Alle Jahre wieder: Mein Bericht vom Mega-Phone VI (incl. Gewinnspiel)

Dieses Jahr hat das Mega-Phone bereits zum sechsten Mal stattgefunden, was bedeutet, dass ich nun auch schon sechs mal daran teilgenommen habe. Mittlerweile ist dies schon eine Art Tradition geworden und ich habe immer wieder davon berichtet, dass dies das gemütlichste Mega-Event Deutschlands ist. Letztes Jahr hatte ich das Gefühl, dass immer weniger Cacher an diesem Event teilnehmen, dieses Jahr jedoch war wieder mehr los. Vor allem habe ich auch viele Geocacher getroffen, die dieses Jahr das erste Mal ein Mega-Event besucht haben. Sicherlich ein guter Einstieg. G

Mega-Phone VI

Neben zahlreichen Konstanten auf den Mega-Phone-Events („Händlermeile“, Novi’s Imbiss, Verlosung, The Sky Stones) gab es auch wieder einmal etwas Neues zu erleben. So gab es Auszeichnungen für tolle Camp-Ideen. Dies führte natürlich dazu, dass es auch echt tolle Camps zu bewundern gab. Es gab z.B. eine Tiki-Bar, an der man für den Kauf von drei Losen einen Gratis-Schnaps erhielt. Es wurden aber auch Cocktails nach Wunsch gemixt. Außerdem gab es einen Saloon, den man durch eine hölzerne Schwingtür betreten musste, um die passend abgestimmte Dekoration (aufblasbare Kakteen, Kaktus-Aschenbecher, Cowboy-Hüte, Geweih an der Wand) bewundern zu können. T

Wegweiser vor der Tiki-Bar

Zu den Programmpunkten zählten dieses Jahr außerdem eine Zaubershow (durchgeführt vom Berliner Cacher Ralf vom Team Bonsai44) und diverse Mitmachspiele, u.a. eine Wasserbombenschlacht, an der ich auch teilnehmen „durfte“. Diese ist sogar auf YouTube einsehbar: W

Die Verlosung fand dieses Jahr bereits schon um 16.00 Uhr statt, was dazu führte, dass viele Cacher schon am frühen Samstagabend abgereist sind. Das war insbesonders für die Band „The Sky Stones“ schade, da diese vor leerem Publikum gespielt hat. T

The Sky Stones

Dieses Jahr war außerdem der Wherigo Nord- und Südsee auf dem Gelände des Mega-Phones neu. Man konnte einen Spaziergang über das Gelände ideal mit diesem Cache verbinden. Es gab aber auch 20 Lab-Caches, die unter folgenden Links zu finden sind:

https://labs.geocaching.com/goto/megaphone6a

https://labs.geocaching.com/goto/megaphone6b

Bis zum Samstag, den 30. Juli 2017, können diese Caches noch geloggt werden. 9

Ganz besonders hat mir auch die Begegnung mit dem Bloggerkollegen Schmelli gefallen (liebe Grüße an dieser Stelle), welcher sein Wohnmobil direkt neben dem belgischen Cacher Birre aufgestellt hat und ihn bei der Präsentation ausgefallener Dosen unterstützt hat. Dort bildete sich schnell eine Traube von Cachern, die verzweifelt versucht haben, technisch anspruchsvolle Dosen zu öffnen. J

Insgesamt hat mir das Mega-Phone dieses Jahr wieder sehr viel Spaß gemacht und es hat mir Zuversicht gegeben, dass es auch die nächsten Jahre mit diesem Event weitergehen kann. Letztes Jahr befürchtete ich noch einen Einbruch der Besucherzahlen, dieses Wochenende hat mich jedoch vom Gegenteil überzeugt. Es war wieder ein sehr gemütliches Event, bei dem man schnell mal mit den Zeltnachbarn ins Gespräch kommt und man abends schön zusammensitzen kann um nette Cachergespräche zu führen. Ich bedanke mich bei spamade und seinem Team für das Ausrichten des Events.

Aussicht von unserem Zelt

Gewinnspiel

Auch dieses Jahr darf ein Gewinnspiel zum Mega-Phone nicht fehlen. Spamade war so freundlich und hat mir fünf Mega-Phone-VI-Coins zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es Troublemaker-Pins der LostPlaces4TheKingz und Token gesponsert vom LostPlaceShop zu gewinnen. Es wird insgesamt fünf Gewinner geben. Diesmal muss man dafür jedoch nicht diesen Beitrag kommentieren (darüber freue ich mich aber auch sehr), sondern einen Mega-Phone-Token discovern, dessen Code ich hier in diesem Bericht versteckt habe. Es ist NICHT der Code, der sowieso immer auf dem Blog zu entdecken ist (wo „zu discovern“ steht). Ihr habt den richtigen Code, wenn auch in der TB-Beschreibung etwas von dem Gewinnspiel zum Mega-Phone steht. Das Gewinnspiel läuft bis zum 13. August 2017 um 22.00 Uhr. Viel Erfolg.

 

Ich bedanke mich bei den Sponsoren:

und natürlich spamade.

Werbung in eigener Sache: Tag der verlorenen Socke 2017

Es gibt ja die verrücktesten „Feiertage“ und so habe ich einmal geschaut, was als nächstes ansteht und womit man ein Event verwirklichen kann. Ich stieß auf den „Tag der verlorenen Socke“, welcher jedes Jahr am 9. Mai begangen wird. Jeder kennt sicherlich das Phänomen, dass man von einem Sockenpaar plötzlich nur noch eine einzelne Socke übrig hat. Die andere ist irgendwie verloren gegangen.

