Gastbeitrag: Die Mega-Wochenenden in der Bodenseeregion

Dieses Jahr fanden gefühlt extrem viele Mega-Events statt. Da es mir nicht möglich ist, all diese Events zu besuchen und darüber zu berichten, ist diesmal der Kleinzschachwitzer für mich eingesprungen. Er hat beide Mega-Events rund um den Bodensee besucht und sich darauf eingestellt, euch in diesem Blog einen Bericht zu schreiben. Vielen Dank dafür.

„Mit gleich zwei Großveranstaltungen an zwei aufeinander folgenden Wochenenden wurden im August die Geocacher/innen aus nah und fern in die Region um den Bodensee gelockt; zum einen das „Project Let’s Zeppelin 2017“ in Friedrichshafen und zum anderen das „MEGA Switzerland – Meeting Friends 2017“ in Frauenfeld. Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren extrem gestiegenen Zahl derartiger Großveranstaltungen und den damit oftmals zu beobachtenden Rivalitäten zwischen einzelnen Veranstaltern ist dies hier mal ein schönes Beispiel, dass es auch anders geht – sogar grenzüberschreitend! 😉 Das Ziel war klar: die Geocacher/innen sollten nicht mal nur fix für ein bis drei Tage zu einem Event gelockt werden, sondern idealerweise über eine Woche hier verbringen. Und dafür wurde einiges getan: es gab eine 81er Rätselmatrix zu lösen, deren Finals dann rund um den ganzen Bodensee (Deutschland, Österreich, Schweiz) verteilt waren, man konnte an jedem Tag irgendwo ein kleineres Event besuchen und auf beiden Megas jeweils die Hälfte eines schönen Souvenirs erwerben: zwei Geocoins, die zusammengesetzt die Karte dieser Region ergeben.

Aus Termingründen war es mir leider nicht möglich, eine ganze Woche hier zu verbringen, sodass ich halt zweimal hier runter fuhr – auch kein Problem, denn unterwegs gab es ja einiges zu finden entlang des Weges… 😀

Am Freitag, den 18.8.2017, ging es nun also das erste Mal gen Süden. Unterwegs wurden diverse Landkreise becacht und hier u.a. bei „GC1ABZA A980/B12 – höchste Autobahn“ der höchste vierspurig ausgebaute Autobahnpunkt Deutschlands besucht.

Nach einer zeitigen Ankunft im Hotel nahe dem Eventgelände wurde noch ein wenig in der Umgebung nach Caches gesucht. Zuerst zog es mich hier zu den beiden Waterworld-Caches: „GC296MW Waterworld….easy“ und „GC296K4 Waterworld„. Ein schöner Tunnelspaziergang, für den ich sicherheitshalber die Wathose anzog. 😀

Am Abend dann spazierte ich zum Take Off Event, für das gleich zwei benachbarte Biergärten angemietet wurden. Den ersten Bekannten traf ich im „Lammgarten“ und so blieb ich dann gleich dort, traf im Laufe des Abends jede Menge weitere übliche Verdächtige, entdeckte auch eine gewisse OCB-Dose, welche noch sicher im Koffer versteckt war, da sie erst am nächsten Tag offiziell präsentiert wurde, und freute mich nach so einem langen Tag dann auf das erste Bierchen… 😀
Auch die lokale Presse hat das Geschehen aufmerksam beobachtet —> https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Grosses-weltweites-Treffen-fuer-Geocacher-in-Friedrichshafen;art372474,9378834
Nach einem kleinen Regenschauer ging es danach mit ein paar Dresdnern noch auf einen Spaziergang durch Friedrichshafen und so konnten wir u.a. vom Moleturm einen schönen Blick auf das abendliche Treiben hier genießen…

Am nächsten Morgen lief ich die paar Schritte von meinem Hotel zum Zeppelin-Hangar, der spannenden Location des Mega-Events. Zeitiges Kommen ersparte hier längere Wartezeiten, da am Einlass zusätzlich eine Security bereitstand, nach diverser ECA fragte und somit das Ganze extrem verzögerte. Aber Ok, ein negativer Bescheid genügte und man kam rein, was die Sinnhaftigkeit derartiger Aktionen in Frage stellt, aber das ist ja nicht nur hier so…

Der Hangar ist in der Tat beeindruckend – inklusive dem hier drin parkenden Zeppelin.

