Der Liebster-Award

Vor gut drei Monaten hat mich der Saarfuchs für den Liebster-Award nominiert. Vielen Dank dafür. Bis dahin war dieser mir völlig unbekannt. Es handelt sich dabei um eine Art moderner Kettenbrief, der dazu führt, dass sich Blogs gegenseitig nominieren und sich vorstellen. Prinzipiell habe ich etwas gegen Kettenbriefe, daher habe ich auch nicht sofort mitgemacht. Nun habe ich mich doch einmal näher mit dieser Aktion beschäftigt. So sinnfrei wie normale Kettenbriefe ist der Liebster Award dann doch nicht, denn man lernt die Blogger, die man nominiert, etwas näher kennen und die Leser werden durch Nominierungen auf andere Blogs aufmerksam.

Man findet im Internet viele Quellen über die Regeln zum Liebster Award. Diese unterscheiden sich auch immer ein wenig. Ich beschränke mich dabei auf die folgenden:

  • Danke der Person die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel
  • Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger gestellt hat
  • Nominiere zwischen 5 und 11 weitere Blogger für den Liebster Award
  • Stelle den von Dir nominierten Bloggern Deine 11 Fragen
  • Schreibe diese Regeln in Deinen Artikel zum Liebster Award
  • Informiere die von Dir nominierten Blogger über Deinen Artikel und die Nominierung

Hier kommen nun meine Antworten:

Wann und warum hast Du mit dem Bloggen oder Podcasten angefangen?

Mit dem Bloggen an sich habe ich schon sehr früh angefangen, da war ich vielleicht 16 Jahre alt (das war so im Jahre 2004). Ich habe mich schon immer sehr für technische Dinge interessiert und auch dafür, was man mit dem Internet alles anstellen kann. Damals war ich über myblog.de angemeldet und habe eher von privaten Dingen geschrieben. Den Blog hatte ich irgendwann nicht mehr gepflegt und dieser ist in Vergessenheit geraten. Irgendwann habe ich mich aber doch wieder daran erinnert und habe darüber nachgedacht, wieder mit dem Bloggen anzufangen. Die Seite myblog.de entsprach nun aber nicht mehr meinen Vorstellungen und ich habe einen Blog auf wordpress.com erstellt. Auch dieser war anfangs eher privat, das war im Jahre 2012. Dann habe ich gemerkt, dass ich immer mehr zum Thema Geocaching blogge und habe dies dann auch zum Thema des Blogs gemacht. Mittlerweile läuft der Blog nicht mehr über wordpress.com, sondern ich kann die Seite selbst gestalten und verwalten (auch wenn ich das noch über das WordPress-System tue, was aber mit wordpress.com nicht so viel zu tun hat.)

Was willst Du mit Deinem Blog/Podcast erreichen und wie willst Du das anstellen?

Was möchte man schon mit einem Blog erreichen? Viel kann man da glaube ich nicht erreichen. Man teilt seine Erfahrungen und freut sich, wenn diese auch andere Menschen lesen. Ich bleibe bei meinen Beiträgen immer ehrlich und teile meine persönliche Meinung mit. Dies führt manchmal zu einigen Diskussionen.

Wenn Du – mit wem auch immer Du willst – für Deinen Blog/Podcast ein Interview führen dürftest, wen würdest Du aussuchen und vor allem, warum?

Ich habe gar keine speziellen Personen, mit denen ich unbedingt ein Interview führen möchte. Manchmal finden Events statt, da interviewe ich gern die Organisatoren. Vielleicht passiert auch mal irgendetwas spannendes in der Community, für die eine bestimmte Person verantwortlich ist. Auch da könnte ich mir Interviews vorstellen. Sicherlich gibt es Promi-Geocacher, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese großartig anders cachen als „normale“ Geocacher. Da ist für mich jeder Geocacher gleichwertig.

Wann hast Du mit dem Geocaching angefangen und wie ist es dazu gekommen?