Die übrig gebliebenen Socken haben dann meist keine Funktion mehr. Um das zu ändern, veranstalte ich dieses Jahr in Berlin ein Event passend zu dem Tag. Dort werden die Socken dann dazu benötigt, um das Event zu loggen. Außerdem werden passend zu dem Hobby Geocaching „Sockenpuppen“ gebastelt.

Das Event findet am 9. Mai 2017 um 16.30 Uhr auf dem Branitzer Platz in Berlin-Westend statt. Weitere Informationen zu diesem Event findet ihr hier.

Tag der verlorenen Socke 2017

Dönerstag 2017 in Berlin

Dieses Jahr fällt der Gründonnerstag auf den 13.04.2017. Die Geocacher gedenken an dem Tag aber wohl eher indirekt dem letzten Abendmahl Jesu. Es geht jedoch auch bei den Geocachern um eine Mahlzeit: den Döner. Nicht nur der Döner wurde in Berlin erfunden, auch der unter den Geocachern bekannte „Dönerstag“.  Am 05.04.2007 veranstaltete moenk das erste Event dieser Form. Gedacht war dieses Event als ein dezentrales Event, das zeitgleich überall in Deutschland stattfinden sollte, um dem Döner zu huldigen. Diese Idee wurde leider nicht direkt verwirklicht. Stattdessen finden seit diesem Tag aber jedes Jahr an Gründonnerstag deutschlandweit überall kleinere Events statt, bei denen sich Geocacher treffen, um Döner zu essen. Einmal ist in Dresden sogar ein eigenes Mega-Event daraus geworden, weil so viele Teilnehmer registriert wurden (Dieses nachträgliche Ändern des Eventstatus‘ auf Megaevent ist seitdem aber nicht mehr möglich.) .

Dieser ganze Hype um den Dönerstag ist nun auch beim Headquarter in Seattle angekommen und so gibt es dieses Jahr für die Teilnahme an einem Event am Gründonnerstag ein eigenes Souvenir. Dies zieht natürlich nach sich, dass auch extra viele Events veröffentlicht werden, sodass jeder die Möglichkeit hat, am Dönerstag teilzunehmen.

In Berlin gibt es am Donnerstag 12 Events. Diese finden nicht alle zeitgleich statt. So wird es sicherlich wieder den einen oder anderen geben, der so viele Events wie möglich an diesem Tag besuchen möchte. Ob man dabei jedes Mal auch einen Döner zu sich nimmt, ist wohl fraglich. Ich habe einmal die Berliner Döner-Events nach ihrer Uhrzeit sortiert, sodass ihr euch die passenden raussuchen könnt.

 

Eventname GC-Nummer Uhrzeit Bezirk
DönerZumMittag2017 GC702V5 12.00 – 13.00 Treptow-Köpenick
Maaaaahlzeit! #53 GC725EX 12.15 – 12.45 Tempelhof-Schöneberg
Schwarz-weißer Dönerstag am Ku’Damm GC727GN 12.15 – 12.45 Charlottenburg-Wilmersdorf
Ein Döner zum Mittag (Dönerstag 2017) GC72F93 12.15 – 12.45 Spandau
1. Treptower Dönerstag – Park-Grill GC7121H 14.00 – 14.45 Treptow-Köpenick
1. Spandauer Dönerstag GC720AY 18.00 – ??.?? Spandau
Dönerstag 2017 in Berlin GC72YWG 18.00 – 19.00 Reinickendorf
Dönerstag im Norden Berlins Wilhelmsruh Edition GC70PX2 18.30 – 20.00 Pankow
Dönerstag 2017 im Süden von Berlin GC71Z8X 18.30 – 19.30 Tempelhof-Schöneberg
Döner’s Tag 2017 Berlin GC72TGT 18.30 – 20.00 Tempelhof-Schöneberg
Dönerstag 2017 GC72XR4 20.45 – ??.?? Pankow
Full Metal Caching – Black Thursday GC6Z6EC 22.00 – 22.30 Pankow

 

Dönerstag-Events in Berlin 2017

Berlin, du bist so wunderbär

Am vergangenen Samstag habe ich mein erstes eigenes Event in Berlin veranstaltet, quasi als kleiner Einstand: Berlin, du bist so wunderbär. Im Mittelpunkt stand dabei das Dekorieren von Spardosen in Form eines kleinen Bären. Da ich der Owner des Events war, kann ich hier diesmal natürlich nicht meine Meinung wiedergeben, wie das Event ankam und ob es Spaß gemacht hat. Also muss ich es wohl eher aus einer anderen Sicht schildern, die des Veranstalters.

Das Event begann um 14.00 Uhr, aber bereits gegen 13.15 Uhr kamen schon die ersten Cacher. Diese wurden dann eben noch in den Aufbau mit eingebunden. Es wurde ein Kuchenbuffet aufgestellt (mit gebackenem Kuchen von Janine vom Lost Place Shop), ein Orgastand und ein Tisch, auf dem später die bemalten Bärchen hingestellt werden sollten, damit sie neutral beurteilt werden können. Des Weiteren hat plusLars sieben goldene Berliner Bären im Ruhwaldpark verteilt, die auf jemanden Bestimmten hinwiesen.

