Buchvorstellung: Die Schnitzel-Jagd

Ich hatte erneut die Möglichkeit, ein Buch der Geocacherin Carine Bernard zu lesen: Die Schnitzel-Jagd (Ein Wien-Krimi).

Der Verlag schreibt zu dem Inhalt folgendes:

„Der neue Kriminalfall von Carine Bernards EU-Ermittlerin Molly Preston in Wien!
Auf Bitten eines Freundes reist Molly diesmal nach Wien, um den Unfalltod eines jungen Mannes aufzuklären. Schnell stößt sie bei ihren Recherchen auf ein Rätsel, das sie auf die Spur eines raffinierten Betrügers führt. Gemeinsam mit Markus Wilhelm rekonstruiert sie die letzten Tage seines Schützlings, der tiefer in die Sache verwickelt ist, als es zunächst den Anschein hat. Molly und Markus erleben eine virtuelle Schnitzeljagd, die nicht nur ihre Geocaching-Kenntnisse herausfordert. Die Verbindung zwischen dem geheimnisvollen »Stifter« und dem Toten ist ebenso ungewiss wie der Ausgang der Jagd …“

Ich habe bereits das Buch „Das Schaf-Komplott“ in diesem Blog vorgestellt und ich muss sagen, dass Carine Bernard ihrer Linie treu bleibt. Auch in „Die Schnitzel-Jagd“ werden viele Dinge wieder sehr genau beschrieben, insbesondere das Thema Essen steht bei den Beschreibungen sehr im Mittelpunkt und lässt daher den eigentlichen Fall manchmal in den Hintergrund rücken. Die Protagonistin bedient sich der Erfahrung aus einigen Geocaching-Rätseln, um einen Kriminalfall zu lösen. Diesmal spielt auch Geocaching eine etwas größere Rolle als bei „Das Schaf-Komplott“. Für mich als Mystery-erfahrene Geocacherin war leider nichts neues dabei, aber für nicht so erfahrene Mystery-Freunde kann man durch das Buch sicherlich noch etwas neues lernen.

Der Titel des Buches „Die Schnitzel-Jagd“ hat in Bezug auf Wien natürlich eine Doppeldeutigkeit. Wie bereits erwähnt, spielt das Essen in dem Buch eine große Rolle und so darf auch das klassische Wiener Schnitzel in den Beschreibungen nicht fehlen. Die Art, wie der Kriminalfall gelöst wird, erinnert dabei auch an eine klassische Schnitzeljagd und hat dabei eben nur indirekt etwas mit Geocaching zu tun.

Die Geschichte ist sehr linear aufgebaut. Es gibt nur einen Handlungsstrang und man weiß schon immer ungefähr, was als nächstes geschieht. Daher ordne ich auch dieses Buch der leichten Literatur zu.

Das Buch kann man als E-Book und als Taschenbuch bei z.B. Amazon erwerben.

Eine ausführliche Rezension kann im Blog vom Saarfuchs nachgelesen werden.

Neujahrsempfänge Berlin

Anfang Januar fand in Berlin eine ganz besondere Eventserie statt: die Neujahrsempfänge. Das Geocacherteam swamaberlin veranstaltete vom 01. Januar bis 06. Januar insgesamt 12 Events (2 pro Tag) und reisten dabei zu jedem Berliner Bezirk, um so viele Berliner Cacher wie möglich zu erreichen. Ich persönlich habe an drei dieser Events teilgenommen und habe wieder einmal gestaunt, wie groß Berlin doch ist und wo man so alles hinfahren kann.

Die Orte der Events in stattfindender Reihenfolge

Erstes Ziel dabei war natürlich, jedem Berliner Cacher ein frohes neues Cacherjahr zu wünschen. Das Team hatte aber auch noch andere Anliegen: es warb für das Projekt Green Smiley und verteilte passend dazu Taschen-Citos auf jedem Event. Auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger liegt den beiden sehr am Herzen. So gab es zwar bei jedem Event etwas zu naschen und Heißgetränke, Geld wollten swamaberlin dafür aber nicht persönlich haben, sondern baten darum, dass dieses in ein kleines Sparschiff geworfen wird, welches der Seenotrettung zu Gute kommt. Es ist dabei eine Summe von 134,11 Euro zusammen gekommen.

