2018 – Auf ein Neues!

Am vergangenen Samstag fand bereits zum 5. Mal das Neujahrsevent des Seelower Cachers Compubaer statt. Unter normalen Umständen wäre ich auf dieses Event wohl nicht aufmerksam geworden, allerdings fragte mich Compubaer im November, ob ich auf diesem Event denn nicht als Überraschungsgast erscheinen möchte und dazu noch einen Vortrag halten möchte. Ich habe mich sehr über die Anfrage gefreut und somit habe ich mich darauf eingerichtet, Ende Januar nach Seelow zu fahren.

Für mich war dies der erste Vortrag als Geocaching-Bloggerin und ich hatte meine Freiheiten, was das Thema und die Länge des Vortrags betrifft. Ich beschloss, meinen Blog in wenigen Folien vorzustellen und anschließend über Geocaching in Lissabon und Umgebung zu berichten. Im Blog hatte ich dazu schon einmal einen kleinen Beitrag geschrieben, allerdings hatten wir damals sehr viele Fotos im Urlaub gemacht, sodass noch einiges aus diesem Thema herauszuholen war. Meinen Vortrag habe ich für Interessierte hochgeladen und er kann hier betrachtet werden:

http://kati1988.de/DieWeltvonKati1988_v2.pptx

Da es dieses Wochenende ein Souvenir für die Teilnahme eines Events aufgrund des Australia Days gab, hat sich auch Compubaer darauf eingerichtet und veranstaltete einen Kostümwettbewerb für mitgebrachte Signals (Geocaching-Maskottchen) zum Thema Australien. Neben mir waren noch mein Freund, die Jungs vom Podcast GeoGedöns und Markus Gründel mit Freundin anwesend. Da wir als hinreichend neutral galten, durften wir die Jury sein und den schönsten Frosch zum Thema Australien auswählen. Prämiert wurde ein Signal im Kängurukostüm. Einen weiteren Sonderpreis gab es für einen selbst gehäkelten Frosch.

Auswahl des schönsten Frosches

Alle Frösche

Der am besten zum Thema Australien passende Frosch

Sonderauszeichnung

Dann lieferte Compubaer vor rund 90 Gästen eine weitere Überraschung: eine eigene Geocoin für das Oderland. Das Gebiet wird südlich von Frankfurt/Oder begrenzt, beinhaltet also meine Heimat Eisenhüttenstadt leider nicht mehr. Dennoch ist es eine regionale Geocoin, die ich mit meiner Heimat verbinde und somit besorgte ich sie mir in allen drei Varianten: Bronze, Silber und Gold.

Bronze – Vorderseite

Bronze – Rückseite

Silber – Vorderseite

Silber – Rückseite

Gold – Vorderseite

Gold – Rückseite

Im Anschluss an das offizielle Programm hatte ich noch etwas Zeit und ließ mich vom Podcast GeoGedöns interviewen. Der Beitrag dazu wird sicherlich bald erscheinen.

Podcast mit dem GeoGedöns

Insgesamt war es ein wirklich super organisiertes Event vom Compubaer und seiner Familie. Er selbst hielt am Anfang eine kleine Rede, hatte Coins vorgestellt, ein Gewinnspiel wurde veranstaltet, es gab etwas zu essen und ich durfte einen Vortrag halten. Auch wenn es „nur“ 90 Teilnehmer waren, war dieses Event für mich einfach mega. Ich möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken und auch die anderen Gäste noch einmal lieb grüßen.