Ich habe im Mai 2010 mit dem Geocaching angefangen. Es begann mit einem Zufallsfund in der Sächsischen Schweiz. Hinter einem Schild mit einer Wanderkarte haben meine Mitwanderer und ich damals eine Dose entdeckt und ein Freund meinte nur, dass das sowas wie „Geocaching“ sei. Etwas später habe ich aus Langeweile mal nach dieser Aktivität gegooglet und habe es direkt vor der Haustür ausprobiert, mit den ersten Fehlschlägen. Gleich am ersten Tag bin ich zu einem Mystery-Symbol gerannt, welches mitten in einer Kleingartensiedlung lag. Natürlich wurde ich da nicht fündig. Als nächstes hatte ich einen Multi probiert und nicht gecheckt, dass (A)(B)(C) nur das Aneinanderreihen von Ziffern ist. Ich als damalige Mathestudentin habe die Zahlen miteinander multipliziert und landete dementsprechend völlig woanders. Irgendwie kam ich dann doch dazu, das Aneinanderreihen einfach mal auszuprobieren und so konnte ich doch noch meinen Namen ins Logbuch eintragen. Es handelte sich dabei um diesen Cache: https://coord.info/GCJF08

Wie denkst Du über die Entwicklung der Mega- und Gigaevents und deren Programmangebote und Preisentwicklung?

Damals war ein Mega-Event noch was richtig Cooles und Besonderes. Ich war damals im Jahre 2011 bei Lost in MV dabei und habe echt gute Erinnerungen daran. Es gab ein großes Angebot an Aktivitäten, man konnte Wasserpanzer fahren, es gab eine Panzershow, es gab eine Ausstellung, viele Geocaches in der Umgebung und Chirp-Aktivitäten incl. Gewinnspiele von Garmin. Das krasse Wetter mit den Überschwemmungen auf dem Zeltplatz machten das Event zu einem unvergesslichen Abenteuer. Vielleicht war das Event aber auch so besonders, weil es das erste Mega-Event war, das ich besucht habe. Mittlerweile habe ich viele Mega-Events besucht und kaum eines kommt an dieses Event heran. Prora war noch ganz cool und die Anfänge des Megaphones in Sachsen-Anhalt. Auch da hat das Aktivitätenangebot inzwischen stark nachgelassen.

Die nun angebotetenen Mega- und Giga-Events reißen mich nicht mehr so vom Hocker. Es gibt immer eine riesige Händlermeile und die Geocacher sollen ihr Geld loswerden. Die Motivation, Mega-Events zu besuchen, hat bei mir stark nachgelassen. Ich bevorzuge inzwischen wieder kleinere Events, auf denen man mit lokalen Geocachern ins Gespräch kommt.

Wie denkst Du über die Plattformen geocaching.com und opencaching.de?

Ich nutze hauptsächlich geocaching.com, aber einfach nur, weil sich diese Plattform international durchgesetzt hat und dort die meisten Geocaches gelistet sind. Einige meiner Caches habe ich auch auf Opencaching gelistet, damit auch die Opencacher, die nicht bei geocaching.com gemeldet sind, meine Caches finden können. Ich habe einige Cacher im Bekanntenkreis, die beide Plattformen nutzen. Mir ist das zu umständlich. Ich konzentriere mich gern auf eine Sache. Wenn meine Mitcacher aber Caches von opencaching.de suchen, suche ich auch mit, logge diese aber nicht.

Wo wirst Du Deinen nächsten (Geocaching-) Urlaub verbringen und warum hast Du Dir gerade dieses Ziel ausgesucht?

Ich habe noch gar kein nächstes Ziel. Ich suche meinen Urlaubsort auch nicht nach Geocaches heraus. Ich fahre in den Urlaub und schaue dann, welche Caches ich dort finden kann. Denn gerade im Urlaub ist Geocaching immer noch eine super Möglichkeit, interessante Orte fernab des Touristenstroms zu entdecken.

Was schätzt Du an der aktuellen Blogger/Podcaster-Szene und was nervt Dich dabei am meisten?

Ich bin recht neutral gegenüber der aktuellen Blogger/Podcaster-Szene. Mir wird es eher etwas zu unübersichtlich, aber dafür möchte ich niemanden verurteilen. Es kann bloggen, wer möchte. Ich selbst lese und höre dann vielleicht nur 2 bis 3 Blogs/Podcasts. Über Facebook erscheinen aber auch immer mal andere Beiträge in der Timeline, weil es ein Bekannter geteilt hat. Dabei fällt mir auf, dass gern mal das Gleiche in mehreren Blogs geschrieben wird. Wenn ich es schon einmal gelesen habe, schreibe ich meist keinen weiteren Beitrag mehr darüber, sondern teile das über meine Facebookseite, wenn es denn interessant ist.

