Geocaching in Glasgow und Umgebung

Im Februar haben mein Freund und ich eine Reise nach Schottland unternommen. Wir waren dabei fünf Tage in Schottlands größter Stadt Glasgow und zwei weitere Tage an der Westküste in Gourock. Für uns beide war dies die erste Reise nach Schottland und wir freuten uns schon auf die neuen Erfahrungen, die wir auf dieser Reise machen werden. So bezahlt man in Schottland immer noch mit dem Pfund und es herrscht Linksverkehr. Auch der schottische Dialekt ist etwas schwieriger zu verstehen als das typische „British English“. Was das Wetter betrifft, so ist es in Schottland zu jeder Jahreszeit sehr wechselhaft. Mit Regen kann man immer rechnen. Da macht es kaum einen Unterschied, ob man im Februar oder im Juli fährt, nur die Temperaturen sind etwas anders. Durch das Seeklima ist es aber auch im Februar in Glasgow und der Umgebung relativ mild.

Wir starteten von Berlin-Schönefeld und sind mit Ryanair direkt nach Glasgow geflogen. Wir haben für den Flug pro Person ca. 40 Euro (hin und zurück) gezahlt. Vom Flughafen Glasgow aus fährt ein Flughafen-Shuttle direkt in das Zentrum von Glasgow und wir haben uns auch für den Rest der Reise gegen ein Mietauto entschieden, da dies in einer Großstadt nicht lohnt und wir uns für zwei Tage außerhalb nicht an den Linksverkehr gewöhnen wollten.

Da es zu unserem Reiseplan am besten passte, haben wir gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft Schottlands Hauptstadt Edinburgh besucht. Edinburgh ist nur ca. anderthalb Stunden von Glasgow entfernt und vom Busbahnhof in Glasgow fährt alle fünfzehn Minuten ein Bus. Wer noch nie in Edinburgh war und noch nach einem tollen Ort für eine Challenge „möglichst viele Cachetypen an einem Tag“ sucht, der ist wohl in Edinburgh genau richtig aufgehoben. Denn Edinburgh besitzt noch einen Virtual Cache und einen Webcam Cache, welche im Rahmen unseres Edinburgh-Besuchs natürlich besucht wurden. Wir haben natürlich das „Must-See“ von Edinburgh besucht, das Edinburgh Castle. Der passende Traditional liegt leider nicht direkt am Castle oder im Gelände. Man müsste einen längeren Umweg machen, um den Tradi zum Castle zu suchen. Darauf haben wir verzichtet. Stattdessen haben wir einen Multi gemacht, der kurz vor dem Castle startet: Edinburgh’s Royal Mile. Dieser führt durch die wunderschönen kleinen Gässchen im Castle-Viertel. Aber das Final ist typisch für die weiteren Finals, die ich in Glasgow und Edinburgh gefunden habe: ein Nano. Was in Deutschland Fotodosen sind, sind in Schottlands Städten anscheinend Nanos. Immerhin sind diese dort alle richtigerweise als Micro gelistet.

Edinburgh kann sehr gut zu Fuß erkundet werden und so liefen wir vom Castle aus über den Webcam-Cache zum Virtual-Cache im Royal Botanic Garden Edinburgh. Der Virtual Cache David Bellamy’s World ist quasi ein längerer Multicache und zeigt dem Cacher schöne Pflanzen im botanischen Garten. Der Eintritt dafür ist kostenlos und wir konnten neben Pflanzen auch süße Tiere entdecken, wie z.B. Eichhörnchen.

Eichhörnchen im Royal Botanic Garden Edinburgh

Rock Garden

Beim Lösen des Virtual Caches

Die darauffolgenden Tage haben wir in Glasgow verbracht. Wie oben bereits angekündigt, ist das Wetter sehr unbeständig in Schottland und so hatte es gelegentlich geregnet. In Glasgow sind die staatlichen Museen kostenlos und so entschlossen wir uns, einige von diesen zu besuchen. Caches, die auf unserer Wegstrecke lagen, wurden mit angepeilt, aber es wurden keine speziellen herausgesucht. Auch hier habe ich wieder bemerkt: Überall Nano-Behälter. Dabei sind mir zwei Serien in Glasgow aufgefallen: Clockwork Orange mit einem Bonus-Multi und Glesga A-Z, welche jedoch nicht zu tollen Sehenswürdigkeiten führt, sondern irgendwelche Sachen im Titel haben, die gerade so ins Alphabet gepasst haben.

Kelvingrove Art Gallery and Museum

Riverside Museum

Einen Multi, der auch keinen Nano-Behälter als Final hat, aber trotzdem nur Micro ist (obwohl als other gelistet), kann ich euch aber empfehlen: The Dear Green Place. Dieser Multi führt durch „Glasgow Green“, was quasi für Glasgow wie der Tiergarten für Berlin ist. Neben einem Obelisken und einem großen Torbogen entdeckt man dabei auch den größten Terracottabrunnen der Welt, welcher mit sehr vielen Details ausgeschmückt wurde.

The Doulton Fountain

Ein weiterer besonderer Ort in Glasgow ist die Necropolis, ein Friedhof auf einem Hügel, von dem aus man die ganze Stadt sehen kann. Die Grabsteine sind auf sehr interessante Art und Weise angeordnet und wirken eine große Anziehung auf Fotografen aus. Hier gibt es einen passenden Earthcache.

Necropolis

Außerdem haben wir uns in Glasgow die „Glasgow University“ (eine von drei Universitäten in Glasgow), den George Square und andere typische Sehenswürdigkeiten angesehen, wie z.B. die Statue mit Verkehrshut auf dem Kopf.

Equestrian statue of the Duke of Wellington

Dieser ist nicht nur temporär auf dieser Statue angebracht und die Statue ist mittlerweile sogar ein bekanntes Postkartenmotiv. An oben abgebildeter Statue ist ein Challenge-Cache versteckt.

