Germany goes A.P.E. – Bericht von Kleinzschachwitzer – Teil 3

„Auch heute morgen ging es wieder in den Parque Estadual Intervales, denn neben dem APE-Cache warteten ja noch viele andere schöne Caches auf uns – und Dank der vielen Besucher werden es immer mehr, die zur Erinnerung gleich ein oder mehrere Caches platzieren… Zusammen mit predator1337 wurde nun zu diversen Caches spaziert, bei welchem von der Location her einer für mich herausragte: GC4YEFR – Don’t forget your cacher’s headlamp! Die Dose selbst war unspektakulär und nach einiger Suche dann endlich zu finden, aber die Besichtigung der über mehrere Ebenen mit Holztreppen verbundenen Höhle mit ihren Stalakmiten und -titen war sensationell und wir verbrachten einige Zeit hier unten mit Fotografieren… 😀

Zur Mittagszeit wurde dann nach einem gaaanz entspannten CITO – einen so sauberen und aufgeräumten Park hatten wir nun wirklich nicht erwartet – zusammen mit unseren brasilianischen Cacherfreunden ein Barbecue veranstaltet, das neben leckerem Caipirinha auch leckeres Essen bereithielt… 🙂 Irgendwie fiel es danach total schwer, doch noch mal auf Dosensuche zu gehen, aber es gab ja noch einiges zu tun… 😉 Als wir dann am Abend wieder in den Bus stiegen, konnten wir voller Stolz feststellen, dass wir den Park nahezu leergecacht hatten – nur in den äußersten Randgebieten lagen noch 3 nicht von uns berücksichtigte Dosen herum… 😀 Am Abend trafen wir uns dann noch einmal mit unseren brasilianischen Cacherfreunden in Capão Bonito in einer Pizzeria, wo es neben sehr guten Pizzen und Bier aus großen Flaschen für einige auch ein alkoholfreies Getränk gab, das wie pürierter Signal ausschaute… 😛

Am nächsten Tag ging es nun mit dem Bus in eine andere Richtung, und zwar zum Canyon do Rio Pirituba. Eine faszinierende Landschaft, die an manchen Stellen wie ein kleiner Grand Canyon bzw. Fish River Canyon aussah und an anderen Stellen wieder total an die Sächsische Schweiz erinnerte… 🙂 Bei diesem Ausflug begleitete uns nun Junior, bei GC als “intervales” registriert, den ganzen Tag um so gleich mal eine Wartung seiner Caches durchzuführen. In Brasilien scheint es ja nicht unüblich zu sein, die Dosen erst einige Tage nach dem Publish zu legen; selbst der einzige DNF beim APE-Cache – der erste Log – dürfte darauf zurückzuführen sein… 😉 Natürlich wurden auch hier unterwegs jede Menge Bilder geknipst – wer im Parque Estadual Intervales ist, sollte auch diese Gegend unbedingt einmal besuchen; es lohnt sich!

11295686_894447410597384_4064712097684504180_n

11225744_894447380597387_2276070335929677667_n

Nachdem wir dann am Abend wieder unser Hotel erreichten und uns bei Junior für seine Unterstützung bedankten, wurden beim letzten Abendessen im Hotel und den letzten Bieren  – dann war der Vorrat des Hotels aufgebraucht *g* – bereits neue Ideen geschmiedet, was man denn so als reiselustige Cacher in der Zukunft unternehmen könnte, und auffallend oft fiel dabei der Name Prypiat… 😀

Am nächsten Morgen brachte uns dann unser Bus wieder zurück nach São Paulo und per Flieger ging es via Madrid nach Frankfurt. Am Vormittag da angekommen, gab es eine große Verabschiedung, wenngleich für manche nur für kurze Zeit, denn bereits eine Woche später in Terezín sah man den ersten Reisekameraden wieder und eine weitere Woche später in Xanten dann mindestens die Hälfte der Reisegruppe… 😀

 

Ende eines grandiosen Abenteuers…

 

PS: Letzte Woche verstarb plötzlich und unerwartet JoGPS, der Owner des APE-Caches – Ruhe in Frieden!“