Dann konnte es auch schon losgehen. Die Cacher platzierten sich auf den Decken und malten drauf los. Dabei habe ich persönlich ein bisschen die Kinder vermisst, war doch vieles auf den Cachernachwuchs ausgelegt. Selbst Bastelhefte von Radio Teddy konnte ich organisieren. Die Bären wurden alle sehr abwechslungsreich gestaltet und die Bilder dazu möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Während einige Cacher noch malten, hatten DeJuCo und TeamDR49a im nahegelegenen Baum ein Seil eingeworfen, um einen zwar schon archivierten, aber noch auffindbaren T5er Cache loggen zu können. So wurde auch den anderen Eventbesuchern zusätzliche Unterhaltung geboten. Die Auswertung der schönsten Bärchen und des Gewinnspiels mit den goldenen Bären hatte ich eigentlich auf 17.00 Uhr angesetzt, leider machte mir dabei das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Gegen 16.30 Uhr fiel jede Menge Regen über uns her. Die fertigen Bären mussten in Sicherheit gebracht werden und auch die Cacher suchten etwas zum Unterstellen. So wurde die Preisverleihung kurzerhand nach vorn gezogen.

Gemeinsam mit plusLars hatte ich schnell die Zettel ausgewertet. Die ersten beiden Bären hatten gleich viele Punkte, dabei handelte es sich um die Bären mit der Nummer 2 und 7. Platz drei ging an den Bären mit der Nummer 14. Um die ersten beiden Plätze festzusetzen, habe ich noch einmal das Los entscheiden lassen und es ergab sich am Ende folgende Wertung:

  1. Platz: basone (Bär Nr. 7)
  2. Platz: Ute22 (Bär Nr. 2)
  3. Platz: virtuelleBerta (Bär Nr. 14)

Weiterhin wurde noch ein Gewinner für die Hinweisbären ermittelt. Gewonnen hatte dabei minebine. Wer noch einmal alle sieben Hinweise lesen möchte, hier sind sie:

  • Mein Papa hieß Lars.
  • Meine Mama war im DDR-Staatszirkus aktiv.
  • Ich bin in Berlin geboren.
  • Von mir existiert eine Briefmarke.
  • Die ersten 44 Tage meines Lebens verbrachte ich in einem Brutkasten.
  • Meine Wohnung hatte ich mir zeitweise mit einer Dame namens Giovanna geteilt.
  • Mein Bruder kam am selben Tag wie ich auf die Welt.

Vielen hatte dabei wohl schon ein Hinweis gereicht, um die Lösung zu finden.

 

Aufgrund des Wetters am Ende des Events haben wohl auch einige Bären ihre Sachen wieder verloren. Wer nochmal etwas nachbessern will, kommt am besten diesen Donnerstag zum Stammtisch im Lost Place Shop in Wedding. Dort bringe ich noch einmal alle Stifte mit. Wenn man diese dann anschließend unter 160°C 30 Minuten lang im Backofen lässt, kann ihnen auch der schlimmste Regen nichts mehr antun.

Megaphone V – ein Bericht

Schon zum fünften Mal in Folge fand vergangenes Wochenende das Megaphone in Angern bei Magdeburg statt. Auch für mich war es bereits das fünfte Mal, ich wusste also, was mich erwartet: das gemütlichste Megaevent Deutschlands. Leider war es dieses Jahr etwas zu gemütlich, soll heißen: es fehlten irgendwie die Cacher. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren waren wesentlich weniger Leute auf dem Platz und sogar am Samstag waren am Nordsee noch freie Zeltplätze zu finden. Ein Grund dafür könnte die Preiserhöhung gewesen sein. Viele Cacher haben diese als Kritik angebracht. Mir persönlich war diese gar nicht so bewusst.

Der Preis wurde angehoben, das Event blieb gleich: Freitagabend eine Band, diesmal die Lennocks (besser als die Bands der Vorjahre), Samstagabend die Tombola und ansonsten ein bisschen Nebenbei-Programm: Klettern, Tauchen, Rutschen.

Die Band Lennocks

Die Band Lennocks

Die Zuhörer am Freitag

Die Zuhörer am Freitag

Am Samstag waren gewisse Tauschtreffen angesetzt: Wood Coins, Coins und Token. Beim ersten Treffen waren wir fünf Leute, beim Tokentausch war ich dann leider die einzige. Wo waren nur die ganzen Cacher hin?

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Die Teilnehmer des Tokentauschtreffens

Am Samstagnachmittag kamen dann auch endlich die Labcaches heraus. Auch hier wurde nicht übertrieben: es gab 3 Labcaches, was jedoch nicht schlimm war. Man konnte diese schnell mit einem kleinen Spaziergang vom Camp zur Bühne verbinden.

Auf der Suche nach einem Labcache

Auf der Suche nach einem Labcache

Das einzig Neue dieses Jahr: die Gestalt des Logbuchs. Es wurde Sand in ein großes V geschüttet und man sollte seinen Namen mit Kieselsteinen in den Sand drücken. Ich glaube, so gut ist mir das nicht gelungen.

Mein Logeintrag

Mein Logeintrag

Ich persönlich hätte mir gern zum Megaphone V noch irgendetwas Besonderes gewünscht. Immerhin fand es schon das fünfte Mal statt. In der Vergangenheit gab es u.a. schonmal Panzerfahrten. So war dieses Wochenende „einfach nur“ ein gemütliches Zelten mit Freunden, was aber auch mal sein muss.

An der Organisation selbst gibt es nichts zu meckern. Es gab immer etwas zu essen und zu trinken, die Toiletten waren schön sauber und die Anmeldung verlief flott. Vielen Dank dafür.

 

Zeugen gesucht!

Leider wurden auch dieses Jahr einige Sachen gestohlen. Nicht nur bei den Shops kamen Wertgegenstände weg, auch wurde dem Cacher bowler1010 das Portemonnaie geklaut, während dieser in der Dusche war. Falls ihr irgendetwas gesehen habt, nehmt doch bitte Kontakt zu ihm oder mir auf. Vielleicht hilft ihm das etwas weiter.