Wie denkst Du über die aktuellen Geocaching Guidelines?

So genau bin ich gar nicht mehr im Bilde. Die Guidelines ändern sich ja immer mal wieder, aber einiges Grundsätzliches bleibt bestehen. So ist und bleibt die Abstandsregel vernünftig.

Was ich nicht mag, sind verschiedene Auslegungsmöglichkeiten gewisser Guidelines. Groundspeak selbst ist da manchmal nicht ganz konsequent, wenn es um das Veranstalten von Events geht und die Häufigkeit dieser. Auch gibt es immer mal wieder Dinge, die bei einem Cache funktioniert haben, bei einem anderen nicht, trotz gleicher Guidelines (keine Altlasten). Ich bin dafür, dass alle Cacher gleich behandelt werden und die Regeln auch gleich ausgelegt werden bzw. so beschrieben werden, dass alles eindeutig ist.

Wie wichtig ist Geocaching für Dich und wie viel Zeit verbringst Du mit diesem Hobby?

Geocaching ist für mich ein Hobby. Nicht mehr und nicht weniger. Es macht mir Spaß, aber ich bin nicht süchtig danach, jeden Tag eine Dose finden zu müssen. Neben der Arbeit bleibt auch gar nicht mehr so viel Zeit und ich freue mich, wenn ich am Wochenende mal die ein oder andere Dose finde. Auch habe ich noch andere Hobbies neben dem Geocaching.

Wenn Du genau eine Sache an der Geocaching-Community ändern könntest – was wäre das und wie sollte sie sich ändern?

Ich fänd es so schön, wenn die Statistik keine so große Rolle mehr in diesem Hobby spielen würde. Ich habe mich ja schon selbst danach gerichtet und eigentlich nervt es mich innerlich, dass ich nun schaue, in welchem Landkreis ich schon alles cachen war. Das Eigentliche geht dabei verloren. Durch diese Statistiken entstehen auch weniger hochwertige Dosen, die mal eben auf die Schnelle hinter die Regenrinne geklemmt werden. Ich bin für Qualitäts-Geocaching und das Schauen auf die Statistik ist dabei sehr hinderlich.

 

 

So, das waren meine Antworten. Ich nominiere für den Liebster-Award nun folgende Blogs:

http://jr849.de

http://cachoholic.de

http://gcaching-online.de

http://mietzecacher.de

http://geocaching-peitz.de

 

Das sind meine Fragen:

  1. Seit wann bloggst du und wie hat das ganze angefangen?
  2. Wie holst du dir Ideen für neue Beiträge?
  3. Kommt auch mal Kritik und wie gehst du damit um?
  4. Schreibst du alles allein oder gibt es ein Team hinter dem Blog?
  5. Gibt es einen Fokus auf ein spezielles Thema in deinem Blog (neben dem Geocaching natürlich)?
  6. Seit wann cachst du und wie bist du auf das Geocaching aufmerksam geworden?
  7. Wie oft gehst du cachen?
  8. Hast du eine bevorzugte Art von Geocaches?
  9. Was war das Verrückteste, das dir bisher beim Geocaching passiert ist?
  10. Was gefällt dir an unserem Hobby und was würdest du gern ändern?
  11. Hast du auch andere Hobbies neben dem Geocaching?

Werbung in eigener Sache: Tag der verlorenen Socke 2017

Es gibt ja die verrücktesten „Feiertage“ und so habe ich einmal geschaut, was als nächstes ansteht und womit man ein Event verwirklichen kann. Ich stieß auf den „Tag der verlorenen Socke“, welcher jedes Jahr am 9. Mai begangen wird. Jeder kennt sicherlich das Phänomen, dass man von einem Sockenpaar plötzlich nur noch eine einzelne Socke übrig hat. Die andere ist irgendwie verloren gegangen.

