassen
  4. Das Besteigen von Bäumen ist zu unterlassen

Auf dem Schöneberger Südgelände hingegen werden gar keine Geocaches geduldet und somit auch keine neuen veröffentlicht.

Seit diesem Monat gibt es eine weitere Sonderregelung im Berliner Raum. Dies betrifft Caches im Grunewald. Aufgrund der hohen Cachedichte im Forst Grunewald wird bei neuen Caches ab Oktober 2016 um Vorlage einer für den Cache geltenden Genehmigung des Grundeigentümers per Reviewer Note gebeten.

Berlin, du bist so wunderbär

Am vergangenen Samstag habe ich mein erstes eigenes Event in Berlin veranstaltet, quasi als kleiner Einstand: Berlin, du bist so wunderbär. Im Mittelpunkt stand dabei das Dekorieren von Spardosen in Form eines kleinen Bären. Da ich der Owner des Events war, kann ich hier diesmal natürlich nicht meine Meinung wiedergeben, wie das Event ankam und ob es Spaß gemacht hat. Also muss ich es wohl eher aus einer anderen Sicht schildern, die des Veranstalters.

Das Event begann um 14.00 Uhr, aber bereits gegen 13.15 Uhr kamen schon die ersten Cacher. Diese wurden dann eben noch in den Aufbau mit eingebunden. Es wurde ein Kuchenbuffet aufgestellt (mit gebackenem Kuchen von Janine vom Lost Place Shop), ein Orgastand und ein Tisch, auf dem später die bemalten Bärchen hingestellt werden sollten, damit sie neutral beurteilt werden können. Des Weiteren hat plusLars sieben goldene Berliner Bären im Ruhwaldpark verteilt, die auf jemanden Bestimmten hinwiesen.

Dann konnte es auch schon losgehen. Die Cacher platzierten sich auf den Decken und malten drauf los. Dabei habe ich persönlich ein bisschen die Kinder vermisst, war doch vieles auf den Cachernachwuchs ausgelegt. Selbst Bastelhefte von Radio Teddy konnte ich organisieren. Die Bären wurden alle sehr abwechslungsreich gestaltet und die Bilder dazu möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Während einige Cacher noch malten, hatten DeJuCo und TeamDR49a im nahegelegenen Baum ein Seil eingeworfen, um einen zwar schon archivierten, aber noch auffindbaren T5er Cache loggen zu können. So wurde auch den anderen Eventbesuchern zusätzliche Unterhaltung geboten. Die Auswertung der schönsten Bärchen und des Gewinnspiels mit den goldenen Bären hatte ich eigentlich auf 17.00 Uhr angesetzt, leider machte mir dabei das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Gegen 16.30 Uhr fiel jede Menge Regen über uns her. Die fertigen Bären mussten in Sicherheit gebracht werden und auch die Cacher suchten etwas zum Unterstellen. So wurde die Preisverleihung kurzerhand nach vorn gezogen.

Gemeinsam mit plusLars hatte ich schnell die Zettel ausgewertet. Die ersten beiden Bären hatten gleich viele Punkte, dabei handelte es sich um die Bären mit der Nummer 2 und 7. Platz drei ging an den Bären mit der Nummer 14. Um die ersten beiden Plätze festzusetzen, habe ich noch einmal das Los entscheiden lassen und es ergab sich am Ende folgende Wertung:

  1. Platz: basone (Bär Nr. 7)
  2. Platz: Ute22 (Bär Nr. 2)
  3. Platz: virtuelleBerta (Bär Nr. 14)

Weiterhin wurde noch ein Gewinner für die Hinweisbären ermittelt. Gewonnen hatte dabei minebine. Wer noch einmal alle sieben Hinweise lesen möchte, hier sind sie:

  • Mein Papa hieß Lars.
  • Meine Mama war im DDR-Staatszirkus aktiv.
  • Ich bin in Berlin geboren.
  • Von mir existiert eine Briefmarke.
  • Die ersten 44 Tage meines Lebens verbrachte ich in einem Brutkasten.
  • Meine Wohnung hatte ich mir zeitweise mit einer Dame namens Giovanna geteilt.
  • Mein Bruder kam am selben Tag wie ich auf die Welt.