Auf jedem dieser 12 Events wurden zusätzlich kleine Tüten verteilt, in denen noch einmal weiteres Informationsmaterial zu den oben beschriebenen Themen enthalten waren. Aber auch Süßigkeiten und Discovermöglichkeiten waren vorhanden (siehe Bild). Insgesamt wurden 250 Tüten bei ca. 350 „Attended“-Logs ausgegeben.

Der Inhalt der Eventtüten von swamaberlin

Mit diesem Beitrag möchte ich mich bei swamaberlin bedanken. Die beiden Cacher haben privat sowohl Zeit als auch Geld investiert, um den Berliner Cachern einen tollen Start ins Cacherjahr 2017 zu bieten.

Room-Escape-Games – eine schöne Freizeitbeschäftigung für die kälteren Tage

Ich habe in den letzten Monaten Erfahrungen mit mehreren sogenannten „Room-Escape-Games“ gemacht. Man findet diese Spiele auch unter den Begriffen „Team Escape“, „Live Escape“ oder „Exit Room“. Sicherlich gibt es noch mehr Bezeichnungen dafür. Die Idee dazu ist einfach erklärt: Man wird in einen Raum eingesperrt und muss durch das Lösen verschiedener Rätsel wieder herauskommen. Das Prinzip, dass man sich durch Lösen verschiedener Rätsel Schritt für Schritt vorarbeitet, kennt man auch von vielen guten Geocaches. Als Beispiel dazu fällt mir das Müssmannshaus ein oder der leider schon archivierte Cache SAW (NC-LP). Bei letzterem sieht man auch schon das Problem bei Geocaches: Sie werden manchmal gewaltsam zerstört und der Owner muss viel Geld investieren, um alles instand zu halten. Room-Escape-Games kosten Geld. Dafür hat man aber die Garantie, dass alles funktioniert und technisch sind viel abgefahrenere Sachen möglich. Pro Person kostet solch ein Spiel 15 bis 25 Euro. Häufig hängt dies von der Personenanzahl ab. Für gewöhnlich sind 2 bis 6 Personen pro Raum zugelassen. Meistens dauert solch ein Spiel 60 Minuten. Da man in solchen Extremsituationen die Mitmenschen besser kennenlernt, wird dies auch gern für Team-Events genutzt.

Viele fragen mich dann immer: Wird man da wirklich eingesperrt? Dies hängt ganz vom Betreiber ab. Ich habe schon mehrere Spiele getestet. Bei einigen wurde man tatsächlich eingesperrt und konnte wirklich nur mit einem Schlüssel, den man im Laufe des Spiels findet, herausgelangen. Allerdings wird man auch von Spielleitern mit der Kamera beobachtet. Dies dient nicht nur dem Fall, dass diese Hinweise geben können, sondern sie können auch im Notfall eingreifen und euch befreien, falls einer z.B. eine Panikattacke bekommt. Neben den reinen Fluchtspielen haben sich mittlerweile auch Missionsspiele etabliert. Dort ist es nicht das Ziel, aus dem Raum herauszubekommen, sondern eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. So hatte ich hier bei einem Berliner Anbieter schon die Mission, aus dem Osten in den Westen zu flüchten, um dort den Befehl zur Maueröffnung zu erteilen (aber alles in einem Raum).

Mit anderen Berliner Cachern konnte ich auch schon eine andere besondere Form solch eines Escape-Games probieren: ein Escape-Truck. Im Rahmen einer Promotion-Tour zu einem Videospiel fuhr solch ein Truck durch Deutschland und bot kostenlos in verschiedenen Städten solch ein Spiel an.

Als Geocacher hat man bei diesen Spielen definitiv Vorteile. Man weiß einfach, wie einige Menschen ticken, die sich besondere Rätsel einfallen lassen. Man kennt auch viele Verschlüsselungsmethoden. In einem Team von Geocachern macht solch ein Spiel viel Spaß, da vieles einfach Hand in Hand läuft und man ziemlich gut strukturiert solche Aufgaben angehen kann.