Schicht im Schacht – So war das Gigaevent in Essen

Am Wochenende fand das lang angekündigte Gigaevent Project Glück Auf 2016 in Essen statt. Dabei gab es am Freitag ein Meet and Greet – Schichtbeginn, am Samstag das eigentliche Gigaevent und am Sonntag die Verabschiedung – Schichtende. Ich entscheide mich immer relativ spontan dazu, ob ich ein Mega/Giga-Event besuche oder nicht. Da dies das einzige Giga-Event in diesem Jahr war, habe ich mich dann also doch vor ca. einem Monat dazu entschieden, dieses Event zu besuchen. Dies war natürlich viel zu kurzfristig, um noch an einer der Führungen teilzunehmen. Auch T-Shirts und Coins waren zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr bestellbar.

Ich fuhr also am Freitag gemeinsam mit den Berliner Cachern Dam Nam und Ainadilion nach Essen. Ganz pünktlich haben wir es leider nicht zum Meet and Greet geschafft, da auf der Anreise viel Stau auf den Autobahnen war. Wir kamen also leicht verspätet an und hatten da schon kleine Probleme, zur Anmeldung zu kommen. Die Anmeldung wurde gestoppt, da die Organisatoren pünktlich um 20.00 Uhr Feierabend machen wollten. Da wir aber nur „normale“ Tickets hatten und keine Führung gebucht haben, konnten wir doch noch schnell reinhuschen und unsere Eventtüte abholen.

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Das Event fand auf der Fläche des Welterbes Zeche Zollverein statt. Das Gelände ist einfach nur überwältigend. Eine bessere Location hätte man wohl nicht wählen können. Diese bot Platz für ausreichend Geocacher und man fühlte sich nicht so eingesperrt wie vielleicht bei anderen Events. Das Meet and Greet fand im „hinteren Bereich“ des Geländes statt, bei der Kokerei. Leider kam die dort spielende Band nicht bei allen gut an. Man konnte sich schwer unterhalten und so sammelten sich doch einige Cacher wieder im vorderen Bereich des Geländes. Zuvor musste jedoch noch geloggt werden und diese Logidee war wirklich klasse und passend. Jeder bekam bei der Anmeldung einen Schichtschein und dieser musste in einer Maschine abgestempelt werden, welche die Ankunftszeit notierte. Anschließend hat man seine Zetteln an ein Brett gehängt. Müde von der langen Anreise machte ich an diesem Tag nicht all zu lange und bereitete mich mit etwas Schlaf auf den darauffolgenden Tag vor.

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Am Samstag fand das Hauptevent statt. Zu meinem Glück bin ich Bloggerin und konnte noch einen Presseausweis ergattern, so war es mir möglich, in Bereiche hineinzukommen, wo nicht jeder hin konnte wie z.B. zur Lesung von Bernhard Hoëcker und Tobias Zimmermann. Da ich zu keiner Führung angemeldet war, hatte ich damit doch noch ein kleines Highlight des Tages, worauf ich mich freuen konnte. Leider fand die Podiumsdiskussion und der Coin- und Tokentausch quasi parallel statt und so musste ich darauf verzichten. (Die Lesung war etwas weiter entfernt.) Doch bevor es so weit war, erkundete ich erst einmal das Gelände. Neben Schlange stehen an Logbüchern war leider auch Schlange stehen an allem anderen angesagt. Gut, dass wir uns am Tag zuvor noch anmelden konnten, denn die Anmeldeschlange war nahezu unendlich. Wenn man etwas essen oder trinken wollte, musste man ebenfalls lange anstehen und das Warten an den einzelnen Stationen zum Erfüllen des Schichtplans hat leider auch die Lust auf diese Spiele genommen. Gefühlt musste man an jeder Station min. 15 Minuten anstehen.

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Die Händlermeile in der Halle 5 wurde schon scherzhaft „Hölle 5“ genannt. Viel zu viele Stände in einer dafür zu kleinen Halle. Es wurde eng und stickig. Ich hatte einfach keine Lust, mir dort die Gegenstände der Shops anzuschauen. Einzig im Kinderbereich ging es etwas entspannter zu. Man konnte sich kleine Eisenkügelchen aus Stein herausschlagen, etwas malen, Luftballons abholen und auch das Maskottchen Anton, die Grubenameise, war dort tätig. Nachdem ich dann doch einige Spiele des Schichtplans absolviert habe, ging ich zum Salzlager, um dort der Lesung von Tobias Zimmermann und Bernhard Hoëcker beizuwohnen. Ich wurde nicht enttäuscht, vielmehr noch: Positiv überrascht. Dies war meine erste Lesung der beiden und es war wirklich unterhaltsam. Es wurden Witze gemacht, die nur Geocacher verstehen, und nach 1,5h Stunden war das Programm auch schon wieder viel zu schnell vorbei.

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Im Anschluss wollte ich dann auf den Aussichtsturm, denn es hat sich herumgesprochen, dass dies quasi das einzige war, wofür es sich gelohnt hat, ein Ticket für das Event zu kaufen, denn auf das Eventgelände kam man auch ohne Ticket. Wir waren schon spät dran und um 17.45 Uhr hat man uns leider nicht mehr hochgelassen. Wir wurden auf den darauffolgenden Tag vertröstet. Was wir bis dahin noch nicht wussten, wir sind nämlich am darauffolgenden Tag wiedergekommen, kostete es am Sonntag dann 8 Eur, auf den Aussichtsturm zu kommen. Also haben wir auch darauf verzichtet.

Wir haben dann erstmal das Gigaevent geloggt. Das Logbuch war an diesem Tag ein Kohlewagen, sogar hübsch mit Blumen dekoriert.