Germany goes A.P.E. – Bericht von Kleinzschachwitzer – Teil 2

„Urlaub äh Cachen in Brasilien bedeutet: jeden Tag um 6:00 Uhr aufzustehen, 6:30 Uhr am sehr guten und umfangreichen Frühstücksbuffet zu erscheinen und um 7:30 Uhr im Bus zu sitzen…  🙂 Null Problemo; da habe ich auf manchen Rundreisen schon andere Weckzeiten überlebt, wenn da bspw. irgendwo ein spektakulärer Sonnenaufgang zu beobachten anstand…  😉 Also ging es nun das erste Mal in den Parque Estadual Intervales, wofür wir mit unserem Bus gut eine Stunde benötigten. Unterwegs veränderte sich die Straße langsam zu einem Feldweg, aber unser Fahrer & sein Bus meisterten dies mit Bravour…  😀 Kaum am Eingang des Parks angekommen, wurde gleich der Multi hier absolviert; danach ging es zur Registrierung und wenig später fanden sich die einzelnen Grüppchen zusammen und verschwanden in alle Himmelsrichtungen. Neben dem APE-Cache sind hier ja noch viele andere schöne Tradis, Earthcaches, Mysteries, Wherigos und eine Letterbox versteckt – es gab also ordentlich was zu tun, d.h. zu laufen…  🙂 Die Temperaturen des brasilianischen Winters waren angenehm warm, aber nicht zu heiß; also so, wie ich mir gern durchgehend unsere Sommer wünschen würde…  😉 Und doch, den kälteempfindlichen Schlangen ist es hier jetzt zu kühl, was sie lt. Junior in eine Winterstarre fallen lässt und somit die Gefahr von Schlangenbissen beim Dosensuchen in dieser Jahreszeit deutlich minimiert…  😀 Alle Wege waren in einem guten Zustand, zum APE-Cache wurde es auf den letzten paar hundert Metern aber schön abenteuerlich und wir schlängelten uns durch den Dschungel und kletterten über Wurzeln – klasse Abenteuer…  😎

IMG_6928_neu

Als es dann nicht mehr weiterging, sahen wir sie – die „Dose“…  😀 😀 😀 Absolut nicht zu verfehlen, stand sie hinter einem Baum so da und wartete auf uns, wie ich es schon auf so vielen Bildern sah, es nun jedoch mit eigenen Augen erleben durfte – ein Traum erfüllte sich…  :-[ Zum Geburtstag den APE-Cache – das werde ich nie in meinem Leben vergessen…  🙂 Diverse Fotos wurden nun geknipst: mit Dose, mit Logbuch, mit Affenmaske, u.s.w. Schön, dass es hier auch einen Stempel wie in einer Letterbox gab. Nachdem alle restlos glücklich waren, spazierten wir nun zurück zu einem Event, das mitten im Park stattfand und bei dem wir neben intervales dann auf die Teams Tadeu & Eluane sowie camoura und ankhesenamon trafen, welche einfach mal so aus Rio de Janeiro bzw. São Paulo hierher anreisten…  =-O Und da sage mal einer, nur wir seien verrückt…  😎 So trafen wir also mitten im Dschungel von Brasilien auf Gleichgesinnte und erfuhren viel vom Leben hier. Verständigt wurde sich in Englisch, was keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist, denn wie wir im Gespräch erfuhren, ist das staatliche Schulsystem höchst mangelhaft und nur wer in der Lage ist, eine Privatschule besuchen zu dürfen, bekommt Zugang zu einer oder mehreren Fremdsprachen. Am Rande des Events wurde ein Baum ständig von Fotografen belagert; als ich mir das auch mal anschaute, fand ich die Erklärung: die ersten Tierchen oder anders ausgedrückt – die ersten Nicht-Geocacher…  😀

IMG_6972_neu

Am Vortag hatte ich im Supermarkt bereits eine Flasche Rum beschafft, und jetzt gab es nun die Gelegenheit, auf alles Schöne im Leben sowie meinen schwierigen Tag einfach mal anzustoßen…  :-[ 😉 Natürlich wollten auch alle einheimischen Cacher am morgigen CITO teilnehmen und zusammen beschlossen wir, anschließend eine CITO-Afterwork-Party mit Barbecue, Bier und Caipirinhas zu feiern…  😉 Mit 22 Attended-Logs wurde dies heute übrigens das größte Geocaching-Event, das im großen Brasilien je veranstaltet wurde.  😎 Danach wurden in aller Ruhe noch ein paar weitere Caches besucht und bei den beiden Caches unserer Dresdner Freunde Bergfex2000 und WattwurmJana sogar der FTF gemacht…  😀 Insbesondere die Höhle fand ich ja klasse, aber dieses Erlebnis sollte am nächsten Tag sogar noch gesteigert werden…  🙂 Fortsetzung folgt…“