Geocachen in Lissabon und Umgebung

Der diesjährige Urlaub führte meinen Schatz plusLars und mich nach Lissabon. Gemeinsam verbrachten wir 8 Tage in der portugiesischen Hauptstadt und ich hatte mich ausreichend vorbereitet, damit beim Cachen auch nichts schief geht: Die portugiesische Karte wurde aufs Garmin gezogen, ich hatte ganz viele TBs eingepackt und die ECA durfte auch nicht fehlen. Trotzdem erreichte ich am Ende nur eine Fundrate von ca. 50%. Doch dazu später mehr…

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Vorab möchte ich erwähnen: Wenn ihr nach Lissabon fahrt, nehmt euch festes Schuhwerk mit. Die Stadt wird auch als „die Stadt der sieben Hügel“ bezeichnet und das merkt man auch. Egal, wo man sich in Lissabon fortbewegt, man muss extreme Steigungen überwinden. Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass das Gehwegpflaster sehr rutschig ist. Ich habe den Fehler gemacht und am ersten Tag des Aufenthalts Pumps angezogen. Das war eine schöne Rutschpartie. An diesem Tag hatte ich auch bereits meine ersten Versuche unternommen, einen Cache zu finden, aber ich sollte erfolglos bleiben, obwohl ich nur die aktiven Caches auf mein GPS-Gerät geladen habe. Viele Caches verzeichnen eine Reihe von DNFs und werden einfach nicht deaktiviert. So kam es in Lissabon wirklich mehrfach vor, dass ich umsonst Dosen angesteuert habe. Ich legte mich zu Bett und steckte alle Hoffnungen in den nächsten Tag…

Für den darauffolgenden Tag hatte ich mir einen der drei Virtuals in Lissabon ausgesucht: A great view of Lisbon [Lisboa]. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang, 3 Kilometer Luftlinie in eine Richtung, und wollten auch Caches finden, die sich auf dem Weg dorthin befinden. Zuerst hatten wir wieder ein paar Fehlversuche, doch dann hatte ich es geschafft: mein erster Cache in Portugal.

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Dieser konnte auch nur gefunden werden, weil das Versteck wirklich offensichtlich war. Die Koordinaten dazu lagen 30m im Off. Wenn das bei den anderen Caches auch so ist, brauche ich mich nicht über meine vielen DNFs wundern. Unser Spaziergang ging weiter und wir erreichten bald das Castelo de São Jorge. Um zu dem Standpunkt des Virtuals zu gelangen, muss man 8,50Eur Eintritt bezahlen. Dafür hat man aber wirklich einen herrlichen Blick auf Lissabon. Da muss jeder für sich entscheiden, ob es das Geld wert ist. Ich würde aber behaupten, dass die Besichtigung der Burganlage für einen Touristen in Lissabon Pflicht ist.

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Wie bereits oben erwähnt, hatte ich mehrere TBs mitgenommen, um diese in Lissabon abzusetzen. Die erste gefundene Dose hatte noch ausreichend Platz (siehe Foto), danach habe ich kaum noch Dosen gefunden, in die man TBs hätte hineinlegen können. Ich suchte also in meiner Datenbank nach Dosen der Größe „small“ und auch da fiel mir in den Spoilerbildern aus, dass es sich dabei meist um Petlinge handelt. Um wirklich eine Dose zu finden, wo TBs reinpassen, muss man in Lissabon schon nach „regular“ schauen. Ich hatte im weiteren Verlauf des Urlaubs einen Eventbesuch geplant, und somit war die TB-Sache kein allzu großes Problem.

Ein weiterer Virtual befindet sich in Lissabon auf dem ehemaligen Expo-Gelände der Expo 1998, dem Park der Nationen. Der Cache heißt Picture your Flag [Lisboa] und lieferte uns ein weiteres Ausflugsziel, denn direkt nebenan befindet sich das Oceanario (Eintritt: 17Eur), ein großes Aquarium für Salzwasserfische, in dem sich u.a. Haie, Rochen und Mondfische befinden.DSC08671

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Der Park der Nationen wirkt sehr konstruiert und passt nicht zu dem restlichen Bild der Stadt (siehe Foto darüber). In ihm befindet sich auch ein Kunstobjekt, das „Love Boat“ genannt wird. Darin wiederum ist ein Cache versteckt, jedoch steht davor ein Schild, das sagt, dass man das Wasserbecken aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht betreten solle. Wir haben auf den Cache verzichtet und nur ein Foto geschossen.

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Am darauffolgenden Tag hatten wir uns kein besonderes Ziel vorgenommen. Wir haben ein paar Dosen in der Stadt gesucht und besuchten am Abend das Event der lokalen Geocacher.