In Glasgow haben wir den ÖPNV benutzt und dabei eine nicht-touristenfreundliche Erfahrung gesammelt: Es gibt verschiedene Busunternehmen, mindestens drei verschiedene. Man sollte sich also vorher überlegen, ob man eine Tageskarte kauft, denn man kann nicht überall wieder einsteigen, um mit dem Unternehmen, von dem man eine Tageskarte hat, wieder weiterzufahren. Auch die Subway (eine einzige Ring-Linie) in Glasgow ist ein eigenes Unternehmen.

Wenn man an Schottland denkt, kommt vielleicht auch der Gedanke an den Scotch Whisky. Einerseits haben wir in Edinburgh die Scotch Whisky Experience besucht, ein interaktives Whisky-Museum mit der weltgrößten Scotch-Sammlung der Welt, andererseits haben wir eine organisierte Tour in die schottischen Highlands mitgemacht und dabei die Destillerie Glengoyne besucht. Diese Tour führte uns auch an Loch Lomond vorbei und so war es eine Herausforderung, während einer geplanten Tour so viele Caches wie möglich zu finden. Außerdem hat es zu diesem Zeitpunkt wieder sehr stark geregnet und es war eine abenteuerliche Cachesuche, aber mit Erfolg. Diesmal gab es auch eine größere Dose.

Cache in der Nähe von Loch Lomond

Die letzten beiden Tage unserer Reise führten uns in das Örtchen Gourock. Dort gibt es eine kleine Burg, in die sich zwei Parteien einmieten können. Es war mein persönlicher Wunsch, in Schottland in einer Burg zu übernachten und Castle Levan war wirklich sehr romantisch. Wir waren wohl die ersten Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist sind und dort merkten wir auch, dass wir nicht mehr in der Großstadt sind: das nächste Restaurant war zehn Fahrminuten entfernt. (Sehr praktisch, wenn man zu Fuß unterwegs ist.) Den einzigen vollen Tag, den wir in Gourock verbracht haben (die anderen Tage waren An- und Abreise) haben wir also für eine Wanderung entlang des Firth of Clyde („Fjord des Clydes“) genutzt, um sowohl ganz viele Caches, als auch ein Restaurant mit etwas Essbarem zu finden. An diesem Tag hatten wir endlich mal richtig viel Glück mit dem Wetter und an der Westküste war es wirklich herrlich. Wir konnten Schafe, Wildgänse und Meeresvögel sehen. Auch schottische Lost Places (alte Burgen) wurden auf dem Weg entdeckt. Durch den vielen Regen der vergangenen Tage war das Gelände jedoch sehr matschig und ich war froh, dass ich meine Wanderschuhe mithatte. Dies ist in dieser Gegend unbedingt zu empfehlen, wenn nicht sogar Gummistiefel.

Aussicht auf den Firth of Clyde

Austernfischer

Die reinste Rutschpartie war der Weg zu dem Cache Aurther’s Crown, aber in der Nähe entdeckt man auch die Ruinen von Ardgowan Castle, was diesen Weg auf jeden Fall lohnenswert macht.

Ardgowan Castle

Cachen in matschigem Gelände

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich für die Caches in der Umgebung von Gourock allerdings: sie sind alle nochmal in Tüten eingepackt. Dadurch werden die Caches sehr siffig und in matschigem Gelände macht es das nicht gerade besser.

Der Schottlandurlaub hat uns sehr viel Spaß gemacht. Man konnte überall Geocaches finden und somit die Umgebung erkunden, aber auch Menschen mit anderen Hobbys kommen auf ihren Geschmack: es gibt einige Whisky-Destillerien, die man besuchen kann und der Golfsport ist dort sehr populär. Auch kann man sich mit Einheimischen immer gut über Fußball unterhalten.

Wir werden bestimmt irgendwann noch einmal Schottland besuchen, werden dann aber wahrscheinlich Abstand von den Großstädten nehmen und die schottischen Highlands noch tiefer ergründen. Dann sehen wir vielleicht noch mehr von den Hochlandrindern und den herrlichen schottischen Landschaften.

Reisebericht: Cachen am Gardasee

Vor zwei Wochen war ich mit meiner Freundin Sarah am Gardasee. Wir hatten für 6 Nächte ein Hotel in Torbole gebucht, also im Norden des Gardasees. Ich hatte mir vorher keine speziellen Caches rausgesucht, sondern wollte mich einfach überraschen lassen, was mich in dieser Gegend so erwartet.

Mit den Füßen im Gardasee

Mit den Füßen im Gardasee

Am ersten Tag des Urlaubs sind wir also einfach mal losgelaufen und ließen uns von den Caches führen. Am Ufer liefen wir Richtung Westen zum Ort Riva del Garda. Es fiel dort bereits auf, dass es am Gardasee sehr viele Traditional Caches gibt, teilweise gehören diese sogar zu einer Cacheserie rund um den Gardasee. Andere Cachetypen findet man eher selten. Die Dosen sind dabei nichts Besonderes. Meist eine Filmdose oder ein Petling mit einem nicht gewarteten Logbuch. Im Urlaub kann ich darüber aber besser hinwegsehen, denn da dient das Geocaching eher dazu, die Umgebung zu erkunden und neue Orte zu entdecken.

Von Riva del Garda aus starten mehrere Fähren (von Torbole aus wäre auch schon eine gestartet). Es reicht dabei völlig aus, eine normale Fähre vom Linienverkehr zu nutzen. Damit kommt man genauso von A nach B und sieht auch dasselbe. Wir haben uns dazu entschlossen, mit der Fähre die bekannten Orte Limone und Malcesine anzufahren.

Riva del Garda

Riva del Garda

Limone

Limone

Malcesine

Malcesine

Generell gibt es in den Orten nicht viele Caches. Limone hat zwei Traditional Caches, welche wir auch gemacht haben. Einer davon war ein von Urlaubern platzierter Cache, der in einem miserablen Zustand ist. Die Plastedose ist leider kaputt. In Malcesine befinden sich zwei Caches direkt an der Burg. Ein Traditional und ein Earthcache. Wir haben uns dabei nur für den ersten entschieden, da der angegebene Wegpunkt im Earthcache nicht so leicht zu erreichen schien.