Vielen hatte dabei wohl schon ein Hinweis gereicht, um die Lösung zu finden.

 

Aufgrund des Wetters am Ende des Events haben wohl auch einige Bären ihre Sachen wieder verloren. Wer nochmal etwas nachbessern will, kommt am besten diesen Donnerstag zum Stammtisch im Lost Place Shop in Wedding. Dort bringe ich noch einmal alle Stifte mit. Wenn man diese dann anschließend unter 160°C 30 Minuten lang im Backofen lässt, kann ihnen auch der schlimmste Regen nichts mehr antun.

Petling-Weitwurf-Meisterschaft kommt nach Berlin

Ein Wettbewerb im Petling-Weitwurf ist ja mittlerweile nichts Neues mehr. Schon 2009 wurde im Rahmen der 1. Nordseetaufe solch ein Wettbewerb ausgetragen. Ich selbst habe auch schon zwei solcher Meisterschaften mitgemacht: Bei den GeoGames in Leipzig und bei der Dresdner Stadtmeisterschaft nur 2 Monate später. Ich konnte damals meine Wurfweite von 11m auf 15m verbessern. Ein ziemlich miserables Ergebnis, wenn man sich so anschaut, was andere so erreichen. Wenn man sich auf diese Quelle bezieht, so wurde schon eine Weite von 69,80m erreicht. Ein ziemlich überragendes Ergebnis.

Nun ist dem Team DeJuCo aufgefallen, dass solch ein Wettbewerb noch nie in Berlin stattgefunden hat. Also haben sie sich dazu entschlossen, eine Petling-Weitwurf-Meisterschaft auch einmal in der Hauptstadt auszurichten. Das Event findet am 9. Juli 2016 in der Nähe des Flughafens Tegel statt. Es können also auch Leute von auswärts mit dem Flugzeug anreisen und bei der Meisterschaft teilnehmen.

1213c4a2-1044-4618-b337-a0f16f487865Es wird einen eigenen Wanderpokal geben, der an den vergeben wird, der insgesamt am weitesten geworfen hat. Man kann also hoffen, dass das Team solch einen Wettbewerb noch mehrfach ausrichten wird.

dfc06215-f085-4a22-babe-35d0a6e50592.pngAußerdem werden Medaillen an die besten drei Werfer der jeweiligen Wettkampfklassen überreicht. Diese Klassen sind: Nano-Cacher, Micro-Cacher, Frauen-Power und offene Klasse.

Ich freue mich schon auf diesen Wettbewerb und vielleicht sieht man ja den ein oder anderen Leser dann vor Ort.

Berolina

Der Begriff Berolina stammt aus dem Neulateinischen und bedeutet eigentlich nichts anderes als die Stadt Berlin selbst oder die Personifikation dieser. Das bekannteste Bildnis einer Berolina ist die Statue, die ehemals auf dem Berliner Alexanderplatz stand.
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Unter Cachern ist die Berolina jedoch mittlerweile als DAS Cacheevent des Monats bekannt. Gestern hatte ich das erste Mal selbst die Möglichkeit, bei einem der bekannten Berolina-Events teilzunehmen. Es handelte sich dabei um das Newbie Event April 2016 – Berolina Edition. Dieses fand im Aventuras in Borsigwalde statt.

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Dort traf ich auf DeepdiverBerlin, der so freundlich war, mir ein kleines Interview über diese Eventserie zu geben.