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Das Event unterschied sich nicht so sehr von unseren Events. Viele Geocacher kommen nur zum Loggen und Discovern und verschwinden dann wieder. Das alles findet nur mit etwas weniger Personen als in Deutschland statt. Die meisten sind nichtmal in das Lokal gegangen, in dem das Event stattfinden sollte. Alles spielte sich vor der Tür ab. Am Ende hatte es dann doch noch eine kleine Gruppe Geocacher in das Lokal geschafft und es waren noch zwei Portugiesen, zwei Briten und wie zwei Deutsche am Tisch sitzen. Es haben sich nette Gespräche ergeben und ich möchte an dieser Stelle herzlich grüßen. Das Event führte uns in eine Ecke, die nicht so stark von Touristen überlaufen ist. Wir hatten Kontakt zu Einheimischen und die Getränkepreise waren günstiger.

Die weiteren Tage hatten wir uns vorgenommen, die Umgebung von Lissabon zu besichtigen. Dazu sei gesagt, dass alles sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Es ist außerdem sehr preiswert. In Lissabon selbst würde ich auch schon freiwillig auf ein Auto verzichten, da die Straßen extrem eng und steil sind. Zu Fuß ist man häufig schneller.

Zunächst haben wir das Weltkulturerbe Sintra besucht. Sintra ist bekannt für seine antiken Paläste und Burgen. Wir haben uns das Castelo dos Mouros angesehen. Davor liegt einer der ältesten Caches Portugals: Castelo dos Mouros. Dafür muss man den Weg sehr weit verlassen und seine Kletterkünste unter Beweis stellen. Da 7m Luftlinie bei extremen Anstiegen sehr viel sein können, bin ich beim ersten Versuch wohl nicht weit genug gegangen. Wir haben uns erst einmal die Burgruine angesehen und danach startete ich mit plusLars einen weiteren Versuch. Er ist der Kletterkünstler und hat den Cache dann gefunden.

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Ein weiteres Ausflugsziel außerhalb von Lissabon aus ist die Stadt Cascais. Lissabon selbst liegt am Fluss Tajo. In Cascais hingegen ist man bereits direkt am Atlantik. Dort kann man sich kostenlos Fahrräder ausleihen, wenn sie denn verfügbar sind. Wir haben leider keine mehr erhalten und haben somit die Küste etwas zu Fuß erkundet.

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Im Anschluss daran setzten wir uns in den Bus, um den westlichsten Punkt Kontinentaleuropas zu erreichen: Cabo da Roca. Der Bus fährt von Cascais über Cabo da Roca nach Sintra. Man hätte also auch von Sintra aus diesen Punkt ansteuern können. Als Person, die viel mit Koordinaten zu tun hat, war es natürlich eine Pflicht, diesen Ort zu besuchen. Dort war es sehr windig und man hatte wirklich schöne Aussichten auf den Atlantik.

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An dem Ort nimmt das Geocaching wieder einen ganz anderen Charakter als in der Stadt an. Nur ein bisschen abseits und schon ist man wieder ganz allein ohne Touristen.

Wenn man doch noch schöne Caches in der Stadt Lissabon finden möchte, so empfehle ich die Caches vom Owner betopinho. Dieser hat eindeutig seine handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt und es erwarten einen ausgefallene Verstecke.

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In Lissabon gibt es neben den zwei bereits erwähnten noch einen dritten Virtual. Dieser liegt in der Nähe des Flughafens, jedoch genau auf der anderen Seite des Ein-/Ausgangs. Auf diesen Cache habe ich verzichtet, da er wirklich etwas abseits liegt und sich auch nichts Sehenswertes in der Nähe befindet (außer vielleicht Flugzeuge).

Wir hatten eine nette Woche in Lissabon und ich habe mal wieder festgestellt, dass Geocaching in einer Stadt doch etwas anderes ist, als wenn man dies mit einer Wanderung irgendwo in einer schönen Landschaft verbindet. Teilweise war das Cachen in Lissabon sehr deprimierend, da man den Cache entweder nicht findet oder er nicht gewartet wird.