Geocaching in Malcesine

Geocaching in Malcesine

Obwohl es nicht so viele Caches in den Orten Riva, Limone und Malcesine gibt, ist trotzdem etwas für die Statistikfreunde dabei: Mit diesem kleinen Fährenausflug haben wir in drei Bundesländern Italiens Caches gefunden.

Am nächsten Tag haben wir mit dem Auto einen Tagesausflug nach Verona unternommen. Die Stadt wimmelt nur so vor Touristen und ich war froh, dass uns der ein oder andere Cache doch mal in eine ruhige Seitengasse geführt hat. Es gibt mehrere Multis, die sicherlich gute Stadtführungen bieten, allerdings dauern diese auch immer so drei Stunden. Daher haben wir uns dagegen entschieden und uns einen Cache der selteneren Art ausgesucht: einen Wherigo. Der Cache La fuga di Dante/Dante’s escape from hell führt ebenfalls an interessanten Sehenswürdigkeiten vorbei, wozu auch der berühmte Balkon von Julia (aus Shakespeares Romeo und Julia) zählt. Dieser Ort ist meines Erachtens völlig überbewertet. Ganz viele Touristen quetschen sich in einen kleinen Innenhof, um einen noch kleineren Balkon zu sehen. Dabei habe ich gelesen, dass zu der Zeit, als Shakespeare das Stück geschrieben hat, gar kein Balkon vorhanden war. Wir folgten jedenfalls weiter den Spuren von Dante und konnten die Dose leider nicht finden. Der Cache ist nun auch deaktiviert. Wir haben aber trotzdem Spaß bei dieser anderen Art der Stadtführung gehabt.

Vor der Arena in Verona

Vor der Arena in Verona

Auch ein weiterer Cache, den wir nicht finden konnten, führte uns an einen schönen Ort: Re Teodorico. Von hier aus hat man wirklich einen fabelhaften Blick über Verona und die vielen Touristen bleiben entfernt. Vielleicht auch, weil man erstmal ein paar Stufen überwinden muss, um dort hinzukommen.

Verona

Verona

Die darauffolgenden Tage haben wir uns wieder die Umgebung rund um Torbole genauer angeschaut. Bis jetzt hatten wir viele Mikro-Caches gefunden. Dabei hatte ich extra viele TBs aus Deutschland mitgenommen. Eines unserer Ziele war daher das TB-Hotel Travelbug & Geocoin Hotel – Surfer’s Paradise auf dem Monte Brione. Auf dem Weg dorthin kommt man auch am Forte Garda vorbei, einer alten Bunkeranlage auf dem Berg. Darüber hat Saarfuchs bereits in seinem Blog berichtet. Wir standen aber leider vor einer verschlossenen Tür und konnten das Objekt nicht von innen besichtigen. Interessant war es aber trotzdem.

Forte Garda

Forte Garda

Um diesen Cache zu erreichen, mussten wir ein paar Höhenmeter überwinden. So war es auch bei den Caches an den darauffolgenden Tagen. Unser nächstes Ziel war dabei die Stadt Arco. Diese Stadt ist ein wahres Paradies für Kletterfreunde. In der Alstadt befindet sich ein Outdoorgeschäft neben dem nächsten und in den nahegelegenen Bergen wurden Klettersteige errichtet. So entdeckt man auf der Geocaching-Karte auch ein paar T5er, das Klettern überließen wir jedoch anderen Cachern. Arco besitzt zum Glück auch eine tolle Burg und natürlich liegt dort auch ein Cache. Hier hatten wir wieder einen fabelhaften Blick.

Arco

Arco

Generell gibt es in der Umgebung viele Burgen. Auch auf unserer letzten Tour nach Nago (zu Fuß), kamen wir an einer alten Burg vorbei. Dazu gibt es passenderweise den Cache Castel Penede-C&C. Der Weg dorthin ist einfach traumhaft. Zwar ist der Anstieg etwas anstrengend, aber man ist teilweise noch schneller als die dort fahrenden Mountainbiker und man kommt an vielen schönen Weinfeldern vorbei.

Beim Cachen zwischen Torbole und Nago

Beim Cachen zwischen Torbole und Nago

Wein bei Nago

Wein bei Nago

Fazit: Die Caches am Gardasee sind qualitativ alle nicht überwältigend. Die Landschaft und die Architektur hingegen sind einfach fabelhaft und das Geocaching schafft es, zu diesen schönen Orten zu führen. Für einen reinen Geocachingurlaub würde ich den Gardasee nicht empfehlen. Ein zweites Hobby wäre da noch hilfreich. So kann man z.B. windsurfen, stand-up-paddeln, klettern, mountainbiken, wandern oder einfach mal entspannend am See liegen und sich bräunen (das haben wir auch mal gemacht).

Navigon-App jetzt für Android-User gratis

Als Android-Nutzer und Amazon-Kunde kann man jetzt ein richtiges Schnäppchen machen. Dafür braucht man die sogenannte Amazon-Underground-App, siehe hier*:

Diese ersetzt die gewöhnliche App zum Amazon-Shopping. Hat man diese heruntergeladen und besitzt kein gerootetes Handy, so kann man nun auf Underground-Apps zugreifen und dort Apps gratis herunterladen.

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Für unbestimmte Zeit gibt es dort gerade die Navigon-App zum Herunterladen.

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Diese ist eine Navigations-App von Garmin, die mit Offline-Karten arbeitet, also nicht das mobile Netz unterwegs zur Navigation nutzt, es sei denn, man möchte aktuelle Stau- und Blitzerinformationen erhalten. Den Link zu dieser App erhaltet ihr auch hier*:

Nicht nur die App ist dabei gratis, sondern auch alle In-App-Käufe (insgesamt wohl ein Wert von 140EUR).

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Besonders interessant für Geocacher ist auch die Möglichkeit, Koordinaten zur Navigation einzugeben, leider nicht im Standard-Format wie es Groundspeak nutzt, sondern im Format Grad, Minuten, Sekunden bzw. Dezimalgrad.