K: Hallo!
D: Hallo Kati!
K: Heute spreche ich mit DeepdiverBerlin und ich bin auf meinem ersten Berolinaevent. Es ist vermutlich eine Schande, jetzt als Berliner Cacher das erste Mal auf einem Berolina-Event zu sein.
D: Naja, du hast schon mehr als 100 verpasst, insofern ist es schon traurig. Aber du bist ja noch nicht so lange da, daher ist es nicht ganz so schlimm. Du hast jeden Monat die Chance wiederzukommen.
K: Seit wann gibt’s denn die Berolina?
D: Das kannst du ja zurückrechnen. Wir haben letztes Jahr die 100. Berolina gehabt, jeden Monat einmal, d.h. schon fast 10 Jahre.
K: Was genau ist denn die Berolina?
D: Die Berolina ist das monatliche Treffen Berliner Cacher und aller Cacher, die zu Gast in unserer Stadt sind. Wir tauschen uns aus über neue Caches. Wenn man bei Rätselcaches nicht weiter kommt, kann man hier in die Runde fragen, ob jemand was weiß. Alle Sachen rund ums Cachen und natürlich auch private Sachen kann man hier austauschen.
K: Wer kam auf die Idee für das Berolina-Event?
D: Das ist weit vor meiner Zeit gewesen. Das war die Cachertruppe die unfromme Helene und Xylanthrop. Das sind die beiden, die die Berolina eigentlich mal gegründet haben. Jetzt haben Jack_Sparrow und ich es übernommen unter dem Cachernamen Berolina Events und führen die Berolina praktisch fort.
K: Wer entscheidet denn, wo das nächste Berolina-Event stattfindet?
D: JackSparrow und ich fragen immer rum, wenn irgendein Monat noch offen ist. Es gibt den ein oder anderen Monat, der ist traditionsbedingt fest vergeben. Weihnachten macht es immer die Familie hennylino in ihrem Stammitaliener. Mit viel Aufwand und vielen Geschenken und viel Mühe wird da die letzte Berolina des Jahres gefeiert. Genauso traditionsmäßig wird die erste Berolina des Jahres immer von mir ausgestattet, in Buckow im Lindengarten. Im August ist meistens mic@ mit seinem Event aktiv in der Deck 5 Strandbar. Da kann man immer beim Cocktail trinken die Sternschnuppen beobachten. Der Juli ist fest an uwe-sauerland vergeben. Also es gibt nur noch wenige Termine, die nicht so richtig fest vergeben sind. Ich versuche das auch so ein bisschen aufzubrechen. Ich würde mich freuen, wenn wir auch mal neue Leute haben, die eine neue Berolina machen. Jeder ist gern eingeladen, eine Berolina zu organisieren. Dieser bekommt von uns einen Rahmen an die Hand. Wir haben einige Sachen, die wir uns fest wünschen, aufgrund der Erfahrung, die wir in den letzten 10 Jahren gemacht haben. Dazu gehört zum Beispiel ein festes Nummernsystem. Der Wirt muss damit einverstanden sein, dass jeder auf eine feste Nummer bestellt. Deswegen haben wir auch sehr hübsche Namensschilder mit festen Nummern, seit neuestem. Dann gibt es auch nachher keinen Streit, wenn dann 20 Bier offen sind. Jeder hat seine eigene Nummer, seine eigene Rechnung. Wenn dann doch was übrig ist, ist der Wirt selbst schuld. Und wenn der Wirt damit nicht einverstanden ist, ist das kein Problem. Wir finden in Berlin immer ein Lokal, das bereit ist, eine Berolina auszurichten.
K: Heute haben wir hier ja ein Newbie-Event. Ist das jetzt noch etwas Spezielles?
D: Puschbär macht regelmäßig solche Newbie-Events, für Leute, die noch nicht so lange beim Cachen dabei sind, um die ersten Fragen, die sich vielleicht ergeben, zu beantworten. Und ich habe ihn letzten Monat angesprochen, ob er nicht mal die Berolina im April machen will, weil die da noch frei war. Und er meinte „Na klar, aber nur wenn ich sie mit meinem Newbie-Event verbinden darf. Da muss ich nicht zwei ausrichten.“ Insofern ist das eine Sonderform der Berolina und vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr, auch noch andere Sonderformen zu bringen. Wir machen vielleicht mal eine Dampferfahrt, vielleicht wird die auch zusätzlich gemacht. Da müssen wir mal gucken, ob wir das schaffen. Also da sind einige Ideen. Vielleicht machen wir auch mal „Berolina on Tour“, und machen gemeinsam mit den Cachern eine Busfahrt oder so, irgendwo in die Gegend. Aber das sind alles so Sachen. Wenn sich einer in deinem Blog findet, der das gern organisieren möchte, soll er sich gern an einen von uns beiden wenden und dann können wir gern darüber sprechen.
K: Gibt es eine spezielle Stammkundschaft? Also gibt es Cacher, die immer diese Events besuchen?
D: Also die Cachergemeinschaft in Berlin ist sehr groß. Wir haben immer zwischen 100 und 120 Teilnehmer. Natürlich gibt es einige Leute wie die Moni, die quietscheente, die dafür bekannt ist, dass sie jedes Event, das in der Stadt stattfindet, wahrnimmt. Sie hat glaube ich mehr Events als gefundene Dosen. Aber es gibt schon einen harten Kern, der versucht, zu jeder Berolina zu kommen. Es gibt aber auch Leute, die sagen „ich fahre nicht 33km durch die Stadt“. Wenn welche in den Norden fahren, aber im Süden wohnen oder andersrum. Deshalb versuchen wir die Berolina über’s Jahr auch so zu verteilen, dass jeder Bereich der Stadt mal betroffen ist, sodass auch die Cacher, die nicht extra 30km fahren wollen, mal eine Berolina besuchen können.
K: Die Berolina findet auch wirklich jeden Monat statt?
D: Sie findet jeden Monat statt. Nicht im fest getakteten 4-Wochen-Rhythmus, aber jeden Monat des Jahres gibt es eine Berolina.
K: Möchtest du selbst noch etwas loswerden zur Berolina?
D: Ich lade jeden herzlich ein, zur Berolina zu kommen. Ob er einen Fund hat, gar keinen Fund oder 10.000 Funde. Jeder ist bei uns willkommen und jeder kann noch dazulernen.

