Lost in MV – 4 EVER: Zurück in Pütnitz – Zwischen Nostalgie und Camping-Abenteuer

Am vergangenen Wochenende waren wir mit der gesamten Familie auf dem Mega-Event Lost in MV – 4 EVER. Dies war eines der wenigen Events, das ich wirklich geplant angegangen war. Denn einfach nur mal eben das Event besuchen, wie es bei anderen Megas üblich ist, ist hier nicht drin. Das Erlebnis „Lost in MV“ umfasst viel mehr: Camping das ganze Wochenende. Und das so richtig lost… ohne Duschen, ohne Strom und ohne Handyempfang. Da ist natürlich etwas Vorbereitung im Vorfeld nötig. Unsere Große wollte unbedingt einmal campen gehen und wir hatten uns dieses Event zum Anlass genommen, uns ein Familienzelt zu besorgen und es direkt auszuprobieren.

Ein Blick zurück

Neben „einfach nur campen“ hatte „Lost in MV“ für mich aber auch noch eine andere Bedeutung. Das erste Event dieser Serie im Jahr 2011 war damals mein allererstes Mega-Event überhaupt. Leider gibt es dazu keinen Blogbeitrag, da ich erst ein Jahr später mit diesem Blog gestartet bin. Wer damals schon dabei war, erinnert sich sicherlich: Regen, Regen, Regen. Ohne Gummistiefel ging gar nichts. Und auch die Dosenfischer waren damals aufgetreten, von denen ich direkt Fan wurde. Ich habe später sogar selbst einmal Lieder von ihnen auf einem Event gecovert. Es war also ein prägendes Ereignis für mein zukünftiges Cacherin-Leben.

Damals (2011) waren Gummistiefel wichtig. (Oder eben barfuß.)
Der Brückenbauer war schon 2011 im Einsatz.

„Lost in MV – 4 EVER“ war nun das bereits vierte Event dieser Serie und ich muss selbst zugeben, dass ich gar nicht weiß, warum ich bei Teil 2 und Teil 3 nicht dabei war. Vielleicht kamen diese in einer Zeit heraus, in der es so viele andere Megas gab, die auch alle interessant klangen, und ich entschied mich damals lieber für Events, die ich noch nicht erlebt hatte.

Dieses Mal war es anders. Ich hatte mich direkt darauf gefreut, das wiederzusehen, was ich bereits kannte. Aber auch unabhängig von meinen persönlichen Erinnerungen ist das Event sehr nostalgisch. Lost in MV findet nämlich auf einem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz in Pütnitz statt.

Die Anreise: Geduldsprobe und erste Erinnerungen

Als wir am Freitag ankamen, packte mich bereits die Sentimentalität, als wir am ehemaligen Pförtnerhäuschen vorbeifuhren. Ich erinnere mich noch gut an die Rückfahrt aus dem Jahre 2011, als hier alles unter Wasser stand, wie man auch in diesem Video ab Minute 2:47 sehen kann: https://www.youtube.com/watch?v=ill1D1n3P-s.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war die lange Wartezeit am Einlass. Ca. zwei Kilometer vor dem Ziel stand alles still. Gemeinsam mit den anderen Gästen warteten wir etwa anderthalb Stunden, bis wir endlich zur Anmeldung konnten. Mein Mann war zwischendurch mit den beiden Mädels ausgestiegen und zu Fuß zum Einlass gegangen, damit die beiden schon mal aufs Eventgelände konnten und nicht sinnlos im heißen Auto sitzen mussten. (Erklärt das Stau-Warten mal einem 21 Monate alten Kind.)

Der Stau am Einlass.

Ich fand das lange Warten aber gar nicht so schlimm, ich hatte es ja nicht eilig. Ich habe mir dieses Wochenende extra ausgesucht, um mal ein bisschen runterzukommen und eben nicht von Termin zu Termin zu hetzen. Als ich dann auf dem Gelände ankam, konnte der Aufbau des Zelts endlich losgehen.

Unser Quartier im „Family Camp“

Hier kommt neben der langen Wartezeit am Einlass (die ich wie gesagt nicht tragisch fand) der nächste kleine Kritikpunkt: Wir hatten unseren Zeltplatz im „Family Camp“ gebucht. Bei der Buchung wurde dort Ruhe ab 22 Uhr versprochen. Nur irgendwie befand sich das Family Camp direkt hinter der Hauptbühne. Da war am Freitag erst nach 23 Uhr Ruhe und am Samstag sogar erst um 01:00 Uhr in der Nacht (was ja dann schon Sonntag war).