Die übrig gebliebenen Socken haben dann meist keine Funktion mehr. Um das zu ändern, veranstalte ich dieses Jahr in Berlin ein Event passend zu dem Tag. Dort werden die Socken dann dazu benötigt, um das Event zu loggen. Außerdem werden passend zu dem Hobby Geocaching „Sockenpuppen“ gebastelt.

Das Event findet am 9. Mai 2017 um 16.30 Uhr auf dem Branitzer Platz in Berlin-Westend statt. Weitere Informationen zu diesem Event findet ihr hier.

Tag der verlorenen Socke 2017

Dönerstag 2017 in Berlin

Dieses Jahr fällt der Gründonnerstag auf den 13.04.2017. Die Geocacher gedenken an dem Tag aber wohl eher indirekt dem letzten Abendmahl Jesu. Es geht jedoch auch bei den Geocachern um eine Mahlzeit: den Döner. Nicht nur der Döner wurde in Berlin erfunden, auch der unter den Geocachern bekannte „Dönerstag“.  Am 05.04.2007 veranstaltete moenk das erste Event dieser Form. Gedacht war dieses Event als ein dezentrales Event, das zeitgleich überall in Deutschland stattfinden sollte, um dem Döner zu huldigen. Diese Idee wurde leider nicht direkt verwirklicht. Stattdessen finden seit diesem Tag aber jedes Jahr an Gründonnerstag deutschlandweit überall kleinere Events statt, bei denen sich Geocacher treffen, um Döner zu essen. Einmal ist in Dresden sogar ein eigenes Mega-Event daraus geworden, weil so viele Teilnehmer registriert wurden (Dieses nachträgliche Ändern des Eventstatus‘ auf Megaevent ist seitdem aber nicht mehr möglich.) .

Dieser ganze Hype um den Dönerstag ist nun auch beim Headquarter in Seattle angekommen und so gibt es dieses Jahr für die Teilnahme an einem Event am Gründonnerstag ein eigenes Souvenir. Dies zieht natürlich nach sich, dass auch extra viele Events veröffentlicht werden, sodass jeder die Möglichkeit hat, am Dönerstag teilzunehmen.

In Berlin gibt es am Donnerstag 12 Events. Diese finden nicht alle zeitgleich statt. So wird es sicherlich wieder den einen oder anderen geben, der so viele Events wie möglich an diesem Tag besuchen möchte. Ob man dabei jedes Mal auch einen Döner zu sich nimmt, ist wohl fraglich. Ich habe einmal die Berliner Döner-Events nach ihrer Uhrzeit sortiert, sodass ihr euch die passenden raussuchen könnt.

 

Eventname GC-Nummer Uhrzeit Bezirk
DönerZumMittag2017 GC702V5 12.00 – 13.00 Treptow-Köpenick
Maaaaahlzeit! #53 GC725EX 12.15 – 12.45 Tempelhof-Schöneberg
Schwarz-weißer Dönerstag am Ku’Damm GC727GN 12.15 – 12.45 Charlottenburg-Wilmersdorf
Ein Döner zum Mittag (Dönerstag 2017) GC72F93 12.15 – 12.45 Spandau
1. Treptower Dönerstag – Park-Grill GC7121H 14.00 – 14.45 Treptow-Köpenick
1. Spandauer Dönerstag GC720AY 18.00 – ??.?? Spandau
Dönerstag 2017 in Berlin GC72YWG 18.00 – 19.00 Reinickendorf
Dönerstag im Norden Berlins Wilhelmsruh Edition GC70PX2 18.30 – 20.00 Pankow
Dönerstag 2017 im Süden von Berlin GC71Z8X 18.30 – 19.30 Tempelhof-Schöneberg
Döner’s Tag 2017 Berlin GC72TGT 18.30 – 20.00 Tempelhof-Schöneberg
Dönerstag 2017 GC72XR4 20.45 – ??.?? Pankow
Full Metal Caching – Black Thursday GC6Z6EC 22.00 – 22.30 Pankow

 