Germany goes A.P.E. – Bericht von Kleinzschachwitzer – Teil 1

Der zweite Dresdner, der gemeinsam mit der GeheimPunkt GmbH beim letzten Ape-Cache in Brasilien war, ist der Kleinzschachwitzer. Auch er hat einen eigenen Bericht geschrieben, und das sogar in mehreren Abschnitten. Da es so ausführlich ist, teile ich seinen Bericht in mehrere Teile auf. Viel Vergnügen beim Lesen.

„GCC67 – etwas ganz außergewöhnliches ist tief im brasilianischen Dschungel versteckt: der letzte Cache einer ganz speziellen Promotion-Aktion aus den Anfangstagen des Geocachings. Seit ich vor einigen Jahren davon erfuhr, setzte ich ihn gleich auf die Watchlist und verfolgte gebannt alle Aktivitäten rund um diese „Dose“. Da meine Leidenschaft für das Reisen noch größer als die für das Geocachen ist, wusste ich um die Routen von Brasilien-Rundreisen diverser Anbieter – doch alle überfliegen das Zielgebiet. Somit war klar, dass genau diese Gegend – der Parque Estadual Intervales – einmal separat besucht werden müsste. Aufgrund meiner Reisen durch Südamerika war mir klar, dass ich dort – allein und nur mit englischen Sprachkenntnissen ausgestattet – im Falle eines Problems ziemlich hilflos in der Gegend rumstehen würde, also passierte lange Zeit nichts. Bis dann eines Tages in den Tiefen des Internets eine Facebook-Gruppe in Erscheinung trat, die genau dieses Ziel verfolgte: im Team den letzten seiner Art zu besuchen… 😉 Allerdings galt es beim Zeitplan für mich eine sehr schwere Entscheidung zu treffen, denn der Termin über Pfingsten ist bei mir bereits seit vielen Jahren durch ein Szene-Treffen in Leipzig belegt… Ok, das außergewöhnlich gewann, also bereitete ich mich auf Brasilien vor, was aber relativ einfach war: durch meine vielen Reisen ist mein Impfschutz sowieso ziemlich vollständig, so dass der diesjährige Besuch im tropenmedizinischen Institut in Dresden nur eine Typhus- sowie (für meine Nepal/Bhutan-Reise im Februar) eine Tollwutimpfung mit sich brachte. Somit mussten nur 2 OSM-Karten (interessant, dass manche Wege jeweils immer nur auf einer der beiden Karten vorhanden waren – das ständige Wechseln war also an der Tagesordnung) und eine 1000er PQ rund um Sao Paulo aufs GPS übertragen werden und der Rest gemäß Checkliste abgearbeitet werden… 😉 Das Abenteuer begann nun am 20.05., als ich um 7 Uhr mit predator1337 den zweiten Dresdner einsammelte und es nun im Cachermobil zum Frankfurter Flughafen ging. Unterwegs gab es keinerlei Störungen, so dass wir dann einen Tankstop bei Wetterau zu einer einstündigen Cachewanderung rund um den Rastplatz nutzten und später nach Erreichen des Molochs Frankfurt noch ein paar Dosen aufsuchten… An einem preiswerten Parkplatz mit Shuttle-Service zum Flughafen das Cachermobil abgestellt, erreichten wir bald das Terminal 2 und trafen dort bei einem bekannten Fast-Food-Anbieter die ersten unseres Teams. Hier gab es dann später auch noch ein offizielles GC-Event, dessen Höhepunkt ganz klar eine Bundespolizistin war, die auf die Gruppe zuschritt und fragte: Wo ist das Logbuch? 😀 Der anschließende Flug mit „Air Europa“ nach Madrid erinnerte mich an „Iberia“: Service gleich Null plus Mitarbeiter, denen man deutlich anmerkt, dass sie ihre Arbeit als Belastung empfinden. Für predator1337 war hingegen dieser Flug etwas ganz besonderes – es war sein erster. Und so verfolgte er fasziniert am Fenster das ganze und konnte unseren schönen Planeten nun aus einer für ihn völlig anderen Perspektive erleben… 😉 Aber wenigstens der Zeitplan stimmte, und so gab es in Madrid das nächste GC-Event und anschließend ging es mit dem nächsten Flieger – Airline, Service und Mitarbeiter blieben gleich schlecht – nun über den Großen Teich nach Sao Paulo. Dort trafen wir am frühen Morgen ein, nahmen unser Gepäck in Empfang und während Daniel, der Organisator der Reise von geheimpunkt.de, nach dem Bus Ausschau hielt, konnten wir hier bereits den ersten Cache in Brasilien loggen… Als dann unser Cachermobil der nächsten Tage eintraf, ging es auf eine 4stündige Reise nach Capao Bonito, wo unsere Unterkunft auf uns warete. Ein Toilettenstop auf halber Strecke bescherte uns den nächsten Fund. Im Hotel angekommen, waren fast alle Zimmer bereits bezugsbereit, obwohl wir viel zu zeitig da ankamen. Hier trafen wir auch auf Junior, bei GC als „intervales“ für viele schöne Caches in der Gegend bekannt, welcher als einziger des Englischen kundige im Park als Kontaktperson für alle APE-Cache-Reisenden dient. Die Hotelanlage war ohne Zweifel ihre 4 Sterne wert und erfreute uns mit kostenlosem WiFi – nur mal als Vergleich: in einem Kaff wie Berlin/Deutschland muss man dafür in gleichwertigen Hotels noch immer exorbitante Preise zahlen… Am Nachmittag wurde dann ein Supermarkt aufgesucht – ich beschaffte hier was, um auf den nachfolgenden Tag angemessen anzustoßen – und habe ein wenig die Stadt besichtigt: außer einem Earthcache und einer interessanten Kirche als Fotomotiv gab es dann nur noch einen Tradi beim Hotel… Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es dann alsbald auf die Zimmer, denn am nächsten Tag begann mit dem Klingeln des Weckers um 6 Uhr einer der aufregendsten Tage meines Cacherlebens…“