Wir selbst hatten damit kein Problem, unsere Kinder konnten trotz des Lärms weiterschlafen. Ich habe aber von anderen Familien gehört, dass dies etwas ungünstig war, vor allem für die ganz Kleinen. Wir haben es positiv gesehen: So hatten wir super kurze Wege zum Eventgelände!

Unser Zelt.

Action auf dem Gelände: Panzer, Feuerwehr und ein alter Ikarus-Bus

Ansonsten wurde ich absolut nicht enttäuscht von dem, was ich von Lost in MV erwartet habe. Zur Begrüßung gab es eine kleine Fahrzeugvorführung: Ein Brückenbaupanzer legte eine Brücke aus (wie schon 2011) und zwei weitere Panzer fuhren über das Offroad-Gelände. Auch der Schwimmpanzer war seit Freitag aktiv. Ich bin selbst zwar nicht mitgefahren, aber viele andere Cacherinnen und Cacher haben die Gelegenheit genutzt.

Begrüßung durch die Orga am Freitag
Brücke bauen 2026

Am Freitag fand auch im Vorfeld bereits ein Event statt, bei dem es darum ging, mit Booten auf dem Wasser die Buchstaben „LOST“ zu bilden. Wir hatten extra unser Boot mitgebracht, aber leider ist es beim Aufblasen kaputt gegangen. Acht Jahre lang hat es uns gute Dienste erwiesen, nun war seine Zeit wohl gekommen. Mein Mann und die Große haben sich dann spontan in Badekleidung geworfen, um trotzdem möglichst nah dabei zu sein.

Das Vorevent „Lost on the water“

Für eine Rundfahrt über das Gelände konnte man eine Tour mit einem alten Feuerwehrauto buchen (5 Euro pro Person). Ich selbst habe die Fahrt ausgelassen, aber nach vielen Empfehlungen haben mein Mann und die Große die Gelegenheit genutzt. Auch diese empfanden diese als lohnenswert.

Mit diesen Feuerwehrautos konnte man eine Tour über das Gelände buchen.

Mit einem alten Fahrzeug konnte ich trotzdem noch fahren: Um zum Maze-Event zu gelangen, das etwas abseits des Haupteventgeländes lag, musste den Shuttlebus nutzen, ein Ikarus. Das Ganze war zwar nicht ganz barrierefrei, aber den Kinderwagen konnten wir schon irgendwie hineinhieven.

Der Shuttle-Bus zum Maze-Event

Das Maze wurde von einer Gruppe schwedischer Geocacher organisiert. Für Statistik-Fans natürlich super, da es ein ganz eigenes Event-Symbol dafür gibt. Im Grunde ist das Ganze wie eine interaktive Geocaching-Ausstellung aufgezogen: Man erfährt jede Menge über die verschiedenen Cachetypen und kann vor Ort direkt Equipment ausprobieren. So lagen zum Beispiel UV-Lampen und Angel-Stationen zum Testen bereit. Aber nicht nur für die Großen war was dabei, unsere Kleine hatte besonders viel Freude bei den Travelbug-Kuscheltieren!

Das Maze-Event fand in einem der alten „Shelter“ statt.
Travelbug-Kuscheltiere, die Teil einer Adventure-Lab-Runde waren.

Lost bei den Labs und sonstige Aktivitäten

Insgesamt gab es wirklich unglaublich viele Programmpunkte. Da wären natürlich die vielen Adventure-Lab-Runden. Ich muss zugeben, dass mir das irgendwann alles zu viel wurde und ich diesbezüglich selbst etwas „lost“ war. Ich glaube, ich habe nur drei oder vier Runden abgeschlossen und komplett die Übersicht verloren, wie viele es insgesamt gab. Da auch noch mobile Adventure-Labs von den Shops vor Ort hinzukamen, machte es das Ganze nicht leichter. So war mir nicht immer klar, was jetzt eine Lab-Runde extra für das Event war und was nicht.

Neben den Labs wurden diverse Workshops und Führungen angeboten. So besuchte ich mit der Großen am Freitagabend die Führung „Nachts im Museum“. Da Halle 3 direkt neben der Bühne lag, hat man durch die Lautstärke leider nicht allzu viel verstanden. Aber wir durften immerhin den Hubschrauber in Halle 3 betreten, der sogar einmal seine Propeller anwarf.

Der Hubschrauber in Halle 3, den man im Rahmen einer Führung auch besuchen konnte.

Am Samstagvormittag gab es einen Tauschtreff. Dabei habe ich gemerkt, dass ich schon lange nicht mehr auf einem Mega-Event war. Das erhoffte Tauschen von Woodcoins war eher sparsam; viel mehr im Trend sind jetzt Puzzle-Stücke und Pins (wobei es letztere ja schon länger gibt). Schade, dass Trends immer so schnell kommen und gehen.

Beim Tauschtreff.
Puzzle-Teile zum Tauschen.

Ein Highlight für mich: Samstagnachmittag haben sich die anwesenden Podcaster und Blogger auf der Bühne getroffen und vorgestellt. Ich durfte auch dabei sein. Vielen Dank an dieser Stelle an die , die das initiiert hat!

Mit ein paar Podcastern vor der Bühne.

Livemusik und fesselnde Abendshows

Sowohl Freitag- als auch Samstagabend gab es richtig gute Livemusik. Am Freitag spielten Rattle on the Rocks. Im Anschluss gab es eine echt coole Lasershow. Ich war da gerade parallel bei der Museumsführung, habe diese dann aber vorzeitig verlassen, um noch etwas von der Lasershow mitzubekommen.

Am Samstagabend spielten Rostrock. Die Band machte richtig gute Stimmung und spielte, sehr passend zur Location und Thematik, Ostrock (und kommen aus Rostock!). Im Anschluss daran folgte eine Lichtshow, performt von zwei Männern. Diese hielten jeweils zwei Leuchtstäbe mit sich verändernden Farb-LEDs in der Hand und lieferten eine tolle Performance ab. Wenn sie die Stäbe schnell drehten, entstand durch den Effekt ein Bild im freien Raum. Besonders schön war es, dass sie die Dinge, die sie zeigten, auch auf das Event angepasst haben. So konnte man u.a. Signal, den Frosch, bei ihrer Show entdecken. Zwischendurch machte DJ Chris Pam immer wieder gute Stimmung mit viel Bass.

Die Orga und ihre Helferinnen und Helfer bei der Abschlussveranstaltung.

Ein ruhiger Ausklang und mein Fazit

Der Sonntag war dann ein eher ruhiger Tag. Die Frühstückshalle war, wie auch schon am Samstag, sehr gut besucht. Unsere Große besuchte noch den „Erste-Hilfe-Kurs“ für Kinder. Erst da habe ich gemerkt, dass ich das Kinderprogramm generell wohl etwas verpasst hatte. Dort gab es nämlich echt viele Aktivitäten, man konnte zum Beispiel gemeinsam Feuer machen oder kochen. Den Coin-Workshop hatten wir bereits am Freitag besucht, aber man hätte auch noch Bernstein-Workshops besuchen und Steinbilder erstellen können.

Frühstück in der Halle

Wie ihr merkt: Es war irgendwie immer irgendwo was los! Wenn man sich alles vorgenommen hätte, hätte man es zeitlich wohl gar nicht geschafft. Ich habe mich einfach treiben lassen und geschaut, was auf mich zukommt. Für den Rest der Familie war das genau richtig so. Den Kindern wurde nie langweilig, auch wenn sie nicht durchgehend das Kinderprogramm besucht haben.

Ihr wisst, dass ich auf Events gerne auch mal kritisiere, aber dieses Wochenende war ich rundum zufrieden. Die Organisation war mega, die Bands und die Bühnenshows absolut professionell, und auch die Bühnentechnik hatte ordentlich Wumms in der Anlage. Man könnte die lange Wartezeit am Einlass zwar als Minuspunkt betrachten, aber das ist bei mir einfach nicht negativ hängen geblieben.

In Erinnerung bleibt mir ein rundum gelungenes Event, bei dem nie Langeweile aufkam. Ich hätte locker noch einen Tag mehr auf dem Gelände verbringen können, um alles in Ruhe auszukundschaften und alle Adventure-Labs sowie Cacherunden abzuschließen. Vielen Dank für die tolle Organisation!

Kleiner Transparenz-Hinweis: Dieser Text wurde von mir selbst verfasst und spiegelt meine persönlichen Erlebnisse wider. Ich habe lediglich eine KI zur Unterstützung genutzt, um meine Gedanken zu strukturieren, Zwischenüberschriften einzufügen und Tippfehler zu korrigieren. Der Inhalt und mein Schreibstil sind und bleiben zu 100 % kati1988.

 

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