In vielen deutschen Großstädten werden mittlerweile diese Spiele angeboten. In Berlin gibt es schon nahezu 20 Anbieter. Jeder Anbieter hat meist mehrere Räume zur Verfügung. Hat man einen Raum schon gespielt, so kann man diesen nicht noch einmal spielen, denn dann weiß man ja schon, worum es geht. Auch sollte man danach nicht anderen verraten, was man in diesem Raum erlebt hat. Das verdirbt diesen den Spaß, den man beim Herausfinden der Rätsel hat.

Wenn du solch ein Spiel spielen möchtest, so bietet die Seite https://www.escaperoomgames.de/ eine gute Übersicht. Einfach die Stadt eingeben und suchen. Vielleicht probiert es ja der ein oder andere von euch mal aus.

Flopps Tolle Karte – ein gutes Tool für Geocacher

Heute möchte ich euch einmal „Flopps Tolle Karte“ (FTK) vorstellen, siehe hier. Ich wurde vor kurzem auf diese Karte aufmerksam gemacht und musste mit Erschrecken feststellen, dass ich diese Karte noch nicht kannte. Dabei gibt es diese bereits seit 2013 und bietet viele interessante Tools für Geocacher. Auch die „Gefällt mir“-Angaben der Facebookseite von FTK deutet daraufhin, dass viele Cacher diese Karte gar nicht kennen. Das möchte ich mit diesem Beitrag ändern. Auf der Facebookseite steht als Info ganz trocken „Vollbild-Karte mit Koordinatenbestimmung, Wegpunktprojektion, Abstandsberechnung“. Das trifft es schon gut auf den Punkt, aber die Karte kann noch viel mehr.

Zunächst einmal hat Seite die Funktion, zwischen mehreren Karten zu wechseln: OpenStreetMap, OpenStreetMap (german style), OpenCycleMap, Thunderforest Outdoors, OpenTopoMap, GoogleMaps (Straßen- und Satellitenansicht). Bei geocaching.com geht dies auch, allerdings muss man dort immer noch extra Einstellungen vornehmen, um zwischen den Leaflet-Formaten und den Google-Formaten wechseln zu können. Außerdem kann man bei der Geocachingkarte keine neuen Wegpunkte hinzufügen, welches aber bei Flopps Toller Karte möglich ist.

Somit kommen wir also schon zum nächsten Punkt: Wegpunkte. Mit den Wegpunkten kann man bei FTK wirklich einiges anstellen. Man kann bis zu 260 Marker setzen, um diese Marker herum Umkreise zeichnen und auch die Marker miteinander verbinden. Verbindet man die Marker mit einer Linie, wird sogar die Entfernung dazwischen angezeigt. Auch eine normale Wegpunktprojektion ist möglich, bei der man von einem vorhandenen Marker Winkel und Entfernung angibt, um einen neuen Marker zu erzeugen. Dies ist hilfreich, wenn man schon zu Hause Peilungen vornehmen möchte und nicht erst vor Ort. Die App GCC für Android kann dies auch (und andere für das iPhone), ist aber eben nur für das Smartphone verfügbar. Mit FTK kann dies bequem am PC erledigt werden.

Flopps Tolle Karte

Hat man tolle Wegpunkte gesetzt und schöne Bildchen gemalt, so kann man diese per Permalink sogar an Freunde verschicken. Wichtig ist dies auch zur Kommunikation über Abstandskonflikte. Man kann die Koordinaten seiner gelösten Mysterys in die Karte eingeben und Kreise im Umkreis von 161m (und andere Umkreise) zeichnen lassen, um zu schauen, wo Platz für neue Caches wäre. Man kann sogar mehrere Koordinaten gleichzeitig eintippen und dies erzeugt auch mehrere Wegpunkte. Weiterhin können sogar GPX-Dateien importiert und exportiert werden.

Wie genau das alles funktioniert, erfährt man direkt auf Flopps Seite, unter Benutzung der Karte.

Dann gibt es noch eine weitere Besonderheit: So können zusätzliche Informationen, wie z.B. Naturschutzgebiete oder die Schattierung für Höhenunterschiede, eingeblendet werden. Auch für die Freunde von opencaching ist etwas dabei: Die Geocaches können direkt mit eingeblendet werden. Neben Deutsch ist die Karte noch in vier weiteren Sprachen verfügbar: Englisch, Niederländisch, Rumänisch und Polnisch.

