Flagstack – die Meinung eines Gastautors

Wer in Essen war, hat sicherlich auch den Stand des neuen Spiels Flagstack mitbekommen. Der Dresdner Cacher capsai hat dieses Spiel nun einmal getestet und seine Meinung für euch niedergeschrieben. Viel Spaß beim Lesen.

Anmerkung im Vorfeld: Der Autor dieses Artikels ist in keinster Weise mit der Flagfactory Germany UG mit Sitz in Kisdorf, der Firma hinter Flagstack, verbunden. Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt die subjektive Meinung des Autors wieder.

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Viele von euch werden sicher auf dem Giga in Essen den Flagstack-Stand gesehen haben und fragen sich, was das wohl ist. Auch mein Interesse hat es geweckt, deshalb habe ich dieses neue standortbasierende Spiel angetestet.

Wobei geht es bei Flagstack?

Kurz gesagt, es ist eine Art virtuelles Geocaching mit Flaggen, die auf einer Karte eingesammelt werden können. Jetzt werdet ihr sicher eine Art CTF (Capture-The-Flag) erwarten, wie beim guten alten Q3A oder UT. So etwas ist es im Groben, nur verbleiben bei Flagstack aufgenommene Flaggen am Ort für den nächsten Finder.

Flagstack wird über die gleichnamige, kostenlose App gespielt, die es für Android und iOS gibt, Windows-Phone-Nutzer schauen also, wie so oft, in die Röhre. Es gibt keine Offline-Funktion, es wird also stets eine Internetverbindung sowie aktiviertes GPS benötigt.

Die Registrierung erfolgt entweder über die Webseite (https://www.flagstack.net/) oder die App und es werden nur sehr wenige Daten benötigt: Nickname, Vor- und Nachname, Mailadresse und Passwort sowie das Geburtsdatum und das Land. Im Profil kann später noch Geschlecht und Homezone eingetragen werden.

Flagstack gibt es seit dem 01.07.2015 und wird durch die Flagfactory Germany UG mit Sitz in Kisdorf verantwortet. Aktuell gibt es über 775.000 Flaggen.

Die App

Die App ist übersichtlich aufgebaut. Es gibt zwei Menüseiten, eine mit den spielrelevanten Optionen und die zweite mit Statistiken, Auszeichnungen oder dem Shop.

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Die Hauptfunktionen der App

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Im ersten Menü (oberer Screenshot) werden bei der Schaltfläche oben links die Flaggen in einer Liste angezeigt, die Flaggenschaltfläche führt zur Karte mit den Flaggen. Der Rucksack zeigt das Inventar mit den selbst ausgelegten und noch auslegbaren Flaggen an.

Die Liste zeigt alle Flaggen in der Nähe an, außerdem gibt es mit der Sprechblase einen Chat und noch die Möglichkeit, Data-Matrix-Codes zu scannen.

Das zweite Menü gibt im Uhrzeigersinn Zugriff auf die Teams, Filter, Erfolge und Rangliste. Über die mittlere Schaltfläche gelangt man zum Shop.

 Das Spiel

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Auf der Karte werden verschiedene Flaggen angezeigt.

Es gibt verschiedene Typen, die auch verschiedene Punktwerte haben. Die Punkte werden benötigt, um ins nächste Level zu kommen, dabei steigt die Menge der benötigten Punkte für das nächste Level stetig an. Für das Auslegen von Flaggen gibt es auch Punkte.

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Die verschiedenen Flaggentypen

Rote Flaggen wurden bereits aufgenommen. Grüne Flaggen sind einfache Flaggen, die acht Punkte bringen. Des Weiteren gibt es u. a. gelbe, weiße, blaue und lilane und schwarze Flaggen, welche bis zu 248 Punkte bringen (hier die Adventure Flag). Die schwarzen Flaggen sind Night Flags, die nur nachts aufgenommen werden können. Außerdem gibt es auch Eventflaggen.

Powertrail

Ausschnitt der Flagstackkarte der Region Leipzig – man beachte die Powertrails entlang der Autobahnen

Wird ein Flagstackkonto angelegt, bekommt der Spieler einen Monat Premium gratis, sowie 50 grüne Flaggen. Pro zehn aufgenommene Flaggen gibt es eine grüne gratis ins Inventar.

Wie schon beim Geocaching, gibt es auch bei Flagstack einen Mindestabstand, der je nach Flaggentyp bis zu 99m betragen kann. Deshalb kann es vorkommen, dass eine selbst ausgelegte Flagge nicht ganz an der gewünschten Position liegt, aber ein verschieben in einem gewissen Rahmen ist nachträglich noch möglich, die Flagge darf aber noch nicht von anderen aufgenommen worden sein.

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Eigenschaften einer Flagge

Der (i)-Button bietet Informationen zu der Flagge wie Eigentümer, Beschreibung, Anzahl der Aufnahmen usw. Name und Beschreibung der Flagge sind frei wählbar.

In Sachen Community bietet Flagstack Teams, denen man beitreten kann und auch eigene grünen kann und eine Chatfunktion innerhalb der App.

Wie nehme ich eine Flagge auf?