Wer also viel mit dem Auto unterwegs ist und schon lange davon genervt ist, dass die Google-Navigation so viel Traffic zieht, dem sei das Herunterladen dieser App empfohlen.

Edit: Es sei erwähnt, dass die Amazon-App sehr viele Berechtigungen verlangt. Das ist wohl der Minuspunkt dieser Gratissache. Man muss sich quasi nackig machen. Personen, denen Datenschutz wichtig ist, rate ich vom Herunterladen der Amazon-App ab.

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Hallo Berlin!

Nun ist es so weit: Ich bin in Berlin, und irgendwie weiß ich gar nicht so recht, wie ich diesen Beitrag anfangen soll. Es sind einfach zu viele Gedanken in meinem Kopf. Es ist einfach so viel neu: die Stadt, die Leute, die Arbeit. Was jedoch besonders interessant für die Leser dieses Blogs ist: auch die Caches sind für mich neu. Natürlich habe ich schon ein bisschen die klassischen Touristencaches gesucht: die Legogiraffe (das jedoch schon vor meiner Berliner Zeit), das Brandenburger Tor, den Virtual Cache am Checkpoint Charlie… Diese Caches sind vielleicht Pflicht für einen Cacher, der Berlin mal kurz für einen Tag besucht, interessanter jedoch sind  andere Caches –  vor allem die, die einem die neue Stadt, in der man wohnt, von einer anderen Seite zeigen.

Als erste Überraschung muss ich dabei den Cache Ziegenhof erwähnen. Der Cache selbst ist nicht besonders, aber er führt einen zu einem Ziegenhof mitten in Berlin, zwischen den Wohnblöcken. Dort hätte man so etwas nie erwartet, aber das Hobby zeigt einem immer wieder schöne interessante Ecken.

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Gestern habe ich dann nun mein erstes Event in Berlin als Neuberlinerin besucht. Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, war gestern sogenannter „Leap Day“ und Groundspeak hat Souvenirs dafür vergeben, wer vom 27.-29.02.2016 einen Cache findet und am 29.02.2016 ein Event besucht (der Blog berichtete). Laut Project-GC waren es in Berlin 17 Events, Xylanthrop listet sogar 24 Events in und um Berlin auf. Für mich war ein Event ausreichend und ich habe mich für Leap Day 2016 Berlin entschieden. Das Event von Geoernie, Quietscheentchen&Co und Geo-Link war gut organisiert und so konnte ich neben tollen speziellen Leap Day Geocoins auch den einen oder anderen Cacher in Augenschein nehmen und mir somit Anregungen für das Cachen in und um Berlin holen.

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So kam ich u.a. mit den Cachern Dantes_Berlin, Petra1705, MedLutz, IckeBerlin, Dam Nam und Linaer ins Gespräch. Ich habe wirklich viele Empfehlungen enthalten und möchte diese direkt an euch weiterleiten.

Auch wurden mir spezielle Owner empfohlen, von denen ich mir Caches anschauen sollte. Diese sind WolleD, KleinaGangsta und oparudi. Ich bedanke mich jedenfalls für die Empfehlungen und werde wohl den einen oder anderen Cache davon ansteuern.

Ich bedanke mich außerdem für das tolle Event. Ich fühlte mich sehr gut aufgenommen und es haben sich viele nette Gespräche entwickelt. Mir hat auch gefallen, wie bei dieser Masse an Menschen das Problem mit dem Bestellen in einem Restaurant gelöst wurde: Jeder Cacher bekam einen Namenssticker und eine Zahl dazu und die Kellner haben die Buchungen auf diese Zahl getätigt. So konnte eigentlich nichts schief gehen. Viele Cacher blieben jedoch nicht so lange, wie ich gedacht hätte, denn nicht wenige wollten am gestrigen Tag so viele Events wie möglich besuchen. Ein Team hatte sich 9 Events vorgenommen. Berlin ist natürlich viel zu groß, um alle 17 stattfindenen Events zu besuchen. Teilweise fanden diese auf parallel statt.

Ich freue mich über die schöne, bunte Cacherwelt von Berlin und ich werde schon bald wieder etwas aus der Hauptstadt berichten.

Gedanken zum Jahresende

Nun ist es also wieder so weit: Silvester. Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu und 2016 steht kurz vor der Tür. In letzter Zeit habe ich nicht mehr ganz so viel gebloggt. Dies hatte private Gründe: Im November habe ich meine Dissertation im Fach Mathematik erfolgreich verteidigt. Des Weiteren war ich auch auf der Suche nach Arbeit und habe im Dezember die Zusage für eine Stelle in Berlin erhalten. Da diese bereits im März beginnt, war ich also auch noch auf Wohnungssuche, welche ich nun auch erfolgreich abgeschlossen habe. So kam es eben, dass ich nicht so viel Zeit für „Die Welt von kati1988“ hatte.

Wer jetzt aufmerksam mitgelesen hat, kann nun also schließen, dass ich im Jahr 2016 meinen Wohnort von Dresden nach Berlin verlegen werde. Das bedeutet, dass sich regionale Berichte nun auf den Berliner Raum beziehen werden. An Wochenenden bin ich gelegentlich auch noch in Dresden, aber der regionale Schwerpunkt wird zwangsläufig verlagert.

Nun wisst ihr, was zukünftig mit „Die Welt von kati1988“ passieren wird. Aber wie sah das Jahr 2015 aus?

Natürlich gab es wieder viele Eventberichte. Ich berichtete vom Giga-Event in Mainz, dem Mega-Phone 4 und dem internationalen Earthcacheevent in Goslar. Erstmalig habe ich dieses Jahr aber auch Gastbeiträge veröffentlicht. So war die Reise zum letzten Ape-Cache in Brasilien für einige Cacher ein großes Erlebnis und ich bedanke mich an dieser Stelle für die Beiträge von predator1337 und Kleinzschachwitzer. Bergfex2000 half mir ebenfalls und konnte für „Die Welt von kati1988“ von dem Giga-Event in Xanten und von Lost in MV 2 berichten. Vielen Dank dafür. Meine Geocaching-Highlights waren dieses Jahr der Schlaubetrail, welchen ich gemeinsam mit meiner Mutti vitalilly absolviert habe, und die Reise nach Lissabon, bei der mein Freund plusLars mich sehr beim Finden der Caches unterstützt hat. Für den Blog kam Ende des Jahres eine weitere Neuerung hinzu: Die Seite ist umgezogen. Ich habe mich von wordpress.com gelöst und verwalte nun die Seite selbst. Die Domain http://kati1988.de führt nun zum Ziel.