Diverse übliche Händler hatten hier ihre Verkaufsstände. Es gab Essen und Trinken zu fairen Preisen und es lief alles ohne größere Wartezeiten ab. Nach dem Loggen des Events auf einem – natürlich – Zeppelin, ging es erst mal wieder raus. Vor dem Hangar gab es ebenfalls einige Stände, bei denen vor allem die „High Quality TBs“ von Birre herausragten, bei welchen es sich um diverse anspruchsvolle Basteleien handelt – Fingerspitzengefühl und Grundkenntnisse der Physik führen hier zum Ziel – also nix für Grobmotoriker, und somit per se als Cachebehälter heutzutage denkbar ungeeignet… 😉 An einem probierte ich mich aus, konnte das Problem identifizieren, lösen und durfte mich zum Dank ins TB-Logbuch eintragen… 😀

Danach verließ ich das Eventgelände, um zum Eingang des eigentlichen Flugbetriebes zu gelangen – denn hier wartete der Höhepunkt des heutigen Tages auf mich: zu den vielen Dingen, die ich in meinem Leben gern mal erleben wollte, gehörte u.a. auch ein Zeppelinflug, und da es im Rahmen des Events die Möglichkeit gab, einen solchen zu buchen, nahm ich dies wahr, wenngleich es nicht unbedingt ein Schnäppchen war, aber man stirbt ja nur einmal… Da die Durchführung stark wetterabhängig ist, bangte ich natürlich im Vorfeld, ob er stattfinden wird. Aber ich hatte Glück, denn die Bedingungen waren optimal, und so bestieg ich alsbald die Gondel und der Zeppelin startete. Unter leisem Brummen flog er in 30 Minuten ganz langsam eine schöne Runde um Friedrichshafen und auf den Bodensee hinaus. Jeder Passagier hatte einen Fensterplatz und auf beiden Seiten gab es jeweils ein Fenster, das man öffnen und so aus 300 Metern Höhe spiegelungsfrei die Gegend fotografieren konnte – Es war grandios… 😀

Am Nachmittag gab es dann auf der Bühne ein wenig Programm, u.a. trat Ingo Oschmann auf. Hm ja, verglichen mit Herrn Hoëcker irgendwie doch mehr ein Versuch, auch mit Geocachen punkten zu können, aber das ist natürlich Geschmackssache… Anschließend spazierte ich einmal ums Messegelände herum, um die paar wenigen in Fußreichweite liegenden Caches aufzusuchen und mich einzutragen. Als ich so gegen 17:15 Uhr wieder auf dem Eventgelände ankam, war der Abbau der vielen Stände bereits in vollem Gange, was zur Folge hatte, dass es um diese Zeit kein Bier mehr zu erwerben gab. Das Event sollte eigentlich bis 18 Uhr gehen… Nun ja, damit war das Mega hier also Geschichte. Am nächsten Morgen schaute ich noch fix beim Landing Event vorbei, bevor ich dann die Heimfahrt über diverse Landkreise antrat.

 

Eine Woche später startete ich erneut freitags ganz zeitig, denn es sollten auf dem Weg gen Frauenfeld neben ein paar weiteren Landkreisen auch ein paar seltene Cachetypen angesteuert werden (ein Virtual und drei Webcams). Alles gelang bestens und gegen 16 Uhr erreichte ich dann den großen kostenlosen Parkplatz am Eventgelände. Die Fahrt durch das Schweizer Territorium zum Event kann problemlos über Landstraßen erfolgen, so dass keine teure Jahres(!)plakette für die mautpflichtigen Autobahnen beschafft werden muss.

