Gastbeitrag: Internes Offline-Routing mit c:geo (Android)

Letztens hat mir die Geocacherin martl von der tollen Möglichkeit erzählt, dass man innerhalb von c:geo navigieren lassen kann. Bevor ich mich dort jedoch reinfinde, habe ich ihr vorgeschlagen, einen Artikel für diesen Blog zu verfassen. Gesagt, getan. Hier ist der Artikel von martl.

 

Die Geocaching-App c:geo (http://www.cgeo.org/) für Android hat viele schöne Features, hier möchte ich Euch ein besonders nützliches vorstellen:

Neben Offline-Maps von OpenStreetMap (OSM) und Download von Geocaches gibt es noch eine sehr praktische App, mit der man sich innerhalb von c:geo offline routen lassen kann.

Die App heißt BRouter Offline Navigation und kann kostenlos im Google App Store heruntergeladen werden: https://play.google.com/store/apps/details?id=btools.routingapp&hl=de

Einmal im WLAN installieren und öffnen, Speicherort wählen (vorzugsweise SD-Karte), Download Manager auswählen, Download-Warnung bestätigen, dann hat man eine Weltkugel-Ansicht und kann reinzoomen und sich den Teil der Welt auswählen, der einen interessiert.

Ich habe mir z.B. komplett Ostdeutschland und darüber hinaus ausgewählt, welche in der Anzeige mit einer gelben Markierung dargestellt wird:

Die Karten sind extrem klein und kompakt. Süddeutschland und darüber hinaus ist z.B. nur 113 MB groß. Danach rechts unten den Download starten, und die App nicht während des Downloads beenden!

Wenn der Download geklappt hat, kann man wieder wie gewohnt in sein c:geo wechseln, und hat nun ein neues Menü rechts oben bei den drei Punkten unter „Routing“:

Nun kann man hier statt der typischen Luftlinie zwischen drei weiteren Modi wählen:

  1. Gehen
  2. Fahrrad und
  3. Auto

Ich wähle meistens Gehen, da es sich kaum von Fahrrad unterscheidet. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, für den lohnt sich natürlich auch auf Auto umzustellen, wobei hier der Entwickler selbst darauf hinweist, dass die Autonavigation sich noch im Beta-Status befindet und die App ursprünglich für Bike-Routing entwickelt wurde.

Im Hintergrund wird eine eigene OSM-Karte benutzt, die teilweise von der sichtbaren OSM-Karte leicht abweicht, aber trotzdem extrem genau und schnell arbeitet. Das Routing ändert sich auch automatisch ohne Zeitverzögerung, sollte man vom Routing abweichen. Die App berechnet sofort die nächste passende Strecke ohne zu meckern 😉

Mehr Infos über die App gibt es unter http://brouter.de/brouter/.

Log folgt? – Eine kleine Einführung in Field Notes

Heute möchte ich mal eine „Problematik“ ansprechen, die nicht nur Cacher als Finder betrifft, sondern auch die Owner. Wenn man unterwegs ist, kommt es vor, dass man mehr als einen Cache findet. Man kann sich dann nicht merken, welchen Cache man wann gemacht hat. Viele Cacher denken sich dann: „Ich logge einfach schnell online einen „Log folgt“ und bearbeite das dann zu Hause.“ Das ist leider nicht der schönste Weg. Einerseits vergessen manche dann, den Log nochmal zu bearbeiten und andererseits macht sich der Owner selten die Mühe, immer wieder zu schauen, wann der Log bearbeitet wurde. Im schlechtesten Fall wird der Log also nie gelesen. Aber geht das nicht auch anders? Ja! Mit Field Notes. Vielen ist dieses Feature von geocaching.com leider nicht bekannt, daher werde ich hier eine kleine Einführung geben.

Mit Field Notes kann man Logs in sein Geocaching-Profil hochladen, diese werden dann aber noch nicht an das Listing gesendet. Man hat sie erst einmal in einer eigenen Liste, die man nur selbst sehen kann. Diese kann man dann bearbeiten und als richtigen Log absenden.
Ich wende mich hier den gängigsten Apps unter Android zu.