Probiert es doch mal aus. Vielleicht findet sich ja der ein oder andere unter euch, der diese Karte als neues Tool für sich entdeckt.

Polen – eine Reise in die Vergangenheit

Vergangene Woche waren plusLars und ich gemeinsam für 4 Tage in Polen, ein Kurzurlaub sozusagen. Da das Geocaching im Urlaub am meisten Spaß macht, haben wir das natürlich genutzt und versucht, wo wir auch waren, Dosen zu finden. Da gibt es aber schonmal das erste Problem: Wenn man auf die geocaching.com-Karte schaut, bemerkt man, dass im Vergleich zu Deutschland, sehr wenige Caches in Polen verzeichnet sind. Dies liegt jedoch daran, dass in Polen das System opencaching.pl viel dominanter als das von geocaching.com ist. Wie bleiben bei dem uns bekannten System und haben uns an den Caches von geocaching.com orientiert.

Wir hatten uns ein Hotel in Zbąszyń genommen, also mittendrin im Land. Von Berlin aus ist es über die Autobahn schnell zu erreichen. Wer meint, man könne in Polen nur an der Ostsee einen schönen Urlaub verbringen, dem kann ich mit diesem Beitrag hoffentlich auch mal andere interessante Orte in Polen zeigen.

Tag 1: Auf dem Weg nach Zbąszyń fährt man durch ein für Lost-Place-Fans sehr interessantes Gebiet: die Festungsfront Oder-Warthe-Bogen, volkstümlich auch Ostwall genannt. Ab Mitter der 1930er Jahre hat das Deutsche Reich dort eine stark befestigte Verteidigungslinie aufgebaut. Natürlich haben sich in dem Gebiet nun auch einige Caches angesammelt, meist mit hoher T-Wertung. Es erschließt sich ein riesiges Tunnelsystem unter der Erde. Selbst unterirdische Bahnhöfe wurden gebaut. Auf die unterirdischen Expeditionen haben wir zu dieser Jahreszeit verzichtet, da wir uns in der Fledermausschutzzeit befinden. Einige Eindrücke, wie es da unten aussieht, findet man in den Videos von Nathus, siehe hier. Wir haben uns mit dem zufrieden gegeben, was man über der Erde entdeckt, und so wenig ist das auch nicht. Man findet immer irgendein Panzerwerk in der Nähe und auch die passenden Caches dazu (z.B. diesen). Außerdem wurde in Pniewo eine Art Freiluftmuseum eingerichtet. Man kann Panzer, Raketen und die Höckerlinie am Panzerwerk 717 betrachten. Bei unserem Besuch war alles sehr neblig, was aber irgendwie zu der Stimmung an diesem Ort passte.

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img_20161116_152654Tag 2: Am zweiten Tag des Urlaub entschieden wir uns für einen Ausflug nach Posen, polnisch Poznań. Dort ist die Cachedichte schon wesentlich höher, allerdings sticht kein Cache so wirklich heraus. Der Cache mit den meisten Favoritenpunkten hat gerade einmal 22 davon. Wir nutzten das Geocaching, um uns von einem interessanten Ort zum nächsten führen zu lassen. Die Altstadt von Posen ist wirklich sehenswert. Die Häuser sind schön bunt und jedes für sich einzigartig. Außerdem ist Pflichtprogramm für jeden Touristen, um Punkt 12.00 Uhr am Marktplatz zu stehen und zu beobachten, wie zwei Ziegen aus dem Kirchturm kommen und sich die Köpfe einschlagen. Darauf scheinen die Posener sehr stolz zu sien, denn an jedem Verkaufsstand gibt es irgendetwas, wo diese zwei Ziegen drauf abgebildet sind. Weiterhin gibt es eine Dominsel, auf der sogar ein Earthcache zu finden ist (siehe hier).