Dönerstag-Events in Berlin 2017

Geocaching in Glasgow und Umgebung

Im Februar haben mein Freund und ich eine Reise nach Schottland unternommen. Wir waren dabei fünf Tage in Schottlands größter Stadt Glasgow und zwei weitere Tage an der Westküste in Gourock. Für uns beide war dies die erste Reise nach Schottland und wir freuten uns schon auf die neuen Erfahrungen, die wir auf dieser Reise machen werden. So bezahlt man in Schottland immer noch mit dem Pfund und es herrscht Linksverkehr. Auch der schottische Dialekt ist etwas schwieriger zu verstehen als das typische „British English“. Was das Wetter betrifft, so ist es in Schottland zu jeder Jahreszeit sehr wechselhaft. Mit Regen kann man immer rechnen. Da macht es kaum einen Unterschied, ob man im Februar oder im Juli fährt, nur die Temperaturen sind etwas anders. Durch das Seeklima ist es aber auch im Februar in Glasgow und der Umgebung relativ mild.

Wir starteten von Berlin-Schönefeld und sind mit Ryanair direkt nach Glasgow geflogen. Wir haben für den Flug pro Person ca. 40 Euro (hin und zurück) gezahlt. Vom Flughafen Glasgow aus fährt ein Flughafen-Shuttle direkt in das Zentrum von Glasgow und wir haben uns auch für den Rest der Reise gegen ein Mietauto entschieden, da dies in einer Großstadt nicht lohnt und wir uns für zwei Tage außerhalb nicht an den Linksverkehr gewöhnen wollten.

Da es zu unserem Reiseplan am besten passte, haben wir gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft Schottlands Hauptstadt Edinburgh besucht. Edinburgh ist nur ca. anderthalb Stunden von Glasgow entfernt und vom Busbahnhof in Glasgow fährt alle fünfzehn Minuten ein Bus. Wer noch nie in Edinburgh war und noch nach einem tollen Ort für eine Challenge „möglichst viele Cachetypen an einem Tag“ sucht, der ist wohl in Edinburgh genau richtig aufgehoben. Denn Edinburgh besitzt noch einen Virtual Cache und einen Webcam Cache, welche im Rahmen unseres Edinburgh-Besuchs natürlich besucht wurden. Wir haben natürlich das „Must-See“ von Edinburgh besucht, das Edinburgh Castle. Der passende Traditional liegt leider nicht direkt am Castle oder im Gelände. Man müsste einen längeren Umweg machen, um den Tradi zum Castle zu suchen. Darauf haben wir verzichtet. Stattdessen haben wir einen Multi gemacht, der kurz vor dem Castle startet: Edinburgh’s Royal Mile. Dieser führt durch die wunderschönen kleinen Gässchen im Castle-Viertel. Aber das Final ist typisch für die weiteren Finals, die ich in Glasgow und Edinburgh gefunden habe: ein Nano. Was in Deutschland Fotodosen sind, sind in Schottlands Städten anscheinend Nanos. Immerhin sind diese dort alle richtigerweise als Micro gelistet.

Edinburgh kann sehr gut zu Fuß erkundet werden und so liefen wir vom Castle aus über den Webcam-Cache zum Virtual-Cache im Royal Botanic Garden Edinburgh. Der Virtual Cache David Bellamy’s World ist quasi ein längerer Multicache und zeigt dem Cacher schöne Pflanzen im botanischen Garten. Der Eintritt dafür ist kostenlos und wir konnten neben Pflanzen auch süße Tiere entdecken, wie z.B. Eichhörnchen.

Eichhörnchen im Royal Botanic Garden Edinburgh

Rock Garden

Beim Lösen des Virtual Caches

Die darauffolgenden Tage haben wir in Glasgow verbracht. Wie oben bereits angekündigt, ist das Wetter sehr unbeständig in Schottland und so hatte es gelegentlich geregnet. In Glasgow sind die staatlichen Museen kostenlos und so entschlossen wir uns, einige von diesen zu besuchen. Caches, die auf unserer Wegstrecke lagen, wurden mit angepeilt, aber es wurden keine speziellen herausgesucht. Auch hier habe ich wieder bemerkt: Überall Nano-Behälter. Dabei sind mir zwei Serien in Glasgow aufgefallen: Clockwork Orange mit einem Bonus-Multi und Glesga A-Z, welche jedoch nicht zu tollen Sehenswürdigkeiten führt, sondern irgendwelche Sachen im Titel haben, die gerade so ins Alphabet gepasst haben.