Auch andere Cacher hatten ihre persönlichen Jahreshighlights. Eines der letzten Events des Jahres im Dresdner Raum ist das alljährlich wiederkehrende Event „Und 11 Uhr an der Pappel, wie immer an Silvester!“ . Letztes Jahr habe ich davon bereits berichtet, siehe hier. Dieses Event habe ich wieder zum Anlass genommen, mal nachzufragen, welche Caches oder Events den Dresdner Cachern im Jahr 2015 besonders in Erinnerung blieben. Gleich mehrere Cacher berichteten von ihrem Urlaub auf Rügen. So haben mir Simmi_22, saschmensch und gabba53 die LP-Caches von lexparka empfohlen, beispielsweise „Der Hausmeister von Mukran“ . Gabba53 zählte außerdem das Giga-Event in Mainz zu den persönlichen Jahreshighlights, während das Team Paddystar2785 Lost in MV 2 sehr gern in Erinnerung behalten. Diese beiden Teams erwähnten aber auch unabhängig voneinander den Cache „Zu Besuch bei der Patenbrigade“ in Chemnitz, der mit über 1250 Favoritenpunkten ja wirklich nicht so schlecht sein kann. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist für das Team SchwarzerFalke das Finden ihres indonesischen Caches „Mutiara Beach“ , da sie es für fast unmöglich hielten, dass jemals jemand diesen Cache finden wird. Ihre persönlichen Cachehighlights erlebten außerdem Knuffi3008 bei „Kajak-Cache reloaded“ , da dies ihr erster T5 war, Etibachtfan bei „Frau Holle“ , Jerdinus bei „Barbarine“ , Elvi aus RW bei „in Rupprich sei Bastelstub (reloaded)“ , der Trommler bei „Gisela Penibels freier Tag“ und vebis bei „Minions House“ .

Wie man sieht, hat jeder andere Highlights. Manchmal reicht auch schon ein gut gemachter Tradi, um in Erinnerung zu bleiben. Ich hoffe, damit habt ihr ein paar kleine Anregungen für das nächste Jahr erhalten und könnt somit hoch motiviert in das Jahr 2016 starten.

Ich wünsche meinen Lesern einen guten Rutsch und freue mich auf ein neues, spannendes Blogger-Jahr, in dem ich dann von ein paar Cachetouren in der Nähe von Berlin berichten kann.

Eine kleine Reise durch viele Orte

Ich habe nun eine Weile nichts mehr geschrieben. Das liegt daran, dass ich die letzten zwei Wochen die ganze Zeit unterwegs war. Anlass dazu waren zwei Dienstreisen bzw. Konferenzen. Die erste war in Chemnitz, die zweite fand am Wolfgangsee in Österreich statt. Dazwischen hatte ich 4 Tage Zeit und habe mir etwas Privaturlaub genommen, um ein paar interessante Stellen von Deutschland und Österreich zu erkunden.

Meine Bilanz der letzten zwei Wochen ist folgende: Ich habe insgesamt 45 Caches gefunden, darunter waren 17 Traditional Caches, 8 Multi-Caches, 7 Webcam-Caches, 6 Unknown-Caches, 5 Earthcaches, 1 Event und 1 Wherigo.

Eine ziemlich hohe Vielfalt, würde ich sagen. Genau das war auch der Hintergrund dessen. In Dresden haben wir nämlich eine Vielfaltschallenge (http://coord.info/GC4EJ80), die ich doch sehr interessant fand (auch wenn ich sonst eher prinzipiell gegen Challenges bin). Dies war nun die erste, auf die ich gezielt hingearbeitet habe. Mir fehlten noch ein paar Webcam-Caches und so legte ich bei dieser Reise ein besonderes Augenmerk auf diese. Bereits auf der Hinreise von Dresden nach Chemnitz habe ich früh um 07.30 die Webcam am Mittweidaer Markt (http://coord.info/GCPXVQ) gemacht, was die ideale Zeit dafür ist, denn die Webcam ist erst ab 07.00 aktiv und den Parkplatz muss man ab 08.00 zahlen.

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In Chemnitz selbst nahm ich nur ein paar Caches mit, die sowieso in der Nähe lagen. Ich war drei Tage mit einer Konferenz beschäftigt und bin nicht extra für irgendwelche Caches wo hingefahren. Danach jedoch hatte ich ein Ziel: 5 Webcam-Caches an einem Tag. Ich bin kurz nach 14.00 Uhr in Chemnitz losgefahren und schlug die Route über Bayreuth und Bamberg nach Nürnberg ein. Mein Ziel war schwierig, aber machbar, sollte doch um 19.30 Uhr bereits die Sonne untergehen. Ich habe mir ein wenig die Städte angesehen und mich nicht damit beschäftigt, welche Caches noch so in der Gegend liegen. In Bamberg war sogar das Umschauen schlecht, denn man fand nirgends einen passenden Parkplatz. Die ganze Innenstadt war mit Autos verstopft. Wirklich kurz vor Sonnenuntergang hatte ich dann die letzte Webcam im Großraum Nürnberg geschafft und konnte mir in Ruhe ein Hotel suchen (was spontan doch nicht so einfach ging wie geplant, die Suche dauerte über eine Stunde).

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Am nächsten Morgen dann hatte ich genug Zeit, um mir erst einmal Nürnberg anzuschauen. Es blieb sogar die Zeit für einen schönen Wherigo, der das Thema Brunnen in der Stadt Nürnberg aufgegriffen hat (http://coord.info/GC3Y15A). Die Innenstadt von Nürnberg ist wirklich schön und ich konnte interessante Ansichten festhalten.