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Tag 3: Etwas näher am Hotel lag der Ort Nowy Tomyśl, welcher uns wegen der Vorhandenheit eines Zoos angelockt hatte (Posen hat auch einen Zoo, aber eben auch viele andere Sehenswürdigkeiten). Hier gibt es neben mehreren Caches vor allem eins: Korbwaren. Hier wird wirklich alles Mögliche aus Korb gefertigt. Es gibt ein Korbmuseum und den weltweit größten Korb. Sogar einen Trabant aus Korb gibt es, in dessen Auspuff sich ein Traditional Cache verstecken sollte. Dieser war aber leider nicht vor Ort. Hier war trotz mangelnder Sprachkenntnisse sogar mal das Loggen eines Multis möglich (siehe hier). An einem Traditional Cache wurden wir von einem Anwohner ermahnt oder so. Da wir kein Polnisch können, wissen wir leider (oder auch gut so) nicht, was er uns mitteilen wollte.

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Tag 4: Am letzten Tag hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen. Wir besuchten den Geburtsort meines Großvaters väterlicherseits: Palzig. Heute heißt dieser Ort Pałck. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Schwiebus, polnisch Świebodzin, gemacht, welcher in der letzten Zeit vor allem durch die 36m hohe Jesusstatue Bekanntheit erlangt hat. Dort liegt auch der einzige Cache des Ortes, welchen wir leider nicht gefunden haben. Palzig selbst hat gar keine Caches. Die Häuser dort wurden in den 20er bis 30er Jahren gebaut und stehen teilweise heute noch genau so da. Ganz in der Nähe befindet sich eine sogenannte Kipprollbrücke. Sie markiert den südlichsten Punkt des Ostwalls. Als die Deutschen damals am Ende des Krieges das Gebiet verlassen musste, floh u.a. auch mein Opa zu Fuß über diese Brücke. Heute liegt dort ein Multicache, siehe hier. Die Brücke wurde so gebaut, dass sie im Notfall einfach in der Straße versenkt werden kann und somit niemand mehr über die Brücke kommt. Man kommt heute noch unter die Brücke und kann sich die alte Mechanik anschauen.

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Fazit: Polen hat nicht sehr viele Caches, die auf geocaching.com gelistet sind, auch sind diese keine so besonders herausragenden. Aber die Orte sind alle wirklich sehenswert, vor allem den Besuch des Ostwalls lege ich jedem Lost-Place-Fan ans Herz. Allerdings erst wieder im Frühjahr, wenn die Fledermausschutzzeit vorbei ist. Besonders erfolgreich waren wir bei der Cachesuche auch nicht. Wir hatten 17 Funde und 12 Nichtfunde. Aber den Zweck, zu interessanten Orten zu kommen, haben auch die Caches, wo wir keinen Fund verzeichnen konnten, erfüllt.

Besondere Regelungen beim Veröffentlichen von neuen Caches in Berlin

Viele Berliner Cacher werden es vor einigen Monaten mitbekommen haben: eine ganze Menge Caches aus dem Tiergarten wurden durch die Berliner Reviewer archiviert. Es gingen Gerüchte um, dass nun gar keine Caches mehr im Tiergarten erlaubt sind. Der Berliner Reviewer Scherrlock war gemeinsam mit dem Grünflächenamt im Tiergarten unterwegs und hat sich die Beschädigungen in Nähe von Bestandscaches angeschaut. Das Grünflächenamt wünscht aufgrund zahlreicher Schäden keinerlei Geocaching-Aktivitäten mehr in der Nähe von Denkmälern und Bepflanzungen. Außerdem werden Klettereien nicht geduldet. Unter gewissen Einschränkungen werden trotzdem noch neue Caches im Tiergarten veröffentlicht. Diese lauten:

  1. Der Cache muss vom Weg aus erreichbar sein
  2. Die Pflanzfläche (Stauden, Langgraswiese, Baumbestand, Wechselbepflanzung) darf dazu nicht betreten werden
  3. Das Überklettern von Zäunen ist zu unterlassen
  4. Das Besteigen von Bäumen ist zu unterlassen

Auf dem Schöneberger Südgelände hingegen werden gar keine Geocaches geduldet und somit auch keine neuen veröffentlicht.

Seit diesem Monat gibt es eine weitere Sonderregelung im Berliner Raum. Dies betrifft Caches im Grunewald. Aufgrund der hohen Cachedichte im Forst Grunewald wird bei neuen Caches ab Oktober 2016 um Vorlage einer für den Cache geltenden Genehmigung des Grundeigentümers per Reviewer Note gebeten.