 

Ich habe außerdem noch was erfahren: Damals gab es wohl ein sogenanntes „Sammellisting“, d.h. nicht jedes Event hatte sein eigenes Listing. Es gab immer nur eins und dieses war auf den Alexanderplatz gesetzt. Den Informationen konnte man dann entnehmen, wo und wann genau die jeweiligen Events statt fanden. Es gab wohl aber auch sehr oft Touristen, die dann am Alexanderplatz standen und sich gefragt haben, warum dort niemand ist. Mittlerweile hat Groundspeak diese Sammellistings abgeschafft.

Das Erdmännchen heult den Vollmond an

Vielen Berlinern ist die Eventreihe mittlerweile sicherlich ein Begriff: „Das Erdmännchen heult den Vollmond an“. Beim Erdmännchen handelt es sich dabei um einen Cacher.

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Seit dem März 2014 findet das Event regelmäßig statt, und das immer zu der genau berechneten Zeit des Vollmonds. Dies kann klassischerweise mitten in der Nacht stattfinden, oder aber auch mal bei strahlendem Sonnenschein. Der Titel sagt eigentlich alles aus: Cacher treffen sich zu besagter Uhrzeit und dann wird der Vollmond angeheult. Klingt komisch? Ist aber so. Ich war dabei, zum Zweijährigen dieser Eventserie.  Zuerst will man der Sache nicht glauben, dass wirklich der Vollmond angeheult wird, die Cacher sind aber zu vielem Verrückten bereit und machen genau das. Dabei ist es egal, ob man sich dabei gerade in Berlin-Mitte oder sonstwo befindet. Für gewöhnlich finden die Events in Berlin statt, das Erdmännchen war aber auch schonmal zur Vollmondstunde unterwegs und so kam es, dass auch schon ein Event in Dänemark statt fand. Einige Berliner Cacher sind dafür sogar nachgereist.