Kelvingrove Art Gallery and Museum

Riverside Museum

Einen Multi, der auch keinen Nano-Behälter als Final hat, aber trotzdem nur Micro ist (obwohl als other gelistet), kann ich euch aber empfehlen: The Dear Green Place. Dieser Multi führt durch „Glasgow Green“, was quasi für Glasgow wie der Tiergarten für Berlin ist. Neben einem Obelisken und einem großen Torbogen entdeckt man dabei auch den größten Terracottabrunnen der Welt, welcher mit sehr vielen Details ausgeschmückt wurde.

The Doulton Fountain

Ein weiterer besonderer Ort in Glasgow ist die Necropolis, ein Friedhof auf einem Hügel, von dem aus man die ganze Stadt sehen kann. Die Grabsteine sind auf sehr interessante Art und Weise angeordnet und wirken eine große Anziehung auf Fotografen aus. Hier gibt es einen passenden Earthcache.

Necropolis

Außerdem haben wir uns in Glasgow die „Glasgow University“ (eine von drei Universitäten in Glasgow), den George Square und andere typische Sehenswürdigkeiten angesehen, wie z.B. die Statue mit Verkehrshut auf dem Kopf.

Equestrian statue of the Duke of Wellington

Dieser ist nicht nur temporär auf dieser Statue angebracht und die Statue ist mittlerweile sogar ein bekanntes Postkartenmotiv. An oben abgebildeter Statue ist ein Challenge-Cache versteckt.

In Glasgow haben wir den ÖPNV benutzt und dabei eine nicht-touristenfreundliche Erfahrung gesammelt: Es gibt verschiedene Busunternehmen, mindestens drei verschiedene. Man sollte sich also vorher überlegen, ob man eine Tageskarte kauft, denn man kann nicht überall wieder einsteigen, um mit dem Unternehmen, von dem man eine Tageskarte hat, wieder weiterzufahren. Auch die Subway (eine einzige Ring-Linie) in Glasgow ist ein eigenes Unternehmen.

Wenn man an Schottland denkt, kommt vielleicht auch der Gedanke an den Scotch Whisky. Einerseits haben wir in Edinburgh die Scotch Whisky Experience besucht, ein interaktives Whisky-Museum mit der weltgrößten Scotch-Sammlung der Welt, andererseits haben wir eine organisierte Tour in die schottischen Highlands mitgemacht und dabei die Destillerie Glengoyne besucht. Diese Tour führte uns auch an Loch Lomond vorbei und so war es eine Herausforderung, während einer geplanten Tour so viele Caches wie möglich zu finden. Außerdem hat es zu diesem Zeitpunkt wieder sehr stark geregnet und es war eine abenteuerliche Cachesuche, aber mit Erfolg. Diesmal gab es auch eine größere Dose.

Cache in der Nähe von Loch Lomond

Die letzten beiden Tage unserer Reise führten uns in das Örtchen Gourock. Dort gibt es eine kleine Burg, in die sich zwei Parteien einmieten können. Es war mein persönlicher Wunsch, in Schottland in einer Burg zu übernachten und Castle Levan war wirklich sehr romantisch. Wir waren wohl die ersten Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist sind und dort merkten wir auch, dass wir nicht mehr in der Großstadt sind: das nächste Restaurant war zehn Fahrminuten entfernt. (Sehr praktisch, wenn man zu Fuß unterwegs ist.) Den einzigen vollen Tag, den wir in Gourock verbracht haben (die anderen Tage waren An- und Abreise) haben wir also für eine Wanderung entlang des Firth of Clyde („Fjord des Clydes“) genutzt, um sowohl ganz viele Caches, als auch ein Restaurant mit etwas Essbarem zu finden. An diesem Tag hatten wir endlich mal richtig viel Glück mit dem Wetter und an der Westküste war es wirklich herrlich. Wir konnten Schafe, Wildgänse und Meeresvögel sehen. Auch schottische Lost Places (alte Burgen) wurden auf dem Weg entdeckt. Durch den vielen Regen der vergangenen Tage war das Gelände jedoch sehr matschig und ich war froh, dass ich meine Wanderschuhe mithatte. Dies ist in dieser Gegend unbedingt zu empfehlen, wenn nicht sogar Gummistiefel.