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Am Abend sollte dann noch tolle Livemusik stattfinden. Die Dosenfischer waren angekündigt. Diese habe ich zuvor schon zweimal gesehen und freute mich extrem auf deren Konzert. Als Vorband spielte Alex im Westerland, eine Coverband mit Liedern der Toten Hosen und der Ärzte. Ich als alter Ärztefan (früher einmal) fand die Band wirklich gut. Es wurde Stimmung gemacht und man konnte gut mitsingen.

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Danach waren die Dosenfischer dran und leider muss ich sagen: ich wurde enttäuscht. Ich war textsicherer als der Sänger selbst. Er schien generell nicht in bester Verfassung zu sein. Er musste während des Konzerts sitzen und musste sogar eine Pause einlegen, in der dann die andere Band des Dosenfischer-Gitarristen auftrat: Lisbeth&Stotco. Diese haben musikalisch wirklich überzeugt, haben allerdings durch ihre melancholische Liedwahl die Partystimmung etwas gedrückt. Ich entschloss mich während der zweiten Zugabe der Dosenfischer zu gehen und freute mich auf den letzten Tag und das dafür angekündigte Frühstück.

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Am Sonntag wurde uns ein tolles Frühstück versprochen. Was stellt man sich da für gewöhnlich vor? Schöne Brötchen, frischen Kaffee. Leider gab es aber keine Brötchen, sondern belegte Brote. Einige Cacher waren wirklich verärgert, weil sie dafür kein Frühstück in ihren Hotels gebucht hatten. Für den Kaffee musste man min. 30 Minuten anstehen (zum Glück trinke ich keinen), für den Kakao dann sicherlich auch. Nur die Kaltgetränke-Bude war offen und so gab es eben Cola zum Frühstück. Ansonsten war am Sonntag schon so gut wie alles abgebaut. Ich stellte mich noch in die Reihe zum Logbuch, passend zum Schichtbeginn wieder eine Stempelmaschine, die einen diesmal ausloggt, und konnte meinen Log in den Kohlewagen einwerfen.

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Fazit: Zu einem Gigaevent kommen verdammt viele Leute und das hat man hier auch gemerkt. Das Warten hat sich überall durchgezogen. Die Orga hat sich wirklich Mühe gegeben und es wurden sich wirklich echt tolle Dinge ausgedacht. Wenn man dafür jedoch ewig warten muss, vergeht einem der Spaß. Für 5000 Leute weniger wäre sicher alles ideal gewesen. Die Caches auf dem Gelände waren an das Giga-Event angepasst und es gab extra große Logbücher. Die Location war nicht zu toppen.

Ich bedanke mich bei dem Orga-Team für das Ausrichten des Events. So etwas ist viel Arbeit und ich möchte mit meiner Kritik keinesfalls euren Einsatz abwerten. Ihr habt das toll gemacht.

Petling-Weitwurf-Meisterschaft kommt nach Berlin

Ein Wettbewerb im Petling-Weitwurf ist ja mittlerweile nichts Neues mehr. Schon 2009 wurde im Rahmen der 1. Nordseetaufe solch ein Wettbewerb ausgetragen. Ich selbst habe auch schon zwei solcher Meisterschaften mitgemacht: Bei den GeoGames in Leipzig und bei der Dresdner Stadtmeisterschaft nur 2 Monate später. Ich konnte damals meine Wurfweite von 11m auf 15m verbessern. Ein ziemlich miserables Ergebnis, wenn man sich so anschaut, was andere so erreichen. Wenn man sich auf diese Quelle bezieht, so wurde schon eine Weite von 69,80m erreicht. Ein ziemlich überragendes Ergebnis.

Nun ist dem Team DeJuCo aufgefallen, dass solch ein Wettbewerb noch nie in Berlin stattgefunden hat. Also haben sie sich dazu entschlossen, eine Petling-Weitwurf-Meisterschaft auch einmal in der Hauptstadt auszurichten. Das Event findet am 9. Juli 2016 in der Nähe des Flughafens Tegel statt. Es können also auch Leute von auswärts mit dem Flugzeug anreisen und bei der Meisterschaft teilnehmen.

1213c4a2-1044-4618-b337-a0f16f487865Es wird einen eigenen Wanderpokal geben, der an den vergeben wird, der insgesamt am weitesten geworfen hat. Man kann also hoffen, dass das Team solch einen Wettbewerb noch mehrfach ausrichten wird.

dfc06215-f085-4a22-babe-35d0a6e50592.pngAußerdem werden Medaillen an die besten drei Werfer der jeweiligen Wettkampfklassen überreicht. Diese Klassen sind: Nano-Cacher, Micro-Cacher, Frauen-Power und offene Klasse.

Ich freue mich schon auf diesen Wettbewerb und vielleicht sieht man ja den ein oder anderen Leser dann vor Ort.

Berolina

Der Begriff Berolina stammt aus dem Neulateinischen und bedeutet eigentlich nichts anderes als die Stadt Berlin selbst oder die Personifikation dieser. Das bekannteste Bildnis einer Berolina ist die Statue, die ehemals auf dem Berliner Alexanderplatz stand.
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Unter Cachern ist die Berolina jedoch mittlerweile als DAS Cacheevent des Monats bekannt. Gestern hatte ich das erste Mal selbst die Möglichkeit, bei einem der bekannten Berolina-Events teilzunehmen. Es handelte sich dabei um das Newbie Event April 2016 – Berolina Edition. Dieses fand im Aventuras in Borsigwalde statt.