Um eine Flagge aufzunehmen, wird die gewünschte auf der Karte ausgewählt (siehe Screenshot oben). Der rote Kreis um die Flagge hat einen Radius von 50m. Die Flagge kann nur aufgenommen werden, wenn der blaue Punkt (der Spieler) im roten Kreis ist. Dann wird der Zielbutton unten rot und ein Fingertipp auf diesen nimmt die Flagge auf und die erhaltenen Punkte werden angezeigt.

Ist der GPS-Empfang schlecht oder wird z. B. durch hohe Gebäude abgelenkt, kann es sein, dass man Flaggen aufnehmen kann, obwohl man physisch nicht innerhalb der 50m ist.

Filter wie die Ausblendung eigener oder bereits aufgenommener Flaggen halten die Karte übersichtlich (nur für Premium-Mitglieder).

Beim Flaggentyp „Treasure Flag“ muss zusätzlich ein Data-Matrix-Code gescannt werden.

Gibt es auch Statistiken und Souvenirs?

Dem Statistik- und Souvenirfreak wird natürlich genüge getan. Es gibt Statistiken, wie viele Flaggen am Tag bzw. Monat aufgenommen oder ausgelegt wurden, wie gefüllt das Inventar ist.

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Die Erfolge

Souvenire heißen bei Flagstack Erfolge, es sind also keine Souvenire im klassischen Sinne, sondern der Begriff Achievement ist passender. Neben Klassikern wie „Level xy erreicht“ oder „xte Flagge aufgenommen“, gibt es Bundesländerfolge wie z. B. das ausgelegte Sachsenwappen in der Dresdner Innenstadt aufnehmen, aber auch Erfolge zum Glück auf Giga-Event, bei dem man eine gewisse Anzahl spezieller Giga-Event-Flaggen auf dem Eventgelände einsammeln musste.

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Eine Rangliste für Einzelspieler und Teams komplettiert diesen Inhaltspunkt.

Womit verdient die Firma Geld?

Mit Werbung in der App, die als Premium Mitglied abgeschaltet werden kann. Außerdem können Flaggen gekauft werden. Es gibt zwar aller zehn Aufnahmen eine grüne Flagge gratis, aber alle andere Flaggentypen müssen gekauft werden. 25 grüne Flaggen kosten z. B. 5,99 €, während eine hellblaue Flagge 3,99 € kostet. Auch hier gibt es teilweise Limits in der Art von „maximal x Flaggen pro Monat und Benutzer“.

Außerdem gibt es für 29,99 € die Premium-Mitgliedschaft für ein Jahr, welche bestimmte exklusive Funktionen bietet.

 Datenschutz

Da die Flagfactory Germany UG ein deutsches Unternehmen ist, gilt das deutsche Datenschutzrecht. Jeder potenzielle Nutzer kann sich die Datenschutzbestimmungen und auch die AGBs auf der Webseite durchlesen und für sich selbst entscheiden, ob er damit einverstanden ist und den Dienst in Anspruch nehmen möchte.

Mein persönliches, subjektives Fazit

Um ehrlich zu sein dachte ich bisher, sinnfreier als diese Munzees geht es nicht, bis Flagstack kam. Auf eine Karte virtuelle Objekte zum Einsammeln platzieren, da suche ich persönlich lieber einen physischen Geocache mit Logbuch. Aber ich möchte nicht ausschließen, dass andere Leute Freude an diesem Spiel haben. Die steigende Anzahl an Flaggen spricht dafür, dass es Interesse an diesem Spiel gibt.

3 thoughts on “Flagstack – die Meinung eines Gastautors

  1. Ehrlich gesagt fehlt mir hierbei ein Spielziel oder ein Anreiz. Hab es gleich mal ausprobiert und festgestellt, dass es sinnfreier eigentlich gar nicht gehen kann. Selbst Munzee oder Ingress sind da anspruchsvoller. Und warum sollte ich mir eigentlich so eine dumme Fahne kaufen?

  2. Ich finde es seltsam, dass immer der Vergleich mit Geocaching bemüht wird. Es ist ein location based game, nicht mehr und nicht weniger. Es hat weder von der Spielidee noch mit der Durchführung etwas mit Geocaching zu tun, sondern am ehesten noch mit Ingress. Letztendlich geht es aber darum den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen, für etwas das rein virtuell ist…

  3. Das Spiel habe ich auf dem Mega-Event in Kiel kennen gelernt. Es ist Geocaching ohne Kreativität, ohne Sinn, ohne Fantasie. Mit anderen Worten, das komplette Gegenteil von Geocaching.

    Es werden „virtuelle Flaggen“ mit dem Handy eingesammelt. Diese Flaggen liegen aber nicht etwa an sehenswerten Orten, sondern mindestens 80 Prozent befinden sich auf auf Autobahnen.

    Aber das Spiel ist auch nicht nur völlig sinnfrei, sondern auch gefährlich. Am Stand wurde offen darüber diskutiert, wie der Fahrer!!! des Autos das Handy bedienen kann und wie man das vor der Polizei verbergen kann.

    Über solche Spiele kann man nur entsetzt den Kopf schütteln, ein sehr seltsamer Spielspass mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.

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