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Am Nachmittag ging es Richtung München und auch da war noch eine Webcam auf einem Golfplatz geplant. Die Webcams in der Innenstadt Münchens hatte ich vorher schon einmal gemacht.

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Am Abend ging es für mich das erste Mal zum Oktoberfest. Mir hat es wirklich gut gefallen, nur zum Cachen kam ich da nicht wirklich. Den darauffolgenden Tag schaute ich mir den Tierpark Hellabrunn in München an. Anschließend konnte ich meine Füße etwas entspannen und das eiskalte Wasser der Isar genießen, um den naheliegenden Earthcache zu loggen. Als Abschluss des Abends hatte ich das Glück und konnte bei einem „Königlich Bayrischen Geocacherstammtisch“ dabei sein. Ich habe einige Münchner Cacher kennengelernt und konnte mich sogar an einen Tisch mit den Organisatoren des diesjährigen Giga-Events setzen. Es kamen sehr nette Gespräche dabei herum. Vielen Dank dafür.

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In München hatte ich meinen persönlichen Cacheführer monsterbox dabei und auch dieser zeigte mir am nächsten Tag ein schönes Plätzchen von Tirol: Kühtai. Gut, dass er mit war, denn ich als Flachländler musste erstmal lernen, wie ich ein Auto in den Bergen zu bedienen habe. Denn auch das brauchte ich für meine weitere Reise.

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Am nächsten Tag trat ich die Reise zum nächsten beruflichen Ziel an: Strobl am Wolfgangsee. Auf dem Weg dahin lag natürlich noch eine größere Stadt, die man sich nicht entgehen lassen sollte: Salzburg. Die Mozartstadt ist wirklich eine Reise wert, für Cacher jedoch ziemlich ungeeignet. Ich bin 4 mal am Geburtshaus Mozarts vorbeigekommen und immer gab es zu viele Muggel. Zum Schluss kam dann sogar noch ein Maler, der seine Staffelei aufstellte. Da kann man leider nichts machen. Unauffällig hingegen kann man sehr gut den Cache „Per sempre“ (http://coord.info/GC39MHC) suchen, da bei diesen vielen Liebesschlössern sowieso auch andere unterwegs sind und ein bestimmtes Schloss suchen. Von da aus hat man auch einen herrlichen Ausblick auf die Salzach und die daran befindlichen Häuser.

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Kurz darauf ging es auch schon nach Strobl und ich war von der Landschaft wirklich begeistert. Ein wahres Urlaubsparadies. Nur war ich ja zum Arbeiten da und habe nur wenig Zeit gehabt, um das volle Potenzial dieser Landschaft auszuschöpfen. Trotzdem wurden einige Caches gefunden. Auf Mysterys hatte ich mich bereits im Vorfeld meiner Reise vorbereitet und viele mussten nur noch gefunden werden. Ein weiteres Highlight war die Exkursion im Rahmen meiner Konferenz zur Rieseneishöhle im Dachsteingebirge. Bei solch herrlichen Naturformationen musste es natürlich einen Earthcache geben, welchen ich auch geloggt habe (http://coord.info/GC2EVPD). Danach wurde noch Hallstatt besichtigt, welches erstaunlich wenig Caches besitzt, dafür umso mehr asiatische Touristen.

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Den letzten Tag vor meiner Abreise habe ich auch nochmal für ein bisschen Sightseeing verwendet. Ich besuchte den Streichelzoo „Dorf der Tiere“ in Abersee und kurz darauf die andere Seite des Sees: St. Wolfgang. Dort findet man z.B. das berühmte „Am weißen Rössl“, welches durch die gleichnamige Operette bekannt geworden ist. Durch ein Missverständnis zwecks Koordinaten (zwei Wege, Punkt genau dazwischen, Höhenunterschied von 150m) bestieg ich auch noch den Bürgl und hatte eine herrliche Sicht über den Wolfgangsee.

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Danach war es dann aber auch genug mit Reisen und ich freute mich, nach gut 2 Wochen auf direktem Wege wieder nach Dresden zu fahren. Auf der 600km langen Rückfahrt habe ich nicht einen Cache geloggt. Es geht auch mal ohne. 😉

Eine Woche Urlaub in der Heimat

Von Freitag bis Mittwoch war ich mal wieder in meiner Heimat Eisenhüttenstadt. Grund dafür war ein Klassentreffen mit der Klasse aus der Grundschule (zur 20-jährigen Einschulung), ich habe mir allerdings noch ein weiteres Ziel vorgenommen: Eisenhüttenstadt „leer cachen“. Ich habe mir also gleich mal ein bisschen mehr Urlaub genommen, um meinen Plan in die Tat umzusetzen. Bereits vorher habe ich schon alle Mysterys gelöst. Dann ging es los: Freitag Regen, Samstag Regen, Sonntag Regen, Montag Regen, Dienstag Regen, Mittwoch Sonne (am Abreisetag). Aber ich hatte einen Plan, da war mir das Wetter egal. Ich hatte jeden Tag klitschnasse Schuhe, aber habe auch jeden Tag ein paar Caches gefunden. Besonders gefallen hat es mir, dass in dem Zeitraum, in dem ich in der Heimat war, ein Geocaching-Event statt gefunden hat. So konnte ich endlich mal die örtlichen Geocacher kennenlernen und Kontakte knüpfen. Liebe Grüße an dieser Stelle. Bei meinem Besuch ist mir dabei etwas aufgefallen: in der Eisenhüttenstädter Community läuft es noch „entspannter“ als in der Dresdner Community. In Dresden kommt regelmäßig irgendeine Challenge zum „Schwanzvergleich“ raus, in Eisenhüttenstadt gibt es so etwas nicht. Da geht es noch um das Cachen an sich. Mit den Verstecken wird sich auch viel mehr Mühe gegeben und ich hatte immer wieder etwas zu tun, die gut gemachten Verstecke zu entdecken. Die Verstecke sind ideal an die urbane Umgebung angepasst. Ich habe keine einzige Fotodose gefunden.