Aussicht auf den Firth of Clyde

Austernfischer

Die reinste Rutschpartie war der Weg zu dem Cache Aurther’s Crown, aber in der Nähe entdeckt man auch die Ruinen von Ardgowan Castle, was diesen Weg auf jeden Fall lohnenswert macht.

Ardgowan Castle

Cachen in matschigem Gelände

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich für die Caches in der Umgebung von Gourock allerdings: sie sind alle nochmal in Tüten eingepackt. Dadurch werden die Caches sehr siffig und in matschigem Gelände macht es das nicht gerade besser.

Der Schottlandurlaub hat uns sehr viel Spaß gemacht. Man konnte überall Geocaches finden und somit die Umgebung erkunden, aber auch Menschen mit anderen Hobbys kommen auf ihren Geschmack: es gibt einige Whisky-Destillerien, die man besuchen kann und der Golfsport ist dort sehr populär. Auch kann man sich mit Einheimischen immer gut über Fußball unterhalten.

Wir werden bestimmt irgendwann noch einmal Schottland besuchen, werden dann aber wahrscheinlich Abstand von den Großstädten nehmen und die schottischen Highlands noch tiefer ergründen. Dann sehen wir vielleicht noch mehr von den Hochlandrindern und den herrlichen schottischen Landschaften.

Buchvorstellung: Die Schnitzel-Jagd

Ich hatte erneut die Möglichkeit, ein Buch der Geocacherin Carine Bernard zu lesen: Die Schnitzel-Jagd (Ein Wien-Krimi).

Der Verlag schreibt zu dem Inhalt folgendes:

„Der neue Kriminalfall von Carine Bernards EU-Ermittlerin Molly Preston in Wien!
Auf Bitten eines Freundes reist Molly diesmal nach Wien, um den Unfalltod eines jungen Mannes aufzuklären. Schnell stößt sie bei ihren Recherchen auf ein Rätsel, das sie auf die Spur eines raffinierten Betrügers führt. Gemeinsam mit Markus Wilhelm rekonstruiert sie die letzten Tage seines Schützlings, der tiefer in die Sache verwickelt ist, als es zunächst den Anschein hat. Molly und Markus erleben eine virtuelle Schnitzeljagd, die nicht nur ihre Geocaching-Kenntnisse herausfordert. Die Verbindung zwischen dem geheimnisvollen »Stifter« und dem Toten ist ebenso ungewiss wie der Ausgang der Jagd …“

Ich habe bereits das Buch „Das Schaf-Komplott“ in diesem Blog vorgestellt und ich muss sagen, dass Carine Bernard ihrer Linie treu bleibt. Auch in „Die Schnitzel-Jagd“ werden viele Dinge wieder sehr genau beschrieben, insbesondere das Thema Essen steht bei den Beschreibungen sehr im Mittelpunkt und lässt daher den eigentlichen Fall manchmal in den Hintergrund rücken. Die Protagonistin bedient sich der Erfahrung aus einigen Geocaching-Rätseln, um einen Kriminalfall zu lösen. Diesmal spielt auch Geocaching eine etwas größere Rolle als bei „Das Schaf-Komplott“. Für mich als Mystery-erfahrene Geocacherin war leider nichts neues dabei, aber für nicht so erfahrene Mystery-Freunde kann man durch das Buch sicherlich noch etwas neues lernen.

Der Titel des Buches „Die Schnitzel-Jagd“ hat in Bezug auf Wien natürlich eine Doppeldeutigkeit. Wie bereits erwähnt, spielt das Essen in dem Buch eine große Rolle und so darf auch das klassische Wiener Schnitzel in den Beschreibungen nicht fehlen. Die Art, wie der Kriminalfall gelöst wird, erinnert dabei auch an eine klassische Schnitzeljagd und hat dabei eben nur indirekt etwas mit Geocaching zu tun.

Die Geschichte ist sehr linear aufgebaut. Es gibt nur einen Handlungsstrang und man weiß schon immer ungefähr, was als nächstes geschieht. Daher ordne ich auch dieses Buch der leichten Literatur zu.

Das Buch kann man als E-Book und als Taschenbuch bei z.B. Amazon erwerben.