Im Test: UV-Taschenlampen vom Taschenlampenpapst

Nachdem ich vor einem Monat einen Beitrag über die neuen UV-Lampen vom Geo-Versand geschrieben habe, wollte auch der Taschenlampenpapst, dass ich einige seiner Lampen teste. Mir wurden vier Lampen zugeschickt: eine 12 LED-Lampe und eine 21 LED-Lampe direkt vom Taschenlampenpapst sowie eine Tank007 Zoom 1W 395nm und eine Tank007 TK-566 3W.

Die 12 LED-Lampe besitzt, wie der Name schon sagt, 12 LEDs und wird mit 3 AAA-Batterien betrieben. Im Shop kostet diese 9,00 Euro. Im Vergleich zu der 12 LED-Lampe aus dem Geo-Versand sieht diese fast baugleich aus, sie leuchtet aber ein wenig anders. Die 12 LED-Lampe vom Taschenlampenpapst leuchtet eher blau, die vom Geo-Versand eher lila. Daher sind diese anscheinend nicht baugleich. In der Benutzung fällt jedoch kein Unterschied auf.

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12 LED UV-Lampe vom Taschenlampenpapst

Die 21 LED-Lampe wird ebenfalls mit 3 AAA-Batterien betrieben. Sie wirkt etwas klobiger als die 12 LED-Lampe und ist für 14,00 Euro im Shop erhältlich.

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21 LED-UV-Taschenlampe vom Taschenlampenpapst

Mit den Tank007-Lampen ist man gleich in einer anderen Preisklasse. Die Tank007-Zoom wird mit einer AA-Batterie betrieben und ist für 24,90 Euro erhältlich. Das Besondere an ihr: sie ist fokussierbar. Das ist bei UV-Lampen eher selten der Fall.

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Tank007 Zoom 1W 395nm UV LED

Die Tank007 TK-566 kann sowohl mit einer als auch mit zwei AA-Batterien betrieben werden. Wenn man eher auf eine kleine Lampe steht, so ist der 1-Batterie-Modus empfehlenswert. Man kann aber auch ein Zwischenstück in die Lampe einbauen und somit noch eine Batterie mehr unterbringen.  Dadurch erreicht diese laut der Homepage vom Taschenlampenpapst ihre maximale Leistung. Sie kostet dort 38,90 Euro.

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Tank007 TK-566 3W UV LED

Natürlich habe ich mit diesen Lampen dieselben Tests wie mit den Lampen vom Geo-Versand durchgeführt. Beim letzten Beitrag fiel auf, dass die Kamera die UV-Strahlen sehr schlecht aufnehmen konnte. Ich vermute einen internen UV-Filter in der Spiegelreflexkamera. Meine Handykamera konnte dies nun besser abbilden und ich habe auch die Bilder im vorherigen Beitrag nun aktualisiert.

Vom Führerscheintest habe ich diesmal keine zusätzlichen Bilder gemacht. Die Lampen verhalten sich nicht anders als die Lampen vom Geo-Versand. Die gelben Schnipsel kann man erkennen, die roten Zeichen jedoch nicht. Auch hier haben die Lampen nur einen speziellen Wellenlängenbereich, der abgedeckt wird. Eben gerade der, der von Geocachern benötigt wird.

Als erstes wurden die Lampen wieder auf 1m Abstand auf eine mit UV-Edding beschrifteter Pappe gehalten.

12-LED-Lampe aus 1m Entfernung

12-LED-Lampe aus 1m Entfernung

21-LED-Lampe aus 1m Entfernung

21-LED-Lampe aus 1m Entfernung

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Tank007 Zoom aus 1m Entfernung

Tank007 Zoom aus 1m Entfernung

Tank007 Zoom aus 1m Entfernung – breiter Kegel

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Tank007 Zoom aus 1m Entfernung – schmaler Kegel

Tank007 TK-566 aus 1m Entfernung

Tank007 TK-566 aus 1m Entfernung

Alle vier Lampen können den UV-Test deutlich darstellen. Die Fokussierung bei der Tank007 Zoom ist bei dieser Nähe wohl etwas zu stark gewählt. Ein breiter Kegel reicht da natürlich völlig aus. Die Tank007 TK-566 zeigt hier bereits, dass sie wesentlich mehr Leistung als die anderen Lampen hat und bestrahlt den ganzen Raum. Sie überstrahlt aber nicht, sodass der Text noch sehr gut zu erkennen ist.

Anschließend wurden die Lampen auf 4m Entfernung getestet.

12-LED-Lampe aus 4m Entfernung

12-LED-Lampe aus 4m Entfernung

21-LED-Lampe aus 4m Entfernung

21-LED-Lampe aus 4m Entfernung

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, breiter Kegel

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, breiter Kegel

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, schmaler Kegel

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, schmaler Kegel

Tank007 TK-566 aus 4m Entfernung

Tank007 TK-566 aus 4m Entfernung

Auf 4m Entfernung hat mir die 12-LED-Lampe besser als die 21-LED-Lampe gefallen. Mehr ist also wohl nicht immer gleich besser. Auch fällt der Fokus bei dieser Entfernung nun mehr ins Gewicht. Bei breitem Fokus wird vielleicht mehr ausgeleuchtet, aber die Schrift ist bei der Tank007 Zoom nicht mehr so gut zu erkennen. Im schmalen Kegel jedoch kann die Schrift sehr gut erkannt werden. Die Tank007 ZK-566 ist dabei noch besser. Diese kann nicht fokussiert werden, hat sie aber auch gar nicht nötig. Denn auch hier wird wieder der ganze Raum ausgeleuchtet und die Schrift ist trotzdem noch sehr gut erkennbar. Da macht sich der Preisunterschied also auch wirklich bemerkbar.

Fazit: Bei diesem Test zeigt sich mal wieder, dass der Preis den Unterschied macht. Wenn man eine Lampe der höheren Preisklasse erwirbt, erhält man hier tatsächlich auch eine mit besserer Leistung. Wie sehr diese beim Geocaching benötigt, muss jeder für sich entscheiden. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man meist nur an Zwischenstationen mal einen Zettel von hinten beleuchtet oder an einem Schild Buchstaben speziell markiert sind. Dafür reichen die 12-LED-Lampen auch aus. Anders ist es vielleicht in einem Lost Place, wenn der Owner an eine 3m entfernte Wand, an die man nicht rankommt, Hinweise geschrieben hat. Da ist eine bessere Lampe von Vorteil.

Probleme mit E-Mail-Benachrichtigung im Blog

Liebe E-Mail-Follower,

ich habe mitbekommen, dass ihr in letzter Zeit keine E-Mail-Benachrichtigungen mehr zu neuen Beiträgen erhalten habt. Ich hoffe, das Problem gefunden und gelöst zu haben. Dieser Beitrag dient also auch gleichzeit als Test, ob ihr wieder E-Mail-Benachrichtigungen empfangt. Schaut euch doch meine neuesten Beiträge an:

Buchvorstellung und Verlosung: Der offizielle Geocaching-Guide

Im Test: UV-Taschenlampen vom Geo-Versand

Reisebericht: Cachen am Gardasee

Buchvorstellung und Verlosung: Der offizielle Geocaching-Guide

Seit ungefähr einem Monat gibt es nun den offiziellen Geocaching-Guide zu kaufen. Unter den Autoren ist u.a. Bernhard Hoëcker, der damit nun schon an drei Geocachingbüchern beteiligt war.

Auf der Rückseite des Buches steht dazu folgendes:

„Geocaching ist in aller Munde. Hunderttausende in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreiben das Outdoor-Spiel regelmäßig, lassen sich davon raus in die Natur locken, entdecken ihre eigene Heimat neu, erkunden fremde Städte und beeindruckende Sehenswürdigkeiten oder lassen sich zu besonderen, verborgenen Orten abseits ausgetretener Pfade führen, an denen sie Schätze bergen und Rätsel lösen. Nahezu drei Millionen Geocaches sind heute in (fast) allen Ländern der Welt versteckt, auch unmittelbar in Eurer Nähe.

Dieses Buch ist der erste offizielle Guide, der auf amüsante Art mit animierenden Texten, aussagekräftigen Fotos und wertvollen Tipps sowohl Einsteigern eine willkommene Starthilfe gibt, als auch mit Beiträgen des Geocaching Hauptquartiers und detaillierten Zusatzinformationen selbst erfahrenen Premium Cachern einen tieferen Einblick in diese faszinierende Welt bietet.