Viele Cacher meinen immer, Eisenhüttenstadt selbst sei ein einziger riesiger „Lost Place“. Allerdings gibt es gar nicht so wirklich einen LP-Cache in dieser Stadt, zumindest keinen, der durch ein altes Gebäude führt. In Eisenhüttenstadt gab es zu Kriegszeiten das Arbeitslager „Stalag III B“. Die Überreste dessen kann man nur noch erahnen, aber es gibt einen Cache, der an diese Zeit erinnern soll (http://coord.info/GC4ZNQ0).

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Etwas weiter östlich befand sich ebenfalls ein Arbeitslager aus Kriegsgefangenen, das beim Kraftwerksbau helfen sollte (http://coord.info/GC1HY1F).

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In den Katakomben eines ehemaligen Freibads habe ich sogar einen Schädel entdeckt. Als ich dann mehrere Spinnen im Haar hatte, waren mir die nassen Füße dann auch egal.

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Der Regen hielt an und so dachte ich, wäre es doch am bequemsten, ein paar Mysterys einzusammeln. Mit dem Auto ranfahren, stoppen, loggen, weiter… Aber weit gefehlt. Ich versuchte folgenden Cache: http://coord.info/GC4XQ09. Zunächst wurde ich darauf hingewiesen, dass es sich um Privatgelände handelt, dann bin ich außenrum (in strömendem Regen) und bemerkte schnell, dass man hier nicht wirklich an den Cache kommt. Ich habe meinen ersten NA (needs archived) überhaupt geloggt. Ich war völlig durchnässt und hatte am folgenden Tag sogar noch blaue Flecken durch den Versuch, an einem Zaun, der seitlich mit Stacheln bestückt war, vorbeizukommen. Nun bin ich also gespannt, wie es dort weitergeht.

Ich habe mich also weiter durch die Gegend gecacht. Am Mittwoch war dann endlich schönes Wetter und dafür hatte ich mir die kleine Powertrail-Runde im Südwesten Eisenhüttenstadts vorgenommen. Ich wurde durch Team Schröder Bär und dernettemann15890 incl. Hund Luna begleitet. Die Sonne knallte und da war auch der Hund froh, wenn es ab und zu eine Pfütze gab.

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Es waren alle Verstecke gut zu finden und für einen Hund ist die Runde womöglich ideal. Ich selbst bin kein Hundebesitzer, aber habe gesehen, wieviel Spaß Luna hatte.

Als Abschluss habe ich mich noch einmal mit 4r4c an einem Cache getroffen, bei dem ich 4 Tage zuvor bereits einen DNF geloggt hatte. Dieser musste nun aber vor der Abreise gefunden werden. Bis 4r4c eintraf, genoss ich noch etwas das Wetter und beobachtete Enten am Kanal. Sogar eine Ratte kam vorbeigeschwommen, ich habe aber leider nur die Enten erwischen können.

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Nun ist also Eisenhüttenstadt fast „leer gecacht“. Der NA-Cache ist immer noch auf der Karte und dann befindet sich noch ziemlich zentral ein Traditional, der leider nur mit Boot zu erreichen ist. Das fehlt noch in meiner ECGA.

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Diesen muss ich mir nun für den nächsten Besuch in Eisenhüttenstadt vornehmen, aber so hat man eben immer nochmal Ziele. Eisenhüttenstadt ist nun übersichtlicher geworden, ein Erfolg, an den ich in Dresden nichtmal zu träumen wage.

Zur Feier des Tages…

Vor zwei Tagen, am 08. Juni 2014, hatte ich Geburtstag. Wie unschwer an meinem Nick zu erkennen ist, wurde ich 26 Jahre alt. Mein Freund hat mir nicht nur den Wunsch nach einer Teleskopleiter erfüllt, er kam auch mit nach Riesa, um dort mit mir die letzte fehlende Kombination der D/T-Matrix zu loggen: D2.5/T5. Dabei spielte die Wunscherfüllung keine unwichtige Rolle. Das Objekt wurde schnell ausgemacht, dachte ich zumindest. In ihm war ein Zettel, dass es das falsche Rohr sei.

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Also wurde nochmal weiter gesucht und schnell habe ich das wahre Objekt der Begierde entdeckt. Da gab es nur ein kleines Problem: man brauchte einen Schraubendreher. Wir hatten keinen mit. Da denkt man extra an so ein außergewöhnliches Equipment und vergisst ein anderes wichtiges. Sollten wir hier wirklich über 50 Kilometer umsonst gefahren sein? Ich wollte nicht aufgeben. Also habe ich mal gesucht, was ich noch mit hatte. An meinm Schlüsselbund fand ich noch einen Tagebuchschlüssel, bei dem ich gar nicht mehr weiß, wo sich das zugehörige Tagebuch befindet. Jedenfalls griff dieser Schlüssel und ich konnte das Versteck tatsächlich öffnen. Dann ist das mit der D/T-Matrix gerade nochmal gut gegangen.

Als wir dann aufbrechen wollten, bemerkten wir, dass ein Gummifuß der neu erstandenen Teleskopleiter fehlte. Da begann dann die richtige Suche und wir haben den Bach umgekrempelt (wenn das denn überhaupt geht). Zu meinem Glück haben wir ihn auch gefunden und die Leiter ist wieder intakt.

Wenn wir nun schon da waren, konnten wir gleich noch ein paar tolle Fotos von Seifenblasen machen. Das Equipment dazu hatte ich ja nun noch vom Vortag in meinem Rucksack. So war die Seifenblasenshow sowohl zur Feier der vollen D/T-Matrix als auch zur Feier des Tages, meinem Geburtstag, eine willkommene Abwechslung.

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Prora 2013 – Ein langes Wochenende ist vorbei

Vom 30. August 2013 bis 1. September fand das erste Mega-Event auf Rügen statt: PRORA 2013 (http://coord.info/GC44477) .