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Dort traf ich auf DeepdiverBerlin, der so freundlich war, mir ein kleines Interview über diese Eventserie zu geben.

K: Hallo!
D: Hallo Kati!
K: Heute spreche ich mit DeepdiverBerlin und ich bin auf meinem ersten Berolinaevent. Es ist vermutlich eine Schande, jetzt als Berliner Cacher das erste Mal auf einem Berolina-Event zu sein.
D: Naja, du hast schon mehr als 100 verpasst, insofern ist es schon traurig. Aber du bist ja noch nicht so lange da, daher ist es nicht ganz so schlimm. Du hast jeden Monat die Chance wiederzukommen.
K: Seit wann gibt’s denn die Berolina?
D: Das kannst du ja zurückrechnen. Wir haben letztes Jahr die 100. Berolina gehabt, jeden Monat einmal, d.h. schon fast 10 Jahre.
K: Was genau ist denn die Berolina?
D: Die Berolina ist das monatliche Treffen Berliner Cacher und aller Cacher, die zu Gast in unserer Stadt sind. Wir tauschen uns aus über neue Caches. Wenn man bei Rätselcaches nicht weiter kommt, kann man hier in die Runde fragen, ob jemand was weiß. Alle Sachen rund ums Cachen und natürlich auch private Sachen kann man hier austauschen.
K: Wer kam auf die Idee für das Berolina-Event?
D: Das ist weit vor meiner Zeit gewesen. Das war die Cachertruppe die unfromme Helene und Xylanthrop. Das sind die beiden, die die Berolina eigentlich mal gegründet haben. Jetzt haben Jack_Sparrow und ich es übernommen unter dem Cachernamen Berolina Events und führen die Berolina praktisch fort.
K: Wer entscheidet denn, wo das nächste Berolina-Event stattfindet?
D: JackSparrow und ich fragen immer rum, wenn irgendein Monat noch offen ist. Es gibt den ein oder anderen Monat, der ist traditionsbedingt fest vergeben. Weihnachten macht es immer die Familie hennylino in ihrem Stammitaliener. Mit viel Aufwand und vielen Geschenken und viel Mühe wird da die letzte Berolina des Jahres gefeiert. Genauso traditionsmäßig wird die erste Berolina des Jahres immer von mir ausgestattet, in Buckow im Lindengarten. Im August ist meistens mic@ mit seinem Event aktiv in der Deck 5 Strandbar. Da kann man immer beim Cocktail trinken die Sternschnuppen beobachten. Der Juli ist fest an uwe-sauerland vergeben. Also es gibt nur noch wenige Termine, die nicht so richtig fest vergeben sind. Ich versuche das auch so ein bisschen aufzubrechen. Ich würde mich freuen, wenn wir auch mal neue Leute haben, die eine neue Berolina machen. Jeder ist gern eingeladen, eine Berolina zu organisieren. Dieser bekommt von uns einen Rahmen an die Hand. Wir haben einige Sachen, die wir uns fest wünschen, aufgrund der Erfahrung, die wir in den letzten 10 Jahren gemacht haben. Dazu gehört zum Beispiel ein festes Nummernsystem. Der Wirt muss damit einverstanden sein, dass jeder auf eine feste Nummer bestellt. Deswegen haben wir auch sehr hübsche Namensschilder mit festen Nummern, seit neuestem. Dann gibt es auch nachher keinen Streit, wenn dann 20 Bier offen sind. Jeder hat seine eigene Nummer, seine eigene Rechnung. Wenn dann doch was übrig ist, ist der Wirt selbst schuld. Und wenn der Wirt damit nicht einverstanden ist, ist das kein Problem. Wir finden in Berlin immer ein Lokal, das bereit ist, eine Berolina auszurichten.
K: Heute haben wir hier ja ein Newbie-Event. Ist das jetzt noch etwas Spezielles?
D: Puschbär macht regelmäßig solche Newbie-Events, für Leute, die noch nicht so lange beim Cachen dabei sind, um die ersten Fragen, die sich vielleicht ergeben, zu beantworten. Und ich habe ihn letzten Monat angesprochen, ob er nicht mal die Berolina im April machen will, weil die da noch frei war. Und er meinte „Na klar, aber nur wenn ich sie mit meinem Newbie-Event verbinden darf. Da muss ich nicht zwei ausrichten.“ Insofern ist das eine Sonderform der Berolina und vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr, auch noch andere Sonderformen zu bringen. Wir machen vielleicht mal eine Dampferfahrt, vielleicht wird die auch zusätzlich gemacht. Da müssen wir mal gucken, ob wir das schaffen. Also da sind einige Ideen. Vielleicht machen wir auch mal „Berolina on Tour“, und machen gemeinsam mit den Cachern eine Busfahrt oder so, irgendwo in die Gegend. Aber das sind alles so Sachen. Wenn sich einer in deinem Blog findet, der das gern organisieren möchte, soll er sich gern an einen von uns beiden wenden und dann können wir gern darüber sprechen.
K: Gibt es eine spezielle Stammkundschaft? Also gibt es Cacher, die immer diese Events besuchen?
D: Also die Cachergemeinschaft in Berlin ist sehr groß. Wir haben immer zwischen 100 und 120 Teilnehmer. Natürlich gibt es einige Leute wie die Moni, die quietscheente, die dafür bekannt ist, dass sie jedes Event, das in der Stadt stattfindet, wahrnimmt. Sie hat glaube ich mehr Events als gefundene Dosen. Aber es gibt schon einen harten Kern, der versucht, zu jeder Berolina zu kommen. Es gibt aber auch Leute, die sagen „ich fahre nicht 33km durch die Stadt“. Wenn welche in den Norden fahren, aber im Süden wohnen oder andersrum. Deshalb versuchen wir die Berolina über’s Jahr auch so zu verteilen, dass jeder Bereich der Stadt mal betroffen ist, sodass auch die Cacher, die nicht extra 30km fahren wollen, mal eine Berolina besuchen können.
K: Die Berolina findet auch wirklich jeden Monat statt?
D: Sie findet jeden Monat statt. Nicht im fest getakteten 4-Wochen-Rhythmus, aber jeden Monat des Jahres gibt es eine Berolina.
K: Möchtest du selbst noch etwas loswerden zur Berolina?
D: Ich lade jeden herzlich ein, zur Berolina zu kommen. Ob er einen Fund hat, gar keinen Fund oder 10.000 Funde. Jeder ist bei uns willkommen und jeder kann noch dazulernen.