Bernhard Hoёcker, Tobias Zimmermann, Benjamin Gorentschitz und Jens Freyler sind seit vielen Jahren Geocacher. Bei Events, auf Reisen, beim abendlichen Stadtrundgang oder dem Sonntagsausflug mit Kind und Kegel haben sie Smartphone, GPS-Gerät (und dieses Buch) immer dabei, als Reisebegleiter für das Abenteuer, das an jeder Ecke lauert …“

Der offizielle Geocaching-Guide

Der offizielle Geocaching-Guide

Geocaching-Guides gibt es ja mittlerweile viele und jeder dieser Guides geht auf seine eigene Art an die Sache heran, Nichtcachern das Hobby Geocaching näher zu bringen. Diesmal fällt jedoch noch ein zusätzliches Wort auf: offiziell. Was macht ein Buch zu einem offiziellen Buch? Dies ist das erste Geocachingbuch in Deutschland, das in Zusammenarbeit mit dem Headquarter von Groundspeak in Seattle entstanden ist, das „offiziell“ bezieht sich dabei also auf die Firma Groundspeak. Dies fällt auch auf den mehr als 200 Seiten des Buches auf. Als Geocaching-App wird wirklich nur DIE eine App von Groundspeak betrachtet, Alternativen werden dabei nicht einmal erwähnt (nur GPS-Geräte). Auch werden immer mal wieder die Vorteile einer Premium-Mitgliedschaft erörtert, es gibt aber auch eine extra Werbeseite für die Premium-Mitgliedschaft. A propos Werbung: Auch diese ist mir in dem Buch aufgefallen. Auf vereinzelten Seiten sind kleine Banner platziert, die für spezielle Geocachingshops werben. Für ein Buch finde ich das eher ungewöhnlich, mir war das bisher nur aus Printmagazinen bekannt.

Ansonsten werden natürlich schon die Grundlagen des Geocachings verständlich und etwas humorvoll erklärt. Dabei wird in der ich-Form geschrieben und mir war leider nicht immer klar, welcher von den vier Autoren nun gerade diesen Abschnitt geschrieben hat. Im Buch verstecken sich immer mal ein paar QR-Codes, die einem das Lesen durch z.B. nette Videos versüßen. Es gibt außerdem viele Bilder, die thematisch zum Kapitel ausgewählt wurden. Diese sind nicht immer von bester Qualität. Es wurden gelegentlich ein paar Handyschnappschüsse genommen, die es ins Buch geschafft haben. Bei einigen Bildern hätte auch die Bildunterschrift ausführlicher sein können.

Als Besonderheit in diesem Buch sehe ich die sogenannten „Home Stories“ an. In diesen haben sich Mitarbeiter von Groundspeak vorgestellt und man lernt z.B. wie Moun10Bike die erste Geocoin ins Leben gerufen hat.

Das Buch hat sich aus meiner Sicht etwas intensiver mit dem Thema „Klettern“ beschäftigt. Man könnte als Nichtcacher annehmen, dass das Klettern eine zentrale Rolle beim Geocaching einnimmt. Für viele mag das sicherlich der Fall sein, ich persönlich betreibe das Hobby ganz ohne das Erklimmen eines meterhohen Baumes.

Für die Hoëcker-Fans gibt es noch eine Bonus-Geschichte von ihm, die man entdeckt, wenn man sich das Buch aufmerksam anschaut.

Fazit: Der offizielle Geocaching-Guide ist ein weiteres Buch, das einem Nichtcacher das Hobby Geocaching erklärt. Es werden sehr viele Dinge ausführlich erklärt, jedoch wird das Hobby sehr einseitig aus der Groundspeak-Sicht geschildert. Wenigstens eine Erwähnung anderer Apps oder anderer Geocachingplattformen wäre wünschenswert.

Das Buch kann man für 12,80 Euro z.B. bei Amazon erwerben:


Neben dem Rezensionsexemplar hat mir der Verlag traveldiary auch ein Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt. Unter allen Kommentaren zu diesem Beitrag, die bis zum 09.10.2016 um 20.00 Uhr eingehen, wird dieses verlost.