Germany goes A.P.E. – Bericht von predator1337

Die Dresdner sind von ihrem kleinen Brasilientrip zurückgekehrt und berichten hier im Blog von ihrem Erlebnis. Den Anfang macht predator1337, der auch nochmal einige Zusatzinformationen zu den A.P.E.-Caches in seinen Bericht eingebaut hat.

„Als Geocaching 2001 noch in den Kinderschuhen steckte, lief der Film „Planet der Affen“ in den Kinos an.

Bei der Bezeichnung APE, englisch für Affe, handelt es sich hierbei um ein Akronym für Alternative Primate Evolution.

Um Geocaching bekannter zu machen, versteckte Groundspeak in Zusammenarbeit mit 20th Century Fox weltweit an teilweise Originalschauplätzen 13 sogenannte Project A.P.E. Caches.

Jeder Cache bestand aus einer großen Munitionskiste (mittlere Mörser M252 Kaliber 81mm, teilweise auch für M224 Mörser Kaliber 66m) und wurden nicht mehr ersetzt, wenn sie gemuggelt wurden und die Listings wurden archiviert.

Das besondere an dieser Cache Art war das eigene Icon und unterteilt wurden sie in Missionen:

Mission 1: Devil’s Spoon, Kalifornien, USA. Archiviert.
Mission 2: Club Suave, Oregon, USA. Archiviert.
Mission 3: Grahm’s Link, New York, USA. In den Tradi Return of the Planet of the Apes” umgewandelt.
Mission 4: Southern Bowl, Brasilien.
Mission 5: Fork in the Canyon, Kalifornien, USA. Archiviert.
Mission 6: Asian Arms, Japan. Archiviert.
Mission 7: Crab Creek, Maryland, USA. Archiviert.
Mission 8: Wattle’s Edge, Australien. Archiviert.
Special Mission: PLANET OF THE APES Premiere!, New York. Archiviert.
Mission 9: Tunnel of Light, Washington, USA. Archiviert.
Mission 10a: River Bearer, Georgia, USA. Archiviert.
Mission 10b: Meridian Snake, Großbritannien. Archiviert.
Mission 11: Tallow’s Sand, New South Wales, Australien. Archiviert.
Mission 12: Blind Canal, Illinois, USA. Archiviert.

Anhand der obrigen Liste kann man entnehmen, dass nur noch ein einziger Cache aktiv ist: Mission 4: Southern Bowl im Parque Estadual Intervales 200 Km südwestlich von Sao Paulo.

Der Cache wurde bisher 252 mal gefunden und hat sich somit zu einer Art „Must have“ für Cacher auf der ganzen Welt entwickelt.

Mission 4: Southern Bowl, der letzte seiner Art, war also der Auslöser einer organisierten Gruppenreise.

Die Idee entstand Dezember 2014 durch Daniel Pflieger, Mitarbeiter bei GeheimPunkt (www.kati1988.de berichtete).

Im Gespräch mit Daniel kam heraus, dass er das Headquarter in Seattle besuchte und noch der A.P.E. auf seiner Wunschliste stand. Da es sicherlich noch mehr Sympathisanten für die Reise gibt, wurde eine Facebook Gruppe gegründet, um das Interesse abzuklopfen.

Ich selbst habe von dieser Aktion auf der Facebookseite von Gocacher gelesen und war echt hin und hergerissen und nach dem ich 2 Nächte drüber geschlafen habe, kam ich zu dem Entschluss „Das ist verrückt, das ist genau dein Ding, da hab ich Bock drauf, da will ich unbedingt mit“ – und wer mich kennt, weiß, dass ich so gut wie jeden Mist mitmache 😉

Vorteil an der Organisation über GeheimPunkt war, ich musste mich nicht um den Flug, das Hotel und Dinge vor Ort wie Mobilität kümmern.

Ich brauchte mich nur zur Reise anmelden, Reisepaß beantragen und Impfungen auffrischen.

Die Impfungen betreffend brauchte ich nicht mehr viel, meine Impfungen waren noch aktuell, einzig eine Gelbfieberimpfung benötigte ich noch.

Diese bekam ich im Tropeninstitut im Krankenhaus Friedrichstadt. Tollwut hätte man noch Impfen können, hielt der Arzt aber für übertrieben und Malariaimpfungen gibt es keine, sondern nur Tabletten zum Vorbeugen, unser Reiseziel war aber kein Malariagebiet.

Die Impfung musste ich gleich vor Ort bezahlen, Kostenpunkt ca 50 Euro, ich konnte mir das Geld bei der Krankenkasse wiedererstatten lassen, das macht aber nicht jede.

Schließlich ist der große Tag gekommen, am 20.5. machte ich mich zusammen mit Kleinzschachwitzer auf den Weg von Dresden nach Frankfurt Main, wo unser Flug nach Madrid starten sollte.

Die 26 Teilnehmer dieser Expedition trafen sich dort im Rahmen eines Geocaching-Events, die Zeit bis zur Gepäckabgabe und zum Boarding wurde sinnvoll genutzt und wir sammelten im kleinen Rudel noch ein paar Caches im näheren Umfeld des Flughafens ein.

Schließlich konnten wir das Gepäck abgeben und danach ging es durch den Sicherheitscheck und zum Boarding. Für mich war das in der Hinsicht etwas aufregend, da ich das erste mal geflogen bin. Aber Kleinzschachwitzer passte ja super auf mich auf 😉 und so ging alles reibungslos über die Bühne.

Der Flug nach Madrid war wenig spektakulär, er dauerte ca. 2 Stunden und da ich einen Fensterplatz ergattert habe, schaute ich die ganze Zeit aus dem Fenster und war mehr als begeistert und so verging die Zeit wie im Flug 🙂

Madrid erreichten wir zum Sonnenuntergang und nachdem wir aus dem Flieger ausgestiegen sind, ging es erst mal zum Event und dann weiter zum zum Gate, um den Flug nach São Paulo anzutreten.

Es war ein Flug über Nacht und dauerte ca. 11 Stunden, an Schlaf war nicht zu denken, ich bin immer mal weg gedöst und nach 30 Minuten wieder erwacht.

Schließlich sind wir gegen 5 Uhr Ortszeit gelandet (Die Zeitverschiebung beträgt übrigens 5 Stunden) und standen eine Stunde später vor dem Flughafen und warteten auf den Bus zum Hotel in Capão Bonito, 30 Km vom A.P.E. Cache und 170 Km von São Paulo entfernt.

Die Busfahrt zog sich auch etwas hin, allein die Fahrt durch São Paulo dauerte eine Ewigkeit.

Zu sehen gab es ein Hochhaus neben dem anderen, nach einer gefühlten Stunde waren wir raus aus der Stadt und wir setzten unsere Fahrt durch wunderschöne Landschaften fort, hier und da sahen wir mal eine Ortschaft, ansonsten immer mehr Natur.

Schließlich sind wir in Capão Bonito angekommen und bezogen unsere Hotelzimmer.

Für den Tag waren keine weitere Aktivitäten geplant, also wurde erst mal der Ort erkundet und der Earthcache besucht.

Am 22.5. sollte es dann das erste mal in den Park gehen. Die Busfahrt dauerte schon eine Weile, die Straßenverhältnisse waren nicht die besten, außerdem setzte der Bus mehrmals auf und wir überquerten eine Brücke, die für mich nicht so ganz vertrauenserweckend aussieht, aber wir erreichten den Park und dort mussten wir erst mal einen Zettel über unseren Verbleib ausfüllen.

Dann ging die Cacherei los, wir machten uns so langsam auf den Weg zu einer ganz bestimmten Dose und sammelten dabei allerhand Beifang in Form von Tradis, Earthcaches und Wherigos ein.

Das Wetter war sehr warm, wenn man bedenkt, dass dort bald Winter ist, denn die Jahreszeiten sind genau umgekehrt. Läuft man offene Wege entlang, fängt man schon an zu schwitzen, kriecht man aber durchs Unterholz im Schatten rum, ist es angenehm kühl, durch die sehr dichte Belaubung kommt recht wenig Sonnenlicht und es wehte gelegentlich mal ein kleines Lüftchen.

Der Weg zur Dose wurde immer abenteuerlicher, über Stock und Stein marschierten wir durch den Dschungel, der immer dichter wurde und dann standen wir am Ziel: für den einen Muggel eine alte Munitionskiste, für Cacher die blaue Mauritius unter den Geocaches.

Wir knipsten viele Bilder, das Logbuch wurde signiert und wir haben insgesamt eine Einkaufstüte voll mit Trackables abgelegt.

Überglücklich über den Fund ging es dann zum Grill-Event, wo wir eine Gruppe einheimischer Cacher kennenlernten, die extra aus Rio de Janeiro angereist sind.

Für sie war das eine kleine Sensation, dass 26 Cacher aus Deutschland wegen dem A.P.E. Cache anreisen, außerdem ist das Event das aktuell größte in Brasilien gewesen.

Im Gespräch kam raus, dass es unter 200 Millionen Einwohnern gerade einmal 2000 Geocacher gibt, von denen wiederum nur 50 aktiv sind. Außerdem gibt es aktuell 2000 Geocaches in Brasilien, denn das Hobby ist dort, im Gegensatz zu Deutschland, nicht sehr verbreitet: während sich bei uns Hinz und Kunz einfach die App auf dem Smartphone installieren und los suchen kann, ist Geocaching dort ein Hobby nur für gut Betuchte mit Geld. Weiterhin kommt man hier mit Englisch nicht weiter, denn die Sprache wird nur an Privatschulen gelehrt, welche auch nur von Kindern besucht werden, deren Eltern Geld haben.

Landessprache ist Portugiesisch und ein paar Brocken lernt man recht fix, denn bei vielen Wörtern lässt sich die Bedeutung recht schnell erahnen. Ich kann z.b. mittlerweile ein Bier bestellen 🙂

Nach dem Event wurde dann noch weiter gecacht und dann 17:30 machten wir uns auf den Rückweg ins Hotel, den Tag ausklingen lassen und Abendbrot essen.

Am nächsten Tag ging es wieder zum Cachen in den Park und im Vorfeld wurde sogar ein Cito organisiert.

Zum Mittag organisierten unsere Gäste aus Rio ein leckeres Barbecue, auch mit diversen Alkoholika. Das Bier war jetzt nicht so toll, es schmeckte mehr wie Wasser, aber die Caipirinhas waren sehr gut 🙂

Danach wurde der Park weiter leergecacht und am späten Nachmittag ging es dann zurück nach Capão Bonito und abends waren wir mit unseren Gästen zum Pizza essen verabredet.

Am dritten Tag besuchten wir einen sehr schönen und weitläufigen Canyon, welcher ein wenig an die Sächsische Schweiz erinnerte. Auch hier gab es wieder viel zu sehen, schöne Aussichten, einen Wasserfall und auf dem Rückweg fanden wir bei einer Pause wild wachsende Orangen, die gekostet wurden – und für sauer befunden wurden.

Fazit:

Die Reise hat sich mehr als gelohnt, es gab sehr viel zu sehen und zu erleben, es war teilweise eine Reizüberflutung.

Auch die Begegnung mit den Cachern aus Rio war sehr aufschlussreich, dank ihnen konnten wir ein paar Einblicke in die Cacherszene Brasiliens bekommen.

Unter den Mitreisenden haben sich auch sehr schnell Kontakte verknüpft, so dass wir uns zu einem super Team entwickelt haben, auch wenn sich zeitweise kleinere Grüppchen bildeten, insgesamt war es ein super Trip mit super Leuten, zumal ich auch kein Problem damit habe, mit fremden Leuten cachen zu gehen und würde sich die Gelegenheit bieten, ich würde sicher wieder eine organisierte Gruppenreise zum Cachen antreten.“

GeheimPunkt macht Cacherträume wahr

Das Giga in Mainz ist nun schon eine Woche her, aber mein Schreibstoff geht mir noch lange nicht aus. An den Ständen auf dem Giga in Mainz konnte ich auch die GeheimPunkt GmbH kennenlernen. GeheimPunkt betreibt das Geocaching „professionell“, bietet also Touren, Geocachingevents und sonstige Aktivitäten, die mit Schatzsuchen zu tun haben, an.

Einige von euch haben vielleicht schon etwas von der APE-Tour gehört, die diese Woche stattfand. Ca. 25 Geocacher machten sich auf zum brasilianischen Regenwald, um dort den noch letzten aktiven Project APE Cache zu finden, siehe hier. Auch zwei Dresdner Cacher waren unter ihnen: predator1337 und Kleinzschachwitzer. Diese werden in den kommenden Tagen hier im Blog von dieser Tour berichten. Wer jetzt schon sehr neugierig ist, kann auch mal im Blog vom Saarfuchs vorbeischauen, dieser war ebenfalls mit dabei und berichtet nun in mehreren Abschnitten über diese Tour.

Dieser „kleine Trip“ wurde vom GeheimPunkt organisiert und auch weitere Reisen dieser Art sind bereits geplant. Im August soll es nach Seattle ins Headquarter gehen zu der bekannten Geocaching Block Party. Diese findet dieses Jahr das letzte Mal statt und man hat nur noch einmal die Möglichkeit, dieses seltene Symbol zu ergattern. Informationen dazu findet ihr hier.

Neben Geocachingtouren veranstaltet GeheimPunkt momentan auch einen Bastler-Contest, bei dem es darum geht, möglichst kreative Verstecke zu erstellen. Es winkt Preisgeld und die Möglichkeit, demnächst professionell Cacheverstecke für die Caches zu erstellen, die die GeheimPunkt GmbH anlegt. Infos dazu findet ihr auf http://www.geheimpunkt.de/cash-for-cache.html mit dem Passwort „Flitzebogen“.

In der Jury zu diesem Wettbewerb sitzt u.a. auch der bekannte Geocacher Bernhard Hoëcker. Damit haben wir auch schon die Überleitung zu einer weiteren Veranstaltung, die von der GeheimPunkt GmbH organisiert wird, geschaffen. Am 27. September 2015 hält Bernhard Hoëcker eine Lesung zu seinem neuen Buch „Neues aus Geocaching – Jetzt wird’s tierisch wild!“ im Zoo von Hannover, Informationen zu dieser Veranstaltung findet ihr hier. Tickets dazu könnt ihr auf deren Seite erwerben oder ihr habt ganz viel Glück und gewinnt hier in meinem Blog zwei Karten zu der Lesung.

Schreibt dazu bis zum 7. Juni 2015, 20.00 Uhr, einen Kommentar unter diesen Beitrag mit der Begründung, warum ihr unbedingt zwei Freikarten zu der Lesung mit Bernhard Hoëcker möchtet. Vielleicht entscheidet ja diesmal nicht der Zufallsgenerator, sondern die Kreativität eurer Antworten.