vorlagebanner5ps8724weqAls kleine Motivation, die Events zu besuchen, gibt es sogar Profilbanner. Man kann durch die Teilnahmen an den Events verschiedene Auszeichnungen wie „Rookie“ oder „Bronze“ erhalten. Je mehr man besucht, desto mehr steigt man auf. Das höchste ist gerade „VIP“ bei 35 besuchten Events, was noch keiner haben sollte, da die Events erst 26 mal statt gefunden haben. Die Teilnahmen an den Events schwanken dabei sehr:

statistik_erdmännchenDies hat wohl hauptsächlich mit den verschiedenen Zeiten zu tun, wann der Vollmond statt findet. In der Nacht um 4.00 Uhr kommen dann doch nicht so viele Cacher wie abends um 19.00 Uhr.

Die nächsten Termine sind die folgenden:

  • Freitag, 22. April 2016, 18:30 Uhr, 3-Dörfer-Blick, Rudow
  • Samstag, 21. Mai 2016, 23:14 Uhr, am Tierfriedhof am Luthersteinweg, Erfurt, N 51° 03.235 E 011° 04.188
  • Montag, 20. Juni 2016, 18:00Uhr, Badetag
  • Mittwoch, 20. Juli 2016, 00:56 Uhr, Spandau oder Charlottenburg
  • Donnerstag, 18. August 2016, 18:30 Uhr, Köpenick
  • Freitag, 16. September 2016, 21:05 Uhr, Stadtpark, Hamburg
  • Sonntag, 16. Oktober 2016, 06:23 Uhr
  • Montag, 14. November 2016, 14:52 Uhr
  • Mittwoch, 14. Dezember 2016, 01:05 Uhr

Ihr könnt also heute gleich loslegen und euer erstes Erdmännchen-Event besuchen. Dieses findet ihr hier.

 

Hallo Berlin!

Nun ist es so weit: Ich bin in Berlin, und irgendwie weiß ich gar nicht so recht, wie ich diesen Beitrag anfangen soll. Es sind einfach zu viele Gedanken in meinem Kopf. Es ist einfach so viel neu: die Stadt, die Leute, die Arbeit. Was jedoch besonders interessant für die Leser dieses Blogs ist: auch die Caches sind für mich neu. Natürlich habe ich schon ein bisschen die klassischen Touristencaches gesucht: die Legogiraffe (das jedoch schon vor meiner Berliner Zeit), das Brandenburger Tor, den Virtual Cache am Checkpoint Charlie… Diese Caches sind vielleicht Pflicht für einen Cacher, der Berlin mal kurz für einen Tag besucht, interessanter jedoch sind  andere Caches –  vor allem die, die einem die neue Stadt, in der man wohnt, von einer anderen Seite zeigen.

Als erste Überraschung muss ich dabei den Cache Ziegenhof erwähnen. Der Cache selbst ist nicht besonders, aber er führt einen zu einem Ziegenhof mitten in Berlin, zwischen den Wohnblöcken. Dort hätte man so etwas nie erwartet, aber das Hobby zeigt einem immer wieder schöne interessante Ecken.

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Gestern habe ich dann nun mein erstes Event in Berlin als Neuberlinerin besucht. Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, war gestern sogenannter „Leap Day“ und Groundspeak hat Souvenirs dafür vergeben, wer vom 27.-29.02.2016 einen Cache findet und am 29.02.2016 ein Event besucht (der Blog berichtete). Laut Project-GC waren es in Berlin 17 Events, Xylanthrop listet sogar 24 Events in und um Berlin auf. Für mich war ein Event ausreichend und ich habe mich für Leap Day 2016 Berlin entschieden. Das Event von Geoernie, Quietscheentchen&Co und Geo-Link war gut organisiert und so konnte ich neben tollen speziellen Leap Day Geocoins auch den einen oder anderen Cacher in Augenschein nehmen und mir somit Anregungen für das Cachen in und um Berlin holen.

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So kam ich u.a. mit den Cachern Dantes_Berlin, Petra1705, MedLutz, IckeBerlin, Dam Nam und Linaer ins Gespräch. Ich habe wirklich viele Empfehlungen enthalten und möchte diese direkt an euch weiterleiten.