 

Ich habe außerdem noch was erfahren: Damals gab es wohl ein sogenanntes „Sammellisting“, d.h. nicht jedes Event hatte sein eigenes Listing. Es gab immer nur eins und dieses war auf den Alexanderplatz gesetzt. Den Informationen konnte man dann entnehmen, wo und wann genau die jeweiligen Events statt fanden. Es gab wohl aber auch sehr oft Touristen, die dann am Alexanderplatz standen und sich gefragt haben, warum dort niemand ist. Mittlerweile hat Groundspeak diese Sammellistings abgeschafft.

Das Erdmännchen heult den Vollmond an

Vielen Berlinern ist die Eventreihe mittlerweile sicherlich ein Begriff: „Das Erdmännchen heult den Vollmond an“. Beim Erdmännchen handelt es sich dabei um einen Cacher.

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Seit dem März 2014 findet das Event regelmäßig statt, und das immer zu der genau berechneten Zeit des Vollmonds. Dies kann klassischerweise mitten in der Nacht stattfinden, oder aber auch mal bei strahlendem Sonnenschein. Der Titel sagt eigentlich alles aus: Cacher treffen sich zu besagter Uhrzeit und dann wird der Vollmond angeheult. Klingt komisch? Ist aber so. Ich war dabei, zum Zweijährigen dieser Eventserie.  Zuerst will man der Sache nicht glauben, dass wirklich der Vollmond angeheult wird, die Cacher sind aber zu vielem Verrückten bereit und machen genau das. Dabei ist es egal, ob man sich dabei gerade in Berlin-Mitte oder sonstwo befindet. Für gewöhnlich finden die Events in Berlin statt, das Erdmännchen war aber auch schonmal zur Vollmondstunde unterwegs und so kam es, dass auch schon ein Event in Dänemark statt fand. Einige Berliner Cacher sind dafür sogar nachgereist.

vorlagebanner5ps8724weqAls kleine Motivation, die Events zu besuchen, gibt es sogar Profilbanner. Man kann durch die Teilnahmen an den Events verschiedene Auszeichnungen wie „Rookie“ oder „Bronze“ erhalten. Je mehr man besucht, desto mehr steigt man auf. Das höchste ist gerade „VIP“ bei 35 besuchten Events, was noch keiner haben sollte, da die Events erst 26 mal statt gefunden haben. Die Teilnahmen an den Events schwanken dabei sehr:

statistik_erdmännchenDies hat wohl hauptsächlich mit den verschiedenen Zeiten zu tun, wann der Vollmond statt findet. In der Nacht um 4.00 Uhr kommen dann doch nicht so viele Cacher wie abends um 19.00 Uhr.

Die nächsten Termine sind die folgenden:

  • Freitag, 22. April 2016, 18:30 Uhr, 3-Dörfer-Blick, Rudow
  • Samstag, 21. Mai 2016, 23:14 Uhr, am Tierfriedhof am Luthersteinweg, Erfurt, N 51° 03.235 E 011° 04.188
  • Montag, 20. Juni 2016, 18:00Uhr, Badetag
  • Mittwoch, 20. Juli 2016, 00:56 Uhr, Spandau oder Charlottenburg
  • Donnerstag, 18. August 2016, 18:30 Uhr, Köpenick
  • Freitag, 16. September 2016, 21:05 Uhr, Stadtpark, Hamburg
  • Sonntag, 16. Oktober 2016, 06:23 Uhr
  • Montag, 14. November 2016, 14:52 Uhr
  • Mittwoch, 14. Dezember 2016, 01:05 Uhr

Ihr könnt also heute gleich loslegen und euer erstes Erdmännchen-Event besuchen. Dieses findet ihr hier.

 

Auf den Spuren der Geschichte

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Berliner Cachern. Am Samstag fand der erste oTTToT statt, genauer „offizieller TokenTauschTaumel on Tour“, welcher von Mario Kahn veranstaltet wurde. Darüber berichten jedoch andere Blogs (die cachenden Affen und gcaching-online). Ich konzentriere mich hier auf das noch mehr besuchte Event Auf den Spuren der Geschichte. Dieses fand auf dem Gelände der Heilstätten Beelitz statt, der wohl bekannteste Lost Place in Deutschland. Selbst Rammstein hat dort schon ein Musikvideo gedreht, siehe hier. Vor einigen Jahren gab es auch noch sehr viele Caches auf dem Gelände. Mittlerweile wurde der Großteil jedoch archiviert, die Häuser umzäunt und eine Sicherheitsfirma kümmert sich darum, dass niemand unbefugt die Gebäude betritt. Mit Anzeigen wird hier nicht gespart.