Vor 3 Jahren war ich bereits beim ersten Meeting Friends Event in Frauenfeld dabei, und da es mir so gut gefiel, freute ich mich dieses Jahr natürlich auf die Fortsetzung… 😀 Als Unterkunft buchte ich auch dieses Mal wieder die rustikale Variante, womit hier auf dem Eventgelände eine große Halle mit vielen Doppelstockbetten gemeint ist und man dafür nur seinen Schlafsack mitbringen musste. Verglichen mit vor drei Jahren war es hier diesmal ziemlich leer, also ruhig… 😀 Könnte daran liegen, dass dieses Jahr das Camping-Areal näher am Event war…

Bei dem Eventgelände handelt es sich um eine Pferderennbahn, bestückt mit zwei großen schattigen Tribünen, von denen aus man das Abendprogramm total entspannt genießen kann. Die Registrierung ging erneut fix von statten, die ersten Dresdner sowie viele weitere Bekannte traf ich bereits am Freitagabend wieder, das Wetter war sensationell – wie schon vor drei Jahren… 

Die Preise in der Schweiz sind noch immer leicht gewöhnungsbedürftig, aber alle Bestellungen wurden fix bearbeitet, nirgendwo musste man lang warten… 🙂

Die Eröffnungs-Show des Hello Again Events am Freitag Abend beinhaltete ein Jugendorchester, einen seltsamen Tänzer, eine klasse Rock’n’Roll Tanzschule, einen beeindruckenden Poetry Slammer sowie die schläfrige äh chillige Dosenfischer-Konzertpausen-Musik. Danach konnte man noch weiter in der Nachtbar gepflegt abhängen… 😀

Am Sonnabendvormittag ging es nach dem Frühstück auf einen kurzen Gang übers Eventgelände. Auch hier gab es einige Verkaufsstände sowie diverse Spiele: u.a. konnte man im Kampf gegen die Zeit einen Bob anschieben – sah ziemlich schwer aus das Dingens… 😀


Auch dieses Jahr wurden wieder einige Powertrails in der Gegend rund um Frauenfeld gelegt, und so ging es nun mit dem mitgebrachten Mountainbike etwas sportlicher weiter, um wenigstens zwei davon zu absolvieren: es konnten jeweils gut die 19 Caches der Velo-Thur-Serie und die 42 Caches der Flowers-Serie gefunden werden – vier Stunden später war ich dann wieder zurück auf dem Eventgelände, um mich ein wenig zu stärken und mich auf den ersten Höhepunkt des Tages vorzubereiten: den Geo-Run… 😀

Beim an diesem Tag stattfindenden Frauenfelder Stadtlauf wurde extra für das Mega-Event auch die Kategorie „Geocacher Jogger/Joggerinnen“ geschaffen, und ich war nun einer von insgesamt 106 Teilnehmer/innen auf der 1800 m langen Strecke durch die bergauf – bergab führende Altstadt, bei der man nebenbei noch den Wherigo „GC6VWWA Geo Run – Fit mit Meeting Friends 2017“ absolvieren konnte. Als 30. Geocacher erreichte ich dann nach 09:48,1 min das Ziel —> http://my4.raceresult.com/66542/results?lang=de#20_DF97BB

Der Abend wurde dann wieder ganz entspannt auf der Tribüne verbracht, wo – wie bereits vor drei Jahren – die „Dosenfischer“ ein Konzert gaben – diesmal allerdings ihr Abschiedskonzert… 🙁
Inkl. Pause dauerte dies drei Stunden und war ein sehr schöner Ausklang eines sehr schönen Tages… 🙂

Nach dem Time To Say Goodbye Event ging es am Sonntagvormittag dann wieder gen Heimat, wie gewohnt über Umwege – denn für eine Challenge sollte an einem Tag in vier Ländern jeweils ein Earthcache gefunden werden…
Auch dies gelang, und die hierbei interessanteste Location war für mich „GC62VGB Kristallhöhle Kobelwald (Earth Cache)“, bei der man unbedingt auch die 30-minütige Führung durch die Höhle mitmachen sollte; ist zwar für die Lösung nicht erforderlich, aber absolut sehenswert… 😀

 

Fazit: Beim Event in Friedrichshafen faszinierte die einmalige Technik namens Zeppelin; beim Event in Frauenfeld standen bis spät am Abend die Menschen (Friends) im Vordergrund… :)“