Auch wurden mir spezielle Owner empfohlen, von denen ich mir Caches anschauen sollte. Diese sind WolleD, KleinaGangsta und oparudi. Ich bedanke mich jedenfalls für die Empfehlungen und werde wohl den einen oder anderen Cache davon ansteuern.

Ich bedanke mich außerdem für das tolle Event. Ich fühlte mich sehr gut aufgenommen und es haben sich viele nette Gespräche entwickelt. Mir hat auch gefallen, wie bei dieser Masse an Menschen das Problem mit dem Bestellen in einem Restaurant gelöst wurde: Jeder Cacher bekam einen Namenssticker und eine Zahl dazu und die Kellner haben die Buchungen auf diese Zahl getätigt. So konnte eigentlich nichts schief gehen. Viele Cacher blieben jedoch nicht so lange, wie ich gedacht hätte, denn nicht wenige wollten am gestrigen Tag so viele Events wie möglich besuchen. Ein Team hatte sich 9 Events vorgenommen. Berlin ist natürlich viel zu groß, um alle 17 stattfindenen Events zu besuchen. Teilweise fanden diese auf parallel statt.

Ich freue mich über die schöne, bunte Cacherwelt von Berlin und ich werde schon bald wieder etwas aus der Hauptstadt berichten.

Dresden Helau

In nicht einmal mehr drei Wochen ist es wieder so weit: es wird Fasching gefeiert. Passend dazu organisiert MuggleMayfarth nun bereits zum vierten Mal ein Faschings-Event: GCF-DD – 4. GeocacherFasching Dresden. Die letzten Jahre fand dies immer in Bannewitz in der Eutschützer Mühle statt (siehe Berichterstattung im Blog hier oder hier).  Dieses Jahr gibt es jedoch einen Ortswechsel: Das Event wird im Feldschlößchen Stammhaus stattfinden, diesmal also direkt in Dresden. Diese Location bietet Platz für ungefähr 200 Teilnehmer und ist damit groß genug, um auch ein richtig tolles Event veranstalten zu können. Genau dafür hat MuggleMayfarth wieder einiges geplant: Wie auch schon die letzten Jahre, wird natürlich eine Tombola durchgeführt, bei der man viele schöne Geocachingsachen gewinnen kann. Weiterhin wird es ein Cacherbingo, Musik sowie Essen und Trinken geben. Für die Minicacher unter uns gibt es sogar ein eigenes Kinderschminken.

Man kann sich natürlich auch genug mit Merchandising-Artikeln eindecken. Dieses Jahr kann man vor Ort Badges, Geotoken, Wood Coins und sogar eigene Event-Geocoins zum Faschingsevent erwerben (weitere Informationen dazu findet ihr hier).

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Auch wird es einige Shops geben, bei denen man vor Ort Geocachingzubehör kaufen kann. So wird z.B. der Lost Place Shop aus Berlin mit einem Stand vertreten sein. Auch der TFTC Shop wird da sein und sogar einen 3D-Cache live drucken.

Für mich wird es wohl das vorerst letzte Event in Dresden sein, an dem ich teilnehmen werde. Danach geht es dann nach Berlin. Ich habe aber noch eine kleine Aufgabe bekommen: Ich darf das Event moderieren. Nun aber wieder die entscheidende Frage:

Was ziehe ich an?

Ich war bereits als Hexe, Teufel und Löwe verkleidet. Wer das Dresdner Weihnachtswichteln besucht hat, kennt mich mittlerweile auch schon als Engel. Ich bitte unter diesem Beitrag um Kommentare von euch, als was ich mich dieses Jahr verkleiden soll. Unter allen Kommentaren, die bis zum 31.01.2016 um 22.00 Uhr eingehen, verlose ich zwei Geocoins und zwei Wood Coins zum diesjährigen Fasching (es wird also zwei Gewinner geben). Der Gewinn wird freundlicherweise von MuggleMayfarth bereit gestellt.

Ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen zum Faschingsevent und freue mich über viele schöne, kreative Kostüme.