Hallo Berlin!

Nun ist es so weit: Ich bin in Berlin, und irgendwie weiß ich gar nicht so recht, wie ich diesen Beitrag anfangen soll. Es sind einfach zu viele Gedanken in meinem Kopf. Es ist einfach so viel neu: die Stadt, die Leute, die Arbeit. Was jedoch besonders interessant für die Leser dieses Blogs ist: auch die Caches sind für mich neu. Natürlich habe ich schon ein bisschen die klassischen Touristencaches gesucht: die Legogiraffe (das jedoch schon vor meiner Berliner Zeit), das Brandenburger Tor, den Virtual Cache am Checkpoint Charlie… Diese Caches sind vielleicht Pflicht für einen Cacher, der Berlin mal kurz für einen Tag besucht, interessanter jedoch sind  andere Caches –  vor allem die, die einem die neue Stadt, in der man wohnt, von einer anderen Seite zeigen.

Als erste Überraschung muss ich dabei den Cache Ziegenhof erwähnen. Der Cache selbst ist nicht besonders, aber er führt einen zu einem Ziegenhof mitten in Berlin, zwischen den Wohnblöcken. Dort hätte man so etwas nie erwartet, aber das Hobby zeigt einem immer wieder schöne interessante Ecken.

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Gestern habe ich dann nun mein erstes Event in Berlin als Neuberlinerin besucht. Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, war gestern sogenannter „Leap Day“ und Groundspeak hat Souvenirs dafür vergeben, wer vom 27.-29.02.2016 einen Cache findet und am 29.02.2016 ein Event besucht (der Blog berichtete). Laut Project-GC waren es in Berlin 17 Events, Xylanthrop listet sogar 24 Events in und um Berlin auf. Für mich war ein Event ausreichend und ich habe mich für Leap Day 2016 Berlin entschieden. Das Event von Geoernie, Quietscheentchen&Co und Geo-Link war gut organisiert und so konnte ich neben tollen speziellen Leap Day Geocoins auch den einen oder anderen Cacher in Augenschein nehmen und mir somit Anregungen für das Cachen in und um Berlin holen.

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So kam ich u.a. mit den Cachern Dantes_Berlin, Petra1705, MedLutz, IckeBerlin, Dam Nam und Linaer ins Gespräch. Ich habe wirklich viele Empfehlungen enthalten und möchte diese direkt an euch weiterleiten.

Auch wurden mir spezielle Owner empfohlen, von denen ich mir Caches anschauen sollte. Diese sind WolleD, KleinaGangsta und oparudi. Ich bedanke mich jedenfalls für die Empfehlungen und werde wohl den einen oder anderen Cache davon ansteuern.

Ich bedanke mich außerdem für das tolle Event. Ich fühlte mich sehr gut aufgenommen und es haben sich viele nette Gespräche entwickelt. Mir hat auch gefallen, wie bei dieser Masse an Menschen das Problem mit dem Bestellen in einem Restaurant gelöst wurde: Jeder Cacher bekam einen Namenssticker und eine Zahl dazu und die Kellner haben die Buchungen auf diese Zahl getätigt. So konnte eigentlich nichts schief gehen. Viele Cacher blieben jedoch nicht so lange, wie ich gedacht hätte, denn nicht wenige wollten am gestrigen Tag so viele Events wie möglich besuchen. Ein Team hatte sich 9 Events vorgenommen. Berlin ist natürlich viel zu groß, um alle 17 stattfindenen Events zu besuchen. Teilweise fanden diese auf parallel statt.

Ich freue mich über die schöne, bunte Cacherwelt von Berlin und ich werde schon bald wieder etwas aus der Hauptstadt berichten.

Leap Day 2016 – Eine Event-Schwemme

Alle vier Jahre ist es so weit: Schaltjahr. Das Besondere an dem Jahr ist ein zusätzlicher Tag, der 29. Februar. Viele Cacher schauen dabei auf ihre 366er Matrix und haben an dem Tag natürlich das Ziel, mit einem Fund oder dem Besuch eines Events, diese letzte Lücke zu füllen. Da die eigene Motivation, die Matrix zu füllen, womöglich nicht ausreicht, unterstützt auch Groundspeak an diesem Tag, und sogar das Wochenende davor, und verteilt wieder fleißig Souvenirs.  Man erhält ein Souvenir, wenn man am 29.02.2016 ein Event besucht. Ein weiteres Souvenir gibt es für das Finden eines Caches in der Zeit vom 27. – 29. Februar 2016. Man hat den Anschein, dass Groundspeak sich sehr stark um uns Cacher kümmert, damit auch ja niemand verpasst, am 29.02. einen Cache zu finden. Sonst muss man ja wieder vier Jahre warten.

Die Idee ist ja ganz nett, aber wie das mittlerweile ausufert, finde ich doch stark übertrieben. Vor vier Jahren noch gab es eben das eine Event in Dresden, wo sich dann die Cacher auch hinbewegt haben. Wenn ich jetzt so auf die Karte schaue, ist es dann doch etwas mehr.

Im Raum Dresden finden fünf Events zum Thema Schaltjahr statt:

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In ganz Sachsen gibt es sogar 21 Events an diesem Tag. Was mich da allerdings erstaunt: Wenn Groundspeak Souvenirs verteilt, werden natürlich sonstige Grundsätze über Bord geworfen. Es geht mir speziell um das Thema Event-Stacking. Ich zitiere da einmal Stash-Lab aus seinem Blog:

Event-Häufungen (Event-Stacking) – Ein Event pro Tag und Stadt (bzw. nähere Region) ist ausreichend. Wurde bereits ein Event veröffentlicht, dann wird am selben Tag kein weiteres Event im Umkreis  freigeschaltet. Es kann Ausnahmen geben, wenn die Events thematisch deutlich voneinander abgegrenzt sind, d.h. der Teilnehmerkreis jeweils andere Zielgruppen anspricht. Darüber wird allerdings von Fall zu Fall entschieden.

In Dresden hatten wir nun schon häufiger Situationen, dass Events nicht veröffentlicht wurden, weil an dem Tag schon ein anderes statt fand. Thematisch waren diese sogar völlig unterschiedlich. Bei den Leap Day-Events ist das eher das Gegenteil. Ein aktuelles Beispiel eines nicht zugelassenen Event-Listings ist das Event Geocacher’s Träume #17, welches sogar ein regelmäßig stattfindendes Event mit Stammtischcharakter ist. Dieses konnte nun nur auf opencaching.de veröffentlicht werden, da in Dresden an dem Tag bereits das Event Hans im Glück stattfindet.

Mir wäre es lieb, wenn Groundspeak und die Reviewer dort irgendwie einheitlich handeln könnten. Man kann nicht einerseits Events nicht veröffentlichen, weil an dem Tag schon ein anderes statt findet und andererseits fünf Events am selben Tag stattfinden lassen (in Berlin sind es sogar neun).