Eine ausführliche Rezension kann im Blog vom Saarfuchs nachgelesen werden.

Flopps Tolle Karte – ein gutes Tool für Geocacher

Heute möchte ich euch einmal „Flopps Tolle Karte“ (FTK) vorstellen, siehe hier. Ich wurde vor kurzem auf diese Karte aufmerksam gemacht und musste mit Erschrecken feststellen, dass ich diese Karte noch nicht kannte. Dabei gibt es diese bereits seit 2013 und bietet viele interessante Tools für Geocacher. Auch die „Gefällt mir“-Angaben der Facebookseite von FTK deutet daraufhin, dass viele Cacher diese Karte gar nicht kennen. Das möchte ich mit diesem Beitrag ändern. Auf der Facebookseite steht als Info ganz trocken „Vollbild-Karte mit Koordinatenbestimmung, Wegpunktprojektion, Abstandsberechnung“. Das trifft es schon gut auf den Punkt, aber die Karte kann noch viel mehr.

Zunächst einmal hat Seite die Funktion, zwischen mehreren Karten zu wechseln: OpenStreetMap, OpenStreetMap (german style), OpenCycleMap, Thunderforest Outdoors, OpenTopoMap, GoogleMaps (Straßen- und Satellitenansicht). Bei geocaching.com geht dies auch, allerdings muss man dort immer noch extra Einstellungen vornehmen, um zwischen den Leaflet-Formaten und den Google-Formaten wechseln zu können. Außerdem kann man bei der Geocachingkarte keine neuen Wegpunkte hinzufügen, welches aber bei Flopps Toller Karte möglich ist.

Somit kommen wir also schon zum nächsten Punkt: Wegpunkte. Mit den Wegpunkten kann man bei FTK wirklich einiges anstellen. Man kann bis zu 260 Marker setzen, um diese Marker herum Umkreise zeichnen und auch die Marker miteinander verbinden. Verbindet man die Marker mit einer Linie, wird sogar die Entfernung dazwischen angezeigt. Auch eine normale Wegpunktprojektion ist möglich, bei der man von einem vorhandenen Marker Winkel und Entfernung angibt, um einen neuen Marker zu erzeugen. Dies ist hilfreich, wenn man schon zu Hause Peilungen vornehmen möchte und nicht erst vor Ort. Die App GCC für Android kann dies auch (und andere für das iPhone), ist aber eben nur für das Smartphone verfügbar. Mit FTK kann dies bequem am PC erledigt werden.

Flopps Tolle Karte

Hat man tolle Wegpunkte gesetzt und schöne Bildchen gemalt, so kann man diese per Permalink sogar an Freunde verschicken. Wichtig ist dies auch zur Kommunikation über Abstandskonflikte. Man kann die Koordinaten seiner gelösten Mysterys in die Karte eingeben und Kreise im Umkreis von 161m (und andere Umkreise) zeichnen lassen, um zu schauen, wo Platz für neue Caches wäre. Man kann sogar mehrere Koordinaten gleichzeitig eintippen und dies erzeugt auch mehrere Wegpunkte. Weiterhin können sogar GPX-Dateien importiert und exportiert werden.

Wie genau das alles funktioniert, erfährt man direkt auf Flopps Seite, unter Benutzung der Karte.

Dann gibt es noch eine weitere Besonderheit: So können zusätzliche Informationen, wie z.B. Naturschutzgebiete oder die Schattierung für Höhenunterschiede, eingeblendet werden. Auch für die Freunde von opencaching ist etwas dabei: Die Geocaches können direkt mit eingeblendet werden. Neben Deutsch ist die Karte noch in vier weiteren Sprachen verfügbar: Englisch, Niederländisch, Rumänisch und Polnisch.

Probiert es doch mal aus. Vielleicht findet sich ja der ein oder andere unter euch, der diese Karte als neues Tool für sich entdeckt.

Polen – eine Reise in die Vergangenheit

Vergangene Woche waren plusLars und ich gemeinsam für 4 Tage in Polen, ein Kurzurlaub sozusagen. Da das Geocaching im Urlaub am meisten Spaß macht, haben wir das natürlich genutzt und versucht, wo wir auch waren, Dosen zu finden. