Gewinnspiel Fotowettbewerb – Abstimmung

Liebe Leser,

vielen Dank für das Einsenden zahlreicher Bilder vom egapark in Erfurt. Der Fokus lag bei diesem Gewinnspiel auf der Fotografie selbst. Neben technischen Aspekten war für uns auch relevant, ob ein Bild das gewisse Etwas hat. Einige Teilnehmer haben mehrere Bilder eingesendet, es kommt trotzdem nur von jedem Teilnehmer maximal ein Foto in die engere Auswahl, d.h. die hier dargestellten Bilder sind auch von zehn unterschiedlichen Cachern. Es haben insgesamt 24 Cacher teilgenommen. Um nun zu entscheiden, wer den ersten, zweiten und dritten Platz erhält, muss jetzt abgestimmt werden.

Hier sind nun die 10 ausgewählten Bilder, die an der Abstimmung teilnehmen:

Bitte entscheidet euch nun, welches Bild euch von diesen 10 Bildern am besten gefällt und wählt die Nummer in unten stehender Umfrage aus.

Welches Bild gefällt dir am besten?

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Die Umfrage läuft genau eine Woche, also bis Sonntag, den 05. Juni 2016 um 22.00 Uhr.

Cachen im grünen Herzen Deutschlands – Das Interview danach

Am Samstag fand Cachen im grünen Herzen statt. Ich selbst habe diesmal quasi keine Fotos vom Event gemacht, das sollteet ihr ja tun. Für einen kleinen Rückblick habe ich mich mit Patrick vom Team Bex & Moe zusammengetan, welcher maßgeblich an der Organisation des Events beteiligt war.

K: Hallo Patrick. Das Mega „Cachen im grünen Herzen“ ist vorbei und ich muss sagen, dass ihr das Motto voll getroffen habt. Nicht nur, dass ihr das Event in der grünen Lunge Deutschlands ausgetragen habt, sondern dazu auch noch einen klasse Veranstaltungsort mit dem egapark gewählt habt. Seid ihr denn erstmal insgesamt zufrieden damit, wie das Event verlaufen ist?P: Hallo Kati. Danke für die Blumen. 🙂 Rückblickend sind wir mit dem Ablauf und Ausgang des Events voll zufrieden. Bis auf ein „kleines“ Malheur, welches wir unter Murphy’s Law verbuchen, ist alles zu unserer Zufriedenheit abgelaufen.

K: Ich denke, du sprichst damit den Einlass an. Ich selbst war schon kurz nach 9.00 Uhr vor Ort und stand eine Weile in der Schlange. Mir war eigentlich so, dass ich irgendwo gelesen hatte, dass ab 09.30 Uhr Einlass ist, aber so richtig los ging es erst nach 10.00 Uhr. Besonders ärgerlich war, dass zu diesem Zeitpunkt Tagesgäste schneller auf das Gelände kamen als Gäste mit vorher gekauften Tickets.

P: Genau. Das Ticketing und Checkin in die Hände von TRCoding zu legen entschieden wir, nachdem wir in Mainz zum Giga Gutenberg gesehen haben wie gut das funktioniert. Das genau dieses gut funktionierende System aussteigt, war nicht vorauszusehen. Verärgerte Stimmen, die zu lang vorm Eventgelände warten mussten, können wir durchaus verstehen. Dafür entschuldigen wir uns auch in aller Form. Die Entscheidung, die Schlange auszudünnen durch das Rauspicken der Tageskassenbezahler war Notfallplan 1. Was nur bedingt zu Erfolg führte. So entschieden wir kurzer Hand die Tore zu öffnen, um erst mal die Gemüter zu beruhigen, und uns um einen besseren Notfallplan zu kümmern, der dann mit Hilfe der mobilen Geräte des Checkin gut funktionierte.

K: Es war aber auch am frühen Morgen schon ein extremer Ansturm. Wie viele Gäste kamen denn insgesamt zum Event?

P: Durchaus. Dass zum offiziellen Event-Beginn gleich so viele Geocacher vor den Toren standen, hat uns alle überrascht, aber ebenso auch gefreut! Die Schätzungen liegen bei ~ 4000 Gästen, aber eine genaue Zählung liegt uns noch nicht vor. Wird aber bekannt gegeben, sobald dies der Fall ist.

K: Auf dem riesigen Gelände fiel diese Zahl dann aber gar nicht auf. Es hat sich alles sehr gestreut. Dies hat positive und negative Seiten. Ich habe mit einigen Cachern gesprochen und jemand meinte, es hätte ein gewisses Rahmenprogramm gefehlt, oder eine Bühne. Bei anderen Megas ist man das tatsächlich schon gewöhnt. Oder gab es vielleicht so etwas wie eine Bühne und ich habe es übersehen?

P: Eine kleine Bühne gab es vor Halle 1. Diese diente allerdings nur für die Begrüßung, Auslosung, Verabschiedung und Danksagungen sowie diverse Durchsagen. Eine „After-Party“ war insofern nicht möglich, da dies vom EGA-Park aus nicht erlaubt ist. Leider weder outdoor noch in einer der Hallen. Führungen, Rundfahrten, Vorträge, Workshops, Lab-Caches waren geboten. Sehr gerne nehmen wir Tipps entgegen für weitere Ideen.

K: Ihr hattet auch erstaunlich viele Shops vor Ort. War das eine eurer Prioritäten?

P: Naja, eigentlich nicht. Wir wollten eigentlich nicht übermäßig viele, haben uns dann aber auf max. 15 geeinigt. Zum einen ist es uns fern irgendwelche Shop Betreiber zu verprellen und zum anderen war uns klar, dass mit zunehmender Besucherzahl auch das Shop-Angebot steigen sollte, da es nichts Schlimmeres gibt als ein fürchterliches Gedränge an den Ständen. Somit hat sich alles gut verlaufen.

K: Besonders schön war es auch, das Maskottchen Signal wieder zu sehen. Allerdings sah er etwas anders aus als sonst. Hatte er sich mal wieder gewaschen?

P: *Lach* Er roch jedenfalls frisch gewaschen. 🙂 Dass unser allseits beliebtes Maskottchen zum Event dabei sein musste, war eine der obersten Prämissen, nicht zuletzt wegen der zahlreich angemeldeten Kids.

K: Ich habe auch freudig eure Kinderstationen wahrgenommen und mitgemacht. Die Helfer waren also so lieb und haben auch Erwachsene teilnehmen lassen. Passend zum Motto konnte man als Belohnung seine eigene Pflanze ansäen und mit nach Hause nehmen. Allerdings weiß ich jetzt gar nicht, um was für eine Pflanze es sich dabei handelt. Soll dies eine Überraschung sein oder weißt du, was daraus wird?

P: Dass die Kinderspiele bei Groß und Klein gut angekommen sind, freut uns sehr. So genau kann ich dir diese Frage gar nicht beantworten. Ich tippe auf einen bunten Blüten-Mix. Also „Surprise Surprise“ 🙂

K: Was ja auch wieder gut zum Gelände passt. Man hat wirklich sehr viele schöne, verschiedene Blumen gesehen. Sogar die Erfurter Puffbohne konnte ich in Urform sehen und später auch als Essen zu mir nehmen, was ich mir nicht entgehen ließ. Die Orga entschied sich ja auch zu diesem Namen. Was ist das Besondere an dieser Bohne?

P: Schon im Mittelalter wurden Brunnenkresse, Kohl und Puffbohnen rund um Erfurt angebaut. Der nährstoffreiche Boden des Thüringer Beckens ließ diese Bohnensorte, die sich durch ihren hohen Protein- und Stärkegehalt auszeichnet, sehr gut gedeihen. Und zwar so gut, dass sie bald als „aufgebufft“ und später als „ausgepufft“ galt, was soviel wie „sehr groß“ bedeutet. Aber bevor ich ausschweife.. hier zum selbst nachlesen. 🙂 http://www.erfurt-lese.de/?article_id=25

K: Ich finde jedenfalls, dass das ega-Gelände echt ideal war für solch ein Mega-Event. Man konnte viel rumlaufen, es hat sich etwas verteilt und man konnte viele wunderschöne Dinge sehen. Einziger Wermutstropfen war wohl, dass Hunde nicht erlaubt waren.

P: Das ist durchaus ärgerlich. Aber wie schon im Interview vor dem Event gesagt, ist das an die Regeln des Parks gebunden. Wir selbst lieben Hunde und Tiere aller Art und schließen die lieben Vierbeiner unserer Cacher-Kollegen nur sehr ungern aus.

K: Ihr wirktet allgemein sehr entspannt auf dem Event und es hat den Anschein genommen, dass alles locker flockig von der Hand lief. Wird es eine Fortsetzung geben?

P: Dass wir, bis auf das vorhin schon erwähnte Malheur, recht entspannt waren, lag eben daran, dass alles Weitere reibungslos ablief. Diesen reibungslosen Ablauf konnten wir natürlich nur mit unseren fleißigen Helfern, bei denen ich mich hier nochmals herzlich bedanken möchte, garantieren! Alle 20 Orga-Daumen hoch für euren Einsatz!! Eine Fortsetzung? Nichts genaues weiß man nicht. 🙂 Lassen wir uns mal alle überraschen. 🙂

K: Dann bedanke ich mich bei euch nochmal für das tolle Event, die super Organisation und das Bereitstellen von drei ega-Coins, die man bei mir im Blog im Rahmen des ega-Fotowettbewerbs gewinnen kann. Auch vielen Dank, dass du dir noch einmal die Zeit zu diesem Interview genommen hast.

P: Zu allen drei Punkten, kurz und knapp: sehr sehr gerne! Uns hat es auch eine Riesenfreude bereitet, ein Mega-Event für die große Geocacher-Community zu bereiten. Abschließend, vielen Dank an alle die unserem Ruf „Cachen im grünen Herzen Deutschlands“ gefolgt sind! Und auch dir vielen Dank für das Interview.

Die Orga vom Event im Grünen

Die Orga vom Event im Grünen

Blumen im Vordergrund, "Ladenzeile" im HIntergrund

Blumen im Vordergrund, „Ladenzeile“ im Hintergrund

Wartende Cacher vor dem Eingang

Wartende Cacher vor dem Eingang

 

Und nun seid ihr dran. Wie bereits hier geschrieben, suche ich hübsche Fotos vom Event in Erfurt. Die Preise stehen bereits fest. Es wird drei Gewinner geben.

1. Platz:

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  • Ein trackbares Cachie-on-Board-Saugnapfschild, designt von der Mietzecacherin, gesponsert vom Laserlogoshop.
  • Eine große wasserdichte Kunststoffbox, zwei Petlinge und eine Lost&Found-DVD, gesponsert von GEO Paradise.
  • Eine ega-Coin, gesponsert von der Orga des Mega-Events.
  • Wicked Wisdom Geocoin, gesponsert vom Cache-Corner.
  • Travel-Tag, gesponsert vom Lost-Place-Shop in Berlin.
  • Ein Pixi-Büchlein „Ich habe eine Freundin, die ist Geodätin“ und einen Taschen-Cito.

2. Platz:

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  • DraKUHla Geocoin, gesponsert vom Cache-Corner.
  • Lost Miner Patch, gesponsert von LostPlaces4theKingz.
  • Eine ega-Coin, gesponsert von der Orga des Mega-Events.
  • Code-Tabellen, gesponsert von GEO Paradise.
  • Travel-Tag, gesponsert vom Lost-Place-Shop in Berlin.
  • Ein Pixi-Büchlein „Ich habe eine Freundin, die ist Geodätin“, Infobuch „Entdecke den Wald“ und einen Taschen-Cito.

3. Platz

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  • Erfurt-Geocoin, gesponsert vom Geocoinshop.
  • King of Lost Place Patch, gesponsert von LostPlaces4theKingz.
  • Eine ega-Coin, gesponsert von der Orga des Mega-Events.
  • 9 Volt Blocklite UV, gesponsert vom Taschenlampenpapst.
  • Travel-Tag, gesponsert vom Lost-Place-Shop in Berlin.
  • Ein Pixi-Büchlein „Ich habe eine Freundin, die ist Geodätin“, Infobuch „Entdecke den Wald“ und einen Taschen-Cito.

Fotowettbewerb zum Event im Grünen

Am Wochenende ist es endlich so weit: Das Event „Cachen im grünen Herzen Deutschlands“ findet statt. Ein Mega-Event in der Hauptstadt der grünen Lunge Deutschlands: Thüringen. Dieses Event ist nicht nur „grün“, weil es in Thüringen ist, sondern auch der Veranstaltungsort ist etwas ganz Besonderes: der egapark in Erfurt. Dabei handelt es sich um einen 36 Hektar großen Garten- und Freizeitpark, in dem es von Blumen nur so wimmelt. In solch einer herrlichen Kulisse kann man sicher auch viele schöne Fotos machen. Daher veranstalte ich diesmal einen Fotowettbewerb.

Wettbewerbsablauf

  • Schießt am Samstag schöne Fotos vom egapark in Erfurt und sendet diese bis zum 29.05.2016, 22.00 Uhr, an die E-Mail-Adresse gewinnspiel@kati1988.de
  • Eine Jury (plusLars und ich) werden von den eingesandten Fotos die 10 schönsten auswählen und diese hier im Blog anonym veröffentlichen.
  • Ihr dürft aus den 10 Bildern die drei schönsten wählen und somit mitbestimmen, wer die Preise erhält.
  • Zu gewinnen gibt es u.a. Geocoins und eine Überraschung vom Laserlogoshop und der Mietzecacherin. Die genauen Preise werden nach dem Event feststehen.

Ich habe mich selbst auch gerade einmal an einem Blumenfoto probiert. Dabei handelt es sich aber nur um meine Balkonpflanzen.

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So oder so ähnlich könnten eure Fotos vom egapark aussehen. Der Event-Shop hat mittlerweile geschlossen, aber es wird am Samstag auch eine Tageskasse geben, bei der ihr für 14 Euro (Erwachsene) bzw. 8 Euro (Kinder ab 7 Jahre) Tickets beziehen könnt.

Viel Spaß beim Knipsen. Bis Samstag.

Petling-Weitwurf-Meisterschaft kommt nach Berlin

Ein Wettbewerb im Petling-Weitwurf ist ja mittlerweile nichts Neues mehr. Schon 2009 wurde im Rahmen der 1. Nordseetaufe solch ein Wettbewerb ausgetragen. Ich selbst habe auch schon zwei solcher Meisterschaften mitgemacht: Bei den GeoGames in Leipzig und bei der Dresdner Stadtmeisterschaft nur 2 Monate später. Ich konnte damals meine Wurfweite von 11m auf 15m verbessern. Ein ziemlich miserables Ergebnis, wenn man sich so anschaut, was andere so erreichen. Wenn man sich auf diese Quelle bezieht, so wurde schon eine Weite von 69,80m erreicht. Ein ziemlich überragendes Ergebnis.

Nun ist dem Team DeJuCo aufgefallen, dass solch ein Wettbewerb noch nie in Berlin stattgefunden hat. Also haben sie sich dazu entschlossen, eine Petling-Weitwurf-Meisterschaft auch einmal in der Hauptstadt auszurichten. Das Event findet am 9. Juli 2016 in der Nähe des Flughafens Tegel statt. Es können also auch Leute von auswärts mit dem Flugzeug anreisen und bei der Meisterschaft teilnehmen.

1213c4a2-1044-4618-b337-a0f16f487865Es wird einen eigenen Wanderpokal geben, der an den vergeben wird, der insgesamt am weitesten geworfen hat. Man kann also hoffen, dass das Team solch einen Wettbewerb noch mehrfach ausrichten wird.

dfc06215-f085-4a22-babe-35d0a6e50592.pngAußerdem werden Medaillen an die besten drei Werfer der jeweiligen Wettkampfklassen überreicht. Diese Klassen sind: Nano-Cacher, Micro-Cacher, Frauen-Power und offene Klasse.

Ich freue mich schon auf diesen Wettbewerb und vielleicht sieht man ja den ein oder anderen Leser dann vor Ort.

Navigon-App jetzt für Android-User gratis

Als Android-Nutzer und Amazon-Kunde kann man jetzt ein richtiges Schnäppchen machen. Dafür braucht man die sogenannte Amazon-Underground-App, siehe hier*:

Diese ersetzt die gewöhnliche App zum Amazon-Shopping. Hat man diese heruntergeladen und besitzt kein gerootetes Handy, so kann man nun auf Underground-Apps zugreifen und dort Apps gratis herunterladen.

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Für unbestimmte Zeit gibt es dort gerade die Navigon-App zum Herunterladen.

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Diese ist eine Navigations-App von Garmin, die mit Offline-Karten arbeitet, also nicht das mobile Netz unterwegs zur Navigation nutzt, es sei denn, man möchte aktuelle Stau- und Blitzerinformationen erhalten. Den Link zu dieser App erhaltet ihr auch hier*:

Nicht nur die App ist dabei gratis, sondern auch alle In-App-Käufe (insgesamt wohl ein Wert von 140EUR).

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Besonders interessant für Geocacher ist auch die Möglichkeit, Koordinaten zur Navigation einzugeben, leider nicht im Standard-Format wie es Groundspeak nutzt, sondern im Format Grad, Minuten, Sekunden bzw. Dezimalgrad.

Wer also viel mit dem Auto unterwegs ist und schon lange davon genervt ist, dass die Google-Navigation so viel Traffic zieht, dem sei das Herunterladen dieser App empfohlen.

Edit: Es sei erwähnt, dass die Amazon-App sehr viele Berechtigungen verlangt. Das ist wohl der Minuspunkt dieser Gratissache. Man muss sich quasi nackig machen. Personen, denen Datenschutz wichtig ist, rate ich vom Herunterladen der Amazon-App ab.

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Berolina

Der Begriff Berolina stammt aus dem Neulateinischen und bedeutet eigentlich nichts anderes als die Stadt Berlin selbst oder die Personifikation dieser. Das bekannteste Bildnis einer Berolina ist die Statue, die ehemals auf dem Berliner Alexanderplatz stand.
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Unter Cachern ist die Berolina jedoch mittlerweile als DAS Cacheevent des Monats bekannt. Gestern hatte ich das erste Mal selbst die Möglichkeit, bei einem der bekannten Berolina-Events teilzunehmen. Es handelte sich dabei um das Newbie Event April 2016 – Berolina Edition. Dieses fand im Aventuras in Borsigwalde statt.

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Dort traf ich auf DeepdiverBerlin, der so freundlich war, mir ein kleines Interview über diese Eventserie zu geben.

K: Hallo!
D: Hallo Kati!
K: Heute spreche ich mit DeepdiverBerlin und ich bin auf meinem ersten Berolinaevent. Es ist vermutlich eine Schande, jetzt als Berliner Cacher das erste Mal auf einem Berolina-Event zu sein.
D: Naja, du hast schon mehr als 100 verpasst, insofern ist es schon traurig. Aber du bist ja noch nicht so lange da, daher ist es nicht ganz so schlimm. Du hast jeden Monat die Chance wiederzukommen.
K: Seit wann gibt’s denn die Berolina?
D: Das kannst du ja zurückrechnen. Wir haben letztes Jahr die 100. Berolina gehabt, jeden Monat einmal, d.h. schon fast 10 Jahre.
K: Was genau ist denn die Berolina?
D: Die Berolina ist das monatliche Treffen Berliner Cacher und aller Cacher, die zu Gast in unserer Stadt sind. Wir tauschen uns aus über neue Caches. Wenn man bei Rätselcaches nicht weiter kommt, kann man hier in die Runde fragen, ob jemand was weiß. Alle Sachen rund ums Cachen und natürlich auch private Sachen kann man hier austauschen.
K: Wer kam auf die Idee für das Berolina-Event?
D: Das ist weit vor meiner Zeit gewesen. Das war die Cachertruppe die unfromme Helene und Xylanthrop. Das sind die beiden, die die Berolina eigentlich mal gegründet haben. Jetzt haben Jack_Sparrow und ich es übernommen unter dem Cachernamen Berolina Events und führen die Berolina praktisch fort.
K: Wer entscheidet denn, wo das nächste Berolina-Event stattfindet?
D: JackSparrow und ich fragen immer rum, wenn irgendein Monat noch offen ist. Es gibt den ein oder anderen Monat, der ist traditionsbedingt fest vergeben. Weihnachten macht es immer die Familie hennylino in ihrem Stammitaliener. Mit viel Aufwand und vielen Geschenken und viel Mühe wird da die letzte Berolina des Jahres gefeiert. Genauso traditionsmäßig wird die erste Berolina des Jahres immer von mir ausgestattet, in Buckow im Lindengarten. Im August ist meistens mic@ mit seinem Event aktiv in der Deck 5 Strandbar. Da kann man immer beim Cocktail trinken die Sternschnuppen beobachten. Der Juli ist fest an uwe-sauerland vergeben. Also es gibt nur noch wenige Termine, die nicht so richtig fest vergeben sind. Ich versuche das auch so ein bisschen aufzubrechen. Ich würde mich freuen, wenn wir auch mal neue Leute haben, die eine neue Berolina machen. Jeder ist gern eingeladen, eine Berolina zu organisieren. Dieser bekommt von uns einen Rahmen an die Hand. Wir haben einige Sachen, die wir uns fest wünschen, aufgrund der Erfahrung, die wir in den letzten 10 Jahren gemacht haben. Dazu gehört zum Beispiel ein festes Nummernsystem. Der Wirt muss damit einverstanden sein, dass jeder auf eine feste Nummer bestellt. Deswegen haben wir auch sehr hübsche Namensschilder mit festen Nummern, seit neuestem. Dann gibt es auch nachher keinen Streit, wenn dann 20 Bier offen sind. Jeder hat seine eigene Nummer, seine eigene Rechnung. Wenn dann doch was übrig ist, ist der Wirt selbst schuld. Und wenn der Wirt damit nicht einverstanden ist, ist das kein Problem. Wir finden in Berlin immer ein Lokal, das bereit ist, eine Berolina auszurichten.
K: Heute haben wir hier ja ein Newbie-Event. Ist das jetzt noch etwas Spezielles?
D: Puschbär macht regelmäßig solche Newbie-Events, für Leute, die noch nicht so lange beim Cachen dabei sind, um die ersten Fragen, die sich vielleicht ergeben, zu beantworten. Und ich habe ihn letzten Monat angesprochen, ob er nicht mal die Berolina im April machen will, weil die da noch frei war. Und er meinte „Na klar, aber nur wenn ich sie mit meinem Newbie-Event verbinden darf. Da muss ich nicht zwei ausrichten.“ Insofern ist das eine Sonderform der Berolina und vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr, auch noch andere Sonderformen zu bringen. Wir machen vielleicht mal eine Dampferfahrt, vielleicht wird die auch zusätzlich gemacht. Da müssen wir mal gucken, ob wir das schaffen. Also da sind einige Ideen. Vielleicht machen wir auch mal „Berolina on Tour“, und machen gemeinsam mit den Cachern eine Busfahrt oder so, irgendwo in die Gegend. Aber das sind alles so Sachen. Wenn sich einer in deinem Blog findet, der das gern organisieren möchte, soll er sich gern an einen von uns beiden wenden und dann können wir gern darüber sprechen.
K: Gibt es eine spezielle Stammkundschaft? Also gibt es Cacher, die immer diese Events besuchen?
D: Also die Cachergemeinschaft in Berlin ist sehr groß. Wir haben immer zwischen 100 und 120 Teilnehmer. Natürlich gibt es einige Leute wie die Moni, die quietscheente, die dafür bekannt ist, dass sie jedes Event, das in der Stadt stattfindet, wahrnimmt. Sie hat glaube ich mehr Events als gefundene Dosen. Aber es gibt schon einen harten Kern, der versucht, zu jeder Berolina zu kommen. Es gibt aber auch Leute, die sagen „ich fahre nicht 33km durch die Stadt“. Wenn welche in den Norden fahren, aber im Süden wohnen oder andersrum. Deshalb versuchen wir die Berolina über’s Jahr auch so zu verteilen, dass jeder Bereich der Stadt mal betroffen ist, sodass auch die Cacher, die nicht extra 30km fahren wollen, mal eine Berolina besuchen können.
K: Die Berolina findet auch wirklich jeden Monat statt?
D: Sie findet jeden Monat statt. Nicht im fest getakteten 4-Wochen-Rhythmus, aber jeden Monat des Jahres gibt es eine Berolina.
K: Möchtest du selbst noch etwas loswerden zur Berolina?
D: Ich lade jeden herzlich ein, zur Berolina zu kommen. Ob er einen Fund hat, gar keinen Fund oder 10.000 Funde. Jeder ist bei uns willkommen und jeder kann noch dazulernen.

 

Ich habe außerdem noch was erfahren: Damals gab es wohl ein sogenanntes „Sammellisting“, d.h. nicht jedes Event hatte sein eigenes Listing. Es gab immer nur eins und dieses war auf den Alexanderplatz gesetzt. Den Informationen konnte man dann entnehmen, wo und wann genau die jeweiligen Events statt fanden. Es gab wohl aber auch sehr oft Touristen, die dann am Alexanderplatz standen und sich gefragt haben, warum dort niemand ist. Mittlerweile hat Groundspeak diese Sammellistings abgeschafft.

Das Erdmännchen heult den Vollmond an

Vielen Berlinern ist die Eventreihe mittlerweile sicherlich ein Begriff: „Das Erdmännchen heult den Vollmond an“. Beim Erdmännchen handelt es sich dabei um einen Cacher.

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Seit dem März 2014 findet das Event regelmäßig statt, und das immer zu der genau berechneten Zeit des Vollmonds. Dies kann klassischerweise mitten in der Nacht stattfinden, oder aber auch mal bei strahlendem Sonnenschein. Der Titel sagt eigentlich alles aus: Cacher treffen sich zu besagter Uhrzeit und dann wird der Vollmond angeheult. Klingt komisch? Ist aber so. Ich war dabei, zum Zweijährigen dieser Eventserie.  Zuerst will man der Sache nicht glauben, dass wirklich der Vollmond angeheult wird, die Cacher sind aber zu vielem Verrückten bereit und machen genau das. Dabei ist es egal, ob man sich dabei gerade in Berlin-Mitte oder sonstwo befindet. Für gewöhnlich finden die Events in Berlin statt, das Erdmännchen war aber auch schonmal zur Vollmondstunde unterwegs und so kam es, dass auch schon ein Event in Dänemark statt fand. Einige Berliner Cacher sind dafür sogar nachgereist.

vorlagebanner5ps8724weqAls kleine Motivation, die Events zu besuchen, gibt es sogar Profilbanner. Man kann durch die Teilnahmen an den Events verschiedene Auszeichnungen wie „Rookie“ oder „Bronze“ erhalten. Je mehr man besucht, desto mehr steigt man auf. Das höchste ist gerade „VIP“ bei 35 besuchten Events, was noch keiner haben sollte, da die Events erst 26 mal statt gefunden haben. Die Teilnahmen an den Events schwanken dabei sehr:

statistik_erdmännchenDies hat wohl hauptsächlich mit den verschiedenen Zeiten zu tun, wann der Vollmond statt findet. In der Nacht um 4.00 Uhr kommen dann doch nicht so viele Cacher wie abends um 19.00 Uhr.

Die nächsten Termine sind die folgenden:

  • Freitag, 22. April 2016, 18:30 Uhr, 3-Dörfer-Blick, Rudow
  • Samstag, 21. Mai 2016, 23:14 Uhr, am Tierfriedhof am Luthersteinweg, Erfurt, N 51° 03.235 E 011° 04.188
  • Montag, 20. Juni 2016, 18:00Uhr, Badetag
  • Mittwoch, 20. Juli 2016, 00:56 Uhr, Spandau oder Charlottenburg
  • Donnerstag, 18. August 2016, 18:30 Uhr, Köpenick
  • Freitag, 16. September 2016, 21:05 Uhr, Stadtpark, Hamburg
  • Sonntag, 16. Oktober 2016, 06:23 Uhr
  • Montag, 14. November 2016, 14:52 Uhr
  • Mittwoch, 14. Dezember 2016, 01:05 Uhr

Ihr könnt also heute gleich loslegen und euer erstes Erdmännchen-Event besuchen. Dieses findet ihr hier.

 

Geocaching in Tschernobyl? – Ein Bericht von Kleinzschachwitzer

Nachdem Jens aka. Kleinzschachwitzer schon letztes Jahr in diesem Blog über die Tour zum Ape-Cache in Brasilien berichtet hat, konnte ich ihn auch diesmal wieder dafür gewinnen, einen Beitrag für diesen Blog zu schreiben und uns somit einen kleinen Einblick in die Tour zu geben, die er gemeinsam mit predator1337 und anderen vor kurzem unternommen hat: Eine Reise nach Tschernobyl.

„Im letzten Jahr – als 26 völlig normale Geocacher/innen tief im Dschungel Brasiliens das Abenteuer „APE-Cache“ genossen – wurde dort die Idee geboren, als nächste genauso normale Aktion mal nach Pripjat zu reisen… Diese in Privatinitiative gestartete Organisation einer solchen Tour versandete jedoch, aber was blieb war die Idee… Irgendwann Ende letzten Jahres stieß ich dann in den unendlichen Weiten des Internets auf die Seite von urbexplorer.com und ihrer „Pripjat Stalker Tour“ genannten Reise, welche sich zwar vornehmlich an Fotografen richtet, aber auch der Hobby-Knipser, Geocacher und Lost Place Interessierte passt da ins Profil… Gesagt, getan – also gebucht und „predator1337“ – der zweite Dresdner aus der APE-Reisegruppe – entschied sich ebenfalls dafür…

Die Vorfreude wuchs und am Sonnabend, dem 12.3., ging es dann endlich los: da der Treff in Berlin für 14:45 Uhr angesetzt war, nutzten „predator1337“ und ich die Zeit, um vorher in Berlin noch ein paar Caches mit spannenden D/T-Wertungen aufzusuchen… Mein Zeitplan ging auf und obwohl wir im Zielgebiet des Treffs dann ein wenig nach einem freien kostenlosen Parkplatz für die nächsten Tage suchen mussten (die an diesem Wochenende veranstaltete ITB komplizierte dies etwas), erreichten wir punktgenau und als vorletzte den bereitstehenden Bus, einem ganz neuen Ford Transit (18 Plätze) mit polnischem Kennzeichen, der erst 500km auf dem Tacho hatte – nach der Reise waren es 3000km mehr… Unser Trupp bestand jetzt aus 12 Reisegästen + Marek, dem Veranstalter und dem ersten polnischen Fahrer; der zweite wurde unterwegs auf der Fahrt durch Polen eingesammelt. So fuhren wir nun also ostwärts, absolvierten aller 2-3h entsprechende Komfortstops inkl. Essenspausen – beim Italiener im tiefsten Polen hielten wir sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt; bezahlt werden konnte entweder bar mit Euro oder per Kreditkarte. Als wir die EU-Außengrenze zur Ukraine erreichten, war der Sonntag bereits ein paar Stunden alt. Die Grenzformalitäten inkl. Wartezeiten waren lt. Marek ungewöhnlich kurz verglichen mit den vorherigen Reisen – unsere Tour war bereits die 9. nach Pripjat, die urbexplorer.com veranstaltete… Gegen Mittag erreichten wir dann die Hauptstadt Kiew, und nachdem wir endlich eine geöffnete Wechselstube fanden, die genügend „Griwna“ für alle besaß (obwohl wir ja nicht viel umtauschten; 30 EUR für 4 Tage Ukraine genügten völlig), wurde erst mal eine ausgiebige Mittagspause mit Borschtsch und Bier und weiteren einheimischen Gerichten vom Buffet gemacht… Danach starteten wir zum Sightseeing und konnten auf dem Gelände des WWII-Memorials mit einem Virtual (GC36C6) und einem Tradi (GC3VVVV) die ersten Caches in der Ukraine finden… Für die in dem weitläufigen Gelände auch noch liegende Letterbox (GC3888C) fehlte leider die Zeit… Nachdem wir dann am späten Nachmittag unser Hotel bezogen, ging es am Abend mit unserem einheimischen Guide, den wir an diesem Tag für Kiew hatten und den wir anschließend in unserem Hotel in Tschernobyl wieder trafen, als er eine polnische Reisegruppe betreute, per Metro ins Zentrum von Kiew, zum Maidan… Dabei vermittelte er uns in Englisch viel von seinen Erlebnissen rund um die damaligen Geschehnisse hier… Später dann probierten wir in ein paar typischen Bars div. unterschiedliche Wodka-Geschmacksrichtungen… In Kiew wurden wir noch bei 3 weiteren Tradis fündig, diese waren aber allesamt in einem sehr schlechten Zustand, d.h. die Logbücher bzw. was davon noch übrig war, waren übervoll… Geocaching ist hier eindeutig unterrepräsentiert; außerhalb der Hauptstadt findet man nur noch im Grenzgebiet zu Polen ein paar größere Ansammlungen, ansonsten gibts im Land immer nur sporadisch mal eine Dose…

Kiew - WWII-Memorial; Blick nach Fund des Tradis in Richtung Virtual...

Kiew – WWII-Memorial; Blick nach Fund des Tradis in Richtung Virtual…

Am nächsten Tag ging es nun von Kiew nach Tschernobyl, einer Sperrzone rund um den havarierten Reaktorblock 4, eingeteilt in eine 30km- und eine 10km-Zone, an deren Grenzen die ukrainische Miliz jeweils die Genehmigungen bei der Einreise und die Kontaminierung bei der Ausreise überwacht… Nach einem ersten Fotostop am Ortseingangsdenkmal ging es erst mal in östlicher Richtung weiter, um mitten in der Landschaft das Gehöft einer sehr betagten Familie zu besuchen, welche nach der Evakuierung illegalerweise wieder in ihre Heimat zurückkehrte, was von staatlicher Seite aber nun mittlerweile geduldet wird… Auf dem Rückweg gen Pripjat hielten wir bei einer Brücke und erblickten von da aus in der Ferne zum ersten Mal das Kernkraftwerk sowie den neuen noch im Bau befindlichen Sarkophag. Weiter ging es, und alsbald kamen wir zum Dorf Kopatschi, in welchem nur noch der aus Stein gebaute Kindergarten sowie ein Denkmal für die im 2. Weltkrieg gefallenen Soldaten bestehen blieb, die übrigen aus Holz erbauten Häuser wurden wegen der starken Kontamination abgerissen… Nun begann unsere erste Lost Place Besichtigung, und was für eine: „predator1337“ fand es total gruselig hier und ich war irgendwie fasziniert – von der Stimmung, den Bildern im Kopf und später auch in der Kamera, einfach unbeschreiblich… Hier zeigten unsere Dosimeter das erste Mal auch leicht erhöhte Werte an, gegenüber den 0,1-0,2 µSv/h der natürlichen Strahlung, wie sie sowohl in Berlin als auch im Ort Tschernobyl anzutreffen ist, waren es jetzt zwischen 1-2 µSv/h und unser Guide zeigte uns dann bei einem Baum einen Hotspot, bei dem sein Gerät dann 11,2 µSv/h anzeigte… Nun fuhren wir zum Kernkraftwerk, in welchem ca. 2000 Arbeiter wohl noch Jahrzehnte mit der Stilllegung zu tun haben und dazu aktuell auch noch mit der Fertigstellung des neuen Sarkophags, und machten bei 2,03 µSv/h ein paar Selfies am Denkmal… Danach ging es hinein nach Pripjat und wir besichtigten die Fabrik „Jupiter“, welche zu Zeiten der Sowjetunion für militärische Zwecke div. elektronische Komponenten fertigte; ein riesiges Areal mit Bürogebäuden und Werkhallen, für das man allein eigentlich einen ganzen Tag einplanen sollte… Wir hatten nur ein paar Stunden und so reichte es gerade, um das Bürohochhaus vom Erdgeschoß bis rauf zum Dach mit den Satellitenschüsseln zu erkunden…

Auf dem Dach eines Bürogebäudes der Jupiter-Fabrik

Auf dem Dach eines Bürogebäudes der Jupiter-Fabrik

Am späten Nachmittag kamen wir dann noch am Wrack eines Panzers aus dem 2. Weltkrieg vorbei und den Abschluss unserer heutigen Erkundungstour bildete die Ruine eines sich im Bau befindlichen Kühlturms. Der Boden war an vielen Stellen mit Moos bedeckt und hier schlugen die Dosimeter mal wieder etwas aus, aber wir waren ja schnell wieder raus, säuberten danach unsere Schuhe und konnten im Ergebnis dessen bei der Ausfahrt aus der 10 km-Zone dem Detektor allesamt ein grünes Licht entlocken…

Ein Panzer aus dem zweiten Weltkrieg

Ein Panzer aus dem zweiten Weltkrieg

Nun ging es wieder nach Tschernobyl und als erstes in einen Supermarkt, was aber mehr ein „Tante-Emma-Laden“ war, um uns mit div. Dingen, vor allem Alkoholika, einzudecken… Danach erreichten wir unser Hotel, in dem wir 2 Nächte verbringen sollten. Bereits im Vorfeld wurden wir aufgeklärt, dass wir uns in Tschernobyl am Abend nicht einfach so frei bewegen können und es ab 22 Uhr eine Ausgangssperre gibt, d.h. das Hotel wird dann auch abgeschlossen. Toiletten und Duschen waren zwar auf der Etage in separaten Räumen ausgelagert, entsprachen aber allesamt dem aus DE gewohnten Standard und die Verpflegung war reichhaltig. Die Hotelbar bot eigentlich nix, aber da hatten wir ja vorgesorgt und so verbrachten wir bei  Bier und Wodka nach demAbendessen noch einige Stunden am Tisch und ließen den Tag Revue passieren…

Ortseingang von Tschernobyl

Ortseingang von Tschernobyl

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Kernkraftwerk: Denkmal und Block 4

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Die Sonne geht hinter dem Kernkraftwerk unter

Am nächsten Tag genossen wir Pripjat pur: wir besichtigten einen weiteren Kindergarten – auch hier wieder die Bilder mit den Puppen, die man wohl nie vergisst – und danach mit dem Krankenhaus eines der prägenden Lost Places dieser Geisterstadt. Klare Instruktion am Anfang: nicht in den Keller; dieser darf nur mit geeigneter Schutzausrüstung betreten werden, denn da sind die Kleidungsstücke der Liquidatoren untergebracht! Und auch am Eingang äußerste Vorsicht, denn da lag auf einem Tisch noch ein unscheinbarer Stofffetzen davon rum, bei dem uns unser Guide mit seinem Dosimeter die höchste Strahlungsleistung demonstrierte, die ihm im geführten Bereich der Zone jemals begegnete: 872,3 µSv/h !!! Alle anderen Etagen wurden nun besichtigt und auch hier werden die Bilder mit den OP-Sälen und den div. noch gefüllten Medizinflaschen so schnell nicht vergessen werden…

Im Krankenhaus

Im Krankenhaus

Die weiteren Etappen des heutigen Tages waren:
– Café und Schiffsanleger
– Hotel „Polissya“: wir waren auch auf dem Dach mit dem Schriftzug
– Kulturhaus „Energetyk“
– Riesenrad + Autoscooter –> Earthcache GC2V455 „Bennies Blowout Battle“ – der einzige Geocache außerhalb Kiews auf unserer Reise durch die Ukraine und natürlich DER Geocaching-Höhepunkt: die wichtigste Aufgabe, die nur vor Ort zu lösen war, war die Bestimmung der aktuellen Strahlungsleistung in µSv/h
– Klaviergeschäft
– Schule mit den vielen Gasmasken
– Schwimmbad „Azur“
– 16 stöckiges Wohngebäude + 10 stöckiges Hotel: jeweils bis aufs Dach spaziert
– Fischzuchtstation und der Abschluß bildete dann ein grandioser Sonnenuntergang mit dem Kraftwerk im Hintergrund als Kulisse…

Kopatschi: Denkmal und Kindergarten

Kopatschi: Denkmal und Kindergarten

Im Kindergarten

Im Kindergarten

Hier war die Messung für den Earthcache

Hier war die Messung für den Earthcache

Am letzten Tag ging es dann zu einem weiteren Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes, denn das OTH (Over The Horizon) Radarsystem Duga-3 ist einfach ein grandioses T5-Objekt… Hier trauten wir uns nur bis in die 5. Etage, lt. GPS auf 28m Höhe, denn die nachfolgenden Treppen erschienen leicht labil… Schade, denn bis auf 150m könnte es nach oben gehen, sofern das Material noch trägt… Absoluter Wahnsinn, was hier in die Landschaft gesetzt wurde…

Radarstation Duga-3

Radarstation Duga-3

Danach besichtigten wir noch weitere Gebäude dieses Komplexes, wie Schaltzentrale, Schule, Sporthalle, Kino und als letztes Lost Place Objekt schauten wir uns im Kinderferienlager „Isumrudnyi“ ein wenig um… Danach ging es noch einmal zum Hotel zurück zwecks (Nach)Mittagessen, duschen und umziehen und gegen 16 Uhr startete die Rückreise, bei der wir dann unterwegs am Grenzübergang Ukraine-Polen erneut ganz viel Glück hatten und in nur 1h das ganze Prozedere überstanden, d.h. unser Bus wurde nicht auseinander genommen und wir mussten nix auspacken… Vorher hielten wir ja noch mal an einem Supermarkt und deckten uns da u.a. mit der erlaubten Menge von 1 Liter Wodka ein… Zwischendrin in Polen pausierten wir wieder bei dem bereits von der Hinfahrt bekannten Italiener und nach einer leckeren Pizza fuhren wir dann auch bis Berlin durch, wo wir dann am Donnerstag gegen Mittag eintrafen… Damit war dieses sensationelle Abenteuer nun leider vorbei; nun stand nur noch eine langweilige Heimreise nach Dresden an…

PS: Gesamtstrahlendosis nach 3 Tagen: 0,005 Millisievert
–> Zum Vergleich: Im Inneren eines Flugzeuges in 10 bis 12 Kilometer Höhe sind 5 µSv/h eine typische Dosisleistung
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenexposition#Strahlenexposition_durch_nat.C3.BCrliche_Quellen), entspricht also 1h auf einem Langstreckenflug „

Auf den Spuren der Geschichte

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Berliner Cachern. Am Samstag fand der erste oTTToT statt, genauer „offizieller TokenTauschTaumel on Tour“, welcher von Mario Kahn veranstaltet wurde. Darüber berichten jedoch andere Blogs (die cachenden Affen und gcaching-online). Ich konzentriere mich hier auf das noch mehr besuchte Event Auf den Spuren der Geschichte. Dieses fand auf dem Gelände der Heilstätten Beelitz statt, der wohl bekannteste Lost Place in Deutschland. Selbst Rammstein hat dort schon ein Musikvideo gedreht, siehe hier. Vor einigen Jahren gab es auch noch sehr viele Caches auf dem Gelände. Mittlerweile wurde der Großteil jedoch archiviert, die Häuser umzäunt und eine Sicherheitsfirma kümmert sich darum, dass niemand unbefugt die Gebäude betritt. Mit Anzeigen wird hier nicht gespart.

Ich muss zugeben, dass ich vor dem Event nicht viel über die Beelitzer Heilstätten wusste. Bekannt waren sie mir schon, aber deren Zweck nicht. Sicherlich kann man das einfach bei Wikipedia nachlesen, aber ich nutzte bei dem Event die Möglichkeit, an den angebotenen Führungen teilzunehmen. Doch dafür musste ich erstmal anstehen. Das offizielle Event fand nur 30 Minuten statt und in diesen 30 Minuten stand ich in der Schlange. Es waren nämlich erstaunlich viele Cacher anwesend. An den Führungen haben über 150 Cacher teilgenommen, auf dem Gelände insgesamt waren es noch wesentlich mehr. So ergab sich am Sonntag schon eine kleine Mega-Atmosphäre, denn überall, wo man war, traf man andere Cacher, natürlich auch an den Dosen auf dem Gelände (bzw. an der Straße).

Es wurden zwei Führungen angeboten: eine Mottenführung für 4 Euro und eine Alpenhausführung für 10 Euro, wofür man noch den Eintritt zum Baumkronenpfad für 9,50 Euro zahlen musste. So wurde man bei der Teilnahme an beiden Führungen schon mal 23,50 Euro los. Gar nicht so wenig für einige Cacher. Ich habe bei diesen Führungen, vor allem bei der Mottenführung, einiges über Beelitz gelernt und gebe nun das mir im Gedächtnis Gebliebene hier wieder.

In der Zeit um die Jahrhundertwende 1900 sind viele Menschen nach Berlin gezogen, um Arbeit zu finden. Die Stadt hatte nicht genug Wohnraum und so entstanden in kürzester Zeit viele Mietshäuser. Die Häuser waren meist aus Lehm und waren noch nicht richtig ausgetrocknet und trotzdem sind schon Menschen eingezogen. So war es keine Seltenheit, dass über 5 Personen zusammen in einem feuchten Raum wohnten. Dies begünstigte das Aufkommen einer der damals häufigsten Krankheiten: Tuberkulose. Deutschland hatte damals 60 Millionen Einwohner und ungefähr eine Million sind jährlich an Tuberkulose erkrankt, 300.000 davon starben. Heutzutage bekämpft man Tuberkulose mit Hilfe von Antibiotika. Damals gab es diese noch nicht und die beste Möglichkeit, wieder gesund zu werden, bestand darin, sich wohl zu fühlen. Dafür wurden die Beelitzer Heilstätten errichtet. Den Patienten sollte es richtig gut gehen. Es wurde an nichts gespart: die Fliesen waren von Villeroy und Boch, es gab eine Frischluftversorgung in den Räumen, unter den Wegen liefen Fernwärmeleitungen entlang und sogar ein eigenes Kraftwerk gab es. Die Heilstätten konnten somit völlig autark unterhalten werden. Auch die Architektur ist beeindruckend. Über einem Stahlskelett gibt es Backsteine und Holzbalken, die an Fachwerk erinnern sollen. Es sah eben einfach gut aus, Geld spielte keine Rolle. Die Beelitzer Heilstätten waren für die damalige Zeit hochmodern und haben technische Einrichtungen, die auch heute noch als modern gelten.

In den zwei Weltkriegen wurden die Heilstätten als Lazarett benutzt, nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von den Russen übernommen. Kurz nach der Wende fühlte sich zunächst keiner für das Gelände verantwortlich. Irgendwann kam ein privater Investor, welcher dann aber auch Insolvenz angemeldet hatte. Und seitdem stehen die Gebäude da. Sie verfallen, werden Opfer von Vandalismus. Selbst Bäume wachsen schon auf den Dächern. Mittlerweile hat sich wieder ein Investor gefunden. Doch bevor eine eventuelle Sanierung los geht, muss erst einmal etwas Geld herein. Daher wurde nun ein Baumkronenpfad auf dem Gelände errichtet, der es Zuschauern ermöglicht, sich die Heilstätten von oben anzuschauen. Von den Eintrittsgeldern sollen weitere Arbeiten auf dem Gelände finanziert werden.

Dieses und anderes konnte ich bei der Mottenführung lernen. Auch, warum die Mottenführung so heißt. Es gab damals den Ausdruck „Da bekommst du ja die Motten“ und gemeint war damit die Krankheit Tuberkulose. Denn die Tuberkulose zerlöcherte die Lunge so wie es Motten mit Kleidung tun.

Ich habe dann auch noch an der Alpenhausführung teilgenommen und war auf dem Baumkronenpfad, was eher nichts für mich mit meiner Höhenangst ist. Der Baumkronenpfad ist auf 20m über dem Boden. Für geübte T5-Cacher sicherlich kein Problem. Leider wurde das schöne Event durch das echt schlechte Wetter getrübt. Den ganzen Tag war es kalt und es gab Nieselwetter. Nicht sehr angenehm, wenn man sich ungefähr 5 Stunden auf dem Gelände aufhält. In den Gebäuden war es dabei noch kälter als draußen, da es überall durchzog. An sich kann man die Gebäude nicht betreten, nur bei der Alpenhausführung konnte man das Alpenhaus betreten. Das Haus heißt so, weil die Hügel hinter diesem Haus Beelitzer Alpen genannt wurden. Diese Hügel entstanden durch den Bauschutt, der im Rahmen der Bauarbeiten zu den Heilstätten entstanden ist.

Diesmal sind es ein paar mehr Bilder geworden und ich habe für diesen Beitrag eine kleine Galerie erstellt, durch die ihr euch durchklicken könnt. Ich hatte diesmal leider keine gute Kamera dabei, würde dies aber jedem Besucher auf jeden Fall empfehlen. Sowieso empfehle ich einen Besuch bei den Beelitzer Heilstätten. Es muss ja nicht immer ein Geocaching-Event sein.

 

Der Gewinner der King of Lost Place Coin steht fest.

Liebe Leser,

ich war ja total überrascht. 110 Kommentare erreichten den Beitrag zur neuen Coin der Kingz. Natürlich nicht ganz unbegründet, denn es wurde eine AE der neuen Serie King of Lost Place verlost. Der Zufallsgenerator hat nun entschieden. Der Gewinner lautet:

Ryszard

Herzlichen Glückwunsch! Du wirst eine Mail von mir erhalten und die Coin wird dir bei Erscheinen direkt von den Kingz zugesandt.

Danke für die Teilnahme all den anderen Cachern. Es wird immer mal wieder etwas zu gewinnen geben.