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Prora ist ein Ort auf Rügen, der vor allem durch seine Ruinen bekannt ist. Die Ruinen sind denkmalgeschützt und stammen aus der NS-Zeit. Unter dem Namen „Kraft durch Freude“ sollte damit auf Rügen ein Komplex geschaffen werden, der es ermöglicht, 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen zu lassen. Die Gebäude wurden nie fertiggestellt. Zu Kriegszeiten nutzte man diese als Lazarett und in der DDR platzierte sich die NVA auf dem Gelände. Erst in den letzten Jahren wurden die Gebäude nach und nach an private Unternehmer verkauft und u.a. eine Jugendherberge errichtet, in der auch wir übernachtet haben.

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Die Eventveranstalter hatten für das Event mehr als 30 Caches ausgelegt. Mir war es jedoch nicht möglich, all diese Caches an einem Wochenende zu machen. Ich wollte auch die anderen Highlights des Events genießen. Es gab ein Bingo-Spiel, bei dem man andere Cacher finden musste, die eine gewisse Eigenschaft haben, z.B. „schon 100 Caches auf Rügen geloggt“ oder „einen Cache von lexparka gefunden“. So lernte man spielend neue Cacher kennen. Ein kleines Quiz konnte man auch beantworten und somit bei einem Gewinnspiel teilnehmen. Man musste u.a. die Grundfläche des Blocks V bestimmen. Das ist der Block, in dem sich die Jugendherberge befand. Des Weiteren nahmen wir an einer Cacherspartakiade teil, bei der man in den Kategorien T5-Dart, Blindangeln und Tauchen sein Können unter Beweis stellen konnte. Dabei handelte es sich um Teamspiele.

An Workshops oder Führungen habe ich nicht teilgenommen. Da war gar keine Zeit dazu, vor allem, weil wir uns sehr lange an einem Wherigo aufgehalten haben. Ich habe dabei aber auch nette neue Leute kennengelernt, u.a. den Cacher aus Hamburg mit seinem Podcast www.podcache.de. Auch den Berufsgeocacher konnte man wieder auf dem Gelände treffen (http://www.berufsgeocacher.de).

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Auch neben dem Geocaching wurde man gut unterhalten. Am Freitagabend gab es eine Joe Cocker Cover Show (welche mir persönlich nicht so zugesagt hat) und Samstagabend wurden wir sehr gut von den Coverpiraten aus Hamburg unterhalten.

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Den Sonntag gingen wir dann ganz ruhig an. Es gab einen Cito und gegen 12.00 Uhr war dann schon niemand mehr auf dem Gelände. Wir konnten wieder nach Dresden starten und verabschiedeten uns von Prora.

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Gewinnspiel

Unter allen Kommentaren zu diesem Beitrag verlose ich bis zum 8. September 2013 ein Prora-Poster mit diesem Motiv: http://www.prora2013.de/bilder/bildergalerie/Schaurig_imposant.jpg .

Es ist viel passiert…

Ich habe schon länger nichts mehr geschrieben. Und je länger man nichts mehr schreibt, desto mehr wird erwartet. Also wird das immer mehr hinausgezögert… Ich werde mal kurz erwähnen, was so passiert ist. Danach kann ich hoffentlich wieder wöchentlich irgendeinen Sinnlosbeitrag verfassen. 😉

Vor 2 Monaten sind wir in unsere neue Wohnung mitten in die Altstadt gezogen. Es hat alles super geklappt. Wir hatten in der alten und in der neuen Wohnung jeweils ca. 10 Umzugshelfer. Auf diesem Weg möchte ich nochmal danke sagen. Passend zur neuen Wohnung, gibt es natürlich auch den neuen Cache „Weiße Gasse“ von mir: http://coord.info/GC46W4M

Mitte Mai war ich dann des Dienstes wegen in Larnaca, Zypern. Unsere Gegend war jetzt nicht so pralle… Überall Bauruinen, überteuerte Supermärkte und vertrocknete Pflanzen. Das Paradies stellt man sich anders vor. Außerdem laufen überall Straßenkatzen rum. Jedes Restaurant hat da seine eigenen Straßenkatzen, die an den Tischen sitzen und bei den Touristen betteln. Mir als Katzenfreund macht das nichts aus, jedoch sieht man dann auch mal eine zerfahrene Katze am Straßenrand. Das macht mir dann schon was aus! Da sollte dringend was getan werden, damit nicht Katzen sinnlos sterben. Kastration wäre eine Maßnahme.

Dann stand vor zwei Wochen mein Geburtstag an. Dieses Jahr wollte ich mal etwas Besonderes machen und veranstaltete eine Mottoparty zum Thema „Casino Royale“. Die Männer sollten dabei im Anzug (am besten mit Fliege) und die Frauen im Cocktailkleid erscheinen. Ich wollte mir extra dafür ein neues Kleid kaufen, aber ich hatte immer Pech..Größe vergriffen, zu teuer,… Also musste das Notkleid aus dem Kleiderschrank herhalten. Das hatte trotzdem super gepasst. Es wurde Black Jack, Roulette und Poker gespielt und es gab schöne „Geldpreise“ für diejenigen, die am Ende am meisten Jetons übrig hatten.

Vor einer Woche gab es dann mal regulären Urlaub im Norden der Republik, genauer gesagt in Dithmarschen. Wusstet ihr, dass in Dithmarschen Europas größtes zusammenhängendes Kohlanbaugebiet ist? Ich wusste es nicht, habe aber auch dazu nun einen neuen Cache gelegt, um die Deutsche Kohlstraße Touristen und Einheimischen näherzubringen: http://coord.info/GC4E3PJ. Auch haben wir mal einen kleinen Abstecher nach Dänemark gemacht, für die Cacherstatistik. Jetzt fehlen mir noch Österreich und die Schweiz, dann habe ich auch alle deutschen Nachbarstaaten becacht.

Und noch eine Kleinigkeit zur Geocachingstatistik: Die Programme scheinen sich bezüglich Zypern nicht einig zu sein. Geographisch liegt es in Asien, politisch jedoch zu Europa. Die Groundspeak-Statistik zählt das Land nach Asien, GCStatistik hingegen gibt Europa an… War ich nun schon in Asien cachen? Man weiß es nicht…

Bis zum nächsten Post.