Ich muss zugeben, dass ich vor dem Event nicht viel über die Beelitzer Heilstätten wusste. Bekannt waren sie mir schon, aber deren Zweck nicht. Sicherlich kann man das einfach bei Wikipedia nachlesen, aber ich nutzte bei dem Event die Möglichkeit, an den angebotenen Führungen teilzunehmen. Doch dafür musste ich erstmal anstehen. Das offizielle Event fand nur 30 Minuten statt und in diesen 30 Minuten stand ich in der Schlange. Es waren nämlich erstaunlich viele Cacher anwesend. An den Führungen haben über 150 Cacher teilgenommen, auf dem Gelände insgesamt waren es noch wesentlich mehr. So ergab sich am Sonntag schon eine kleine Mega-Atmosphäre, denn überall, wo man war, traf man andere Cacher, natürlich auch an den Dosen auf dem Gelände (bzw. an der Straße).

Es wurden zwei Führungen angeboten: eine Mottenführung für 4 Euro und eine Alpenhausführung für 10 Euro, wofür man noch den Eintritt zum Baumkronenpfad für 9,50 Euro zahlen musste. So wurde man bei der Teilnahme an beiden Führungen schon mal 23,50 Euro los. Gar nicht so wenig für einige Cacher. Ich habe bei diesen Führungen, vor allem bei der Mottenführung, einiges über Beelitz gelernt und gebe nun das mir im Gedächtnis Gebliebene hier wieder.

In der Zeit um die Jahrhundertwende 1900 sind viele Menschen nach Berlin gezogen, um Arbeit zu finden. Die Stadt hatte nicht genug Wohnraum und so entstanden in kürzester Zeit viele Mietshäuser. Die Häuser waren meist aus Lehm und waren noch nicht richtig ausgetrocknet und trotzdem sind schon Menschen eingezogen. So war es keine Seltenheit, dass über 5 Personen zusammen in einem feuchten Raum wohnten. Dies begünstigte das Aufkommen einer der damals häufigsten Krankheiten: Tuberkulose. Deutschland hatte damals 60 Millionen Einwohner und ungefähr eine Million sind jährlich an Tuberkulose erkrankt, 300.000 davon starben. Heutzutage bekämpft man Tuberkulose mit Hilfe von Antibiotika. Damals gab es diese noch nicht und die beste Möglichkeit, wieder gesund zu werden, bestand darin, sich wohl zu fühlen. Dafür wurden die Beelitzer Heilstätten errichtet. Den Patienten sollte es richtig gut gehen. Es wurde an nichts gespart: die Fliesen waren von Villeroy und Boch, es gab eine Frischluftversorgung in den Räumen, unter den Wegen liefen Fernwärmeleitungen entlang und sogar ein eigenes Kraftwerk gab es. Die Heilstätten konnten somit völlig autark unterhalten werden. Auch die Architektur ist beeindruckend. Über einem Stahlskelett gibt es Backsteine und Holzbalken, die an Fachwerk erinnern sollen. Es sah eben einfach gut aus, Geld spielte keine Rolle. Die Beelitzer Heilstätten waren für die damalige Zeit hochmodern und haben technische Einrichtungen, die auch heute noch als modern gelten.

In den zwei Weltkriegen wurden die Heilstätten als Lazarett benutzt, nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von den Russen übernommen. Kurz nach der Wende fühlte sich zunächst keiner für das Gelände verantwortlich. Irgendwann kam ein privater Investor, welcher dann aber auch Insolvenz angemeldet hatte. Und seitdem stehen die Gebäude da. Sie verfallen, werden Opfer von Vandalismus. Selbst Bäume wachsen schon auf den Dächern. Mittlerweile hat sich wieder ein Investor gefunden. Doch bevor eine eventuelle Sanierung los geht, muss erst einmal etwas Geld herein. Daher wurde nun ein Baumkronenpfad auf dem Gelände errichtet, der es Zuschauern ermöglicht, sich die Heilstätten von oben anzuschauen. Von den Eintrittsgeldern sollen weitere Arbeiten auf dem Gelände finanziert werden.

Dieses und anderes konnte ich bei der Mottenführung lernen. Auch, warum die Mottenführung so heißt. Es gab damals den Ausdruck „Da bekommst du ja die Motten“ und gemeint war damit die Krankheit Tuberkulose. Denn die Tuberkulose zerlöcherte die Lunge so wie es Motten mit Kleidung tun.

Ich habe dann auch noch an der Alpenhausführung teilgenommen und war auf dem Baumkronenpfad, was eher nichts für mich mit meiner Höhenangst ist. Der Baumkronenpfad ist auf 20m über dem Boden. Für geübte T5-Cacher sicherlich kein Problem. Leider wurde das schöne Event durch das echt schlechte Wetter getrübt. Den ganzen Tag war es kalt und es gab Nieselwetter. Nicht sehr angenehm, wenn man sich ungefähr 5 Stunden auf dem Gelände aufhält. In den Gebäuden war es dabei noch kälter als draußen, da es überall durchzog. An sich kann man die Gebäude nicht betreten, nur bei der Alpenhausführung konnte man das Alpenhaus betreten. Das Haus heißt so, weil die Hügel hinter diesem Haus Beelitzer Alpen genannt wurden. Diese Hügel entstanden durch den Bauschutt, der im Rahmen der Bauarbeiten zu den Heilstätten entstanden ist.

Diesmal sind es ein paar mehr Bilder geworden und ich habe für diesen Beitrag eine kleine Galerie erstellt, durch die ihr euch durchklicken könnt. Ich hatte diesmal leider keine gute Kamera dabei, würde dies aber jedem Besucher auf jeden Fall empfehlen. Sowieso empfehle ich einen Besuch bei den Beelitzer Heilstätten. Es muss ja nicht immer ein Geocaching-Event sein.