Field Notes in c:geo

Zunächst einmal sieht man das Listing eines Caches:

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Dann drückt man wie gewöhnlich auf den Menü-Button seines Handys/Smartphones, um zu loggen:

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Anschließend erscheint der bekannte Log-Bildschirm. Doch hier Achtung! Nun wird nicht einfach der Log hochgeladen, sondern ein Offline-Log gespeichert.

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Hat man dies getan, erscheint vor dem geloggten Cache in der Liste der Caches ein orangener Balken:

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Dieser ist sehr schwer zu erkennen, aber er ist da. Anschließend drückt man wieder auf die Menü-Taste und drückt auf „Verwalten“.

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Dort gibt es dann die Option „Exportieren“ und anschließen die Auswahl für „Field Notes“:

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C:geo exportiert nun die Field Notes und gibt die Meldung, dass alles hochgeladen wurde.

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C:geo speichert außerdem eine Datei auf dem Handy ab, sodass dies auch ohne Hochladen, sondern via Verbindung über Kabel mit dem PC möglich ist.

Auf der Karte wird der Cache dann mit einem rot-orangenen Smiley dargestellt.

Field Notes in Neongeo

Unter Neongeo ist die Sache etwas einfacher. Wenn man sich im Cache-Listing befindet, klickt man (nachdem man den Menüt-Button betätigt hat) einfach auf loggen und hat direkt die Auswahl einer Field Note.

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Man kann die Field Note direkt uploaden und diese landet dann bei Groundspeak auf dem Server.

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Neongeo erkennt, dass man den Cache schon gefunden hat und er wird in einen Smiley verwandelt.

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Field Notes in CacheSense

Bei CacheSense ist das Senden einer Field Note bereits standardmäßig voreingestellt. Man befindet sich im Cachelisting und drückt den Smiley.

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Als nächstes wählt man die Art des Logs.

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Danach kann man seinen Log erstellen und sieht unten die Option, dies als Field Note zu senden. Dies ist bereits angewählt.

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Field Notes in Cachebox

In Cachebox werden wieder mehrere Schritte benötigt, um eine Fieldnote hochzuladen. Zunächst ruft man den Cache auf und klickt auf das Werkzeugsymbol. Dort hat man dann die Option „Quick Fieldnote“. Cachebox erstellt dann anschließend automatisch eine Field Note mit dem angegebenen Typ. (Man kann diese auch nachträglich bearbeiten oder den Typ verändern).
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Anschließen drückt man wieder auf das Werkzeugsymbol und diesmal auf „Fieldnotes“. In diesem Modus kann man dann die Field Notes bearbeiten oder hochladen.

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Die Field Notes werden anschließend hochgeladen. Das Hochladen wird bestätigt.

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Die Field Notes bearbeiten

Nun hat man die Field Notes hochgeladen und kann diese dann zu Hause auf dem PC bearbeiten. Es erscheint direkt auf der Profilstartseite die Erinnerung, dass man noch Field Notes zu bearbeiten hat:

fieldnoteErscheint die Meldung nicht, so kann man auch direkt oben bei „Your Profile“ auf „Field Notes“ klicken und landet auf der zugehörigen Seite.

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An dieser Stelle erscheinen dann die Caches, für die man die Field Notes erstellt hat. Man kann seine Logs in Ruhe zu Hause bearbeiten und dann senden.

Field Notes mit anderen Geräten

Natürlich kann man auch mit anderen Geräten Field Notes hochladen. Ein Garmin z.B. hat nunmal keine Internetverbindung. Man kann aber unterwegs seine Caches als „gefunden“ o.ä. markieren. Dies speichert das Garmin in einer extra Datei. Auch diese kann dann bei den Field Notes hochgeladen werden.

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Dann wünsche ich euch jetzt viel Erfolg beim Erstellen und Bearbeiten eurer Field Notes und ich hoffe, dass es in Zukunft weniger „Log folgt“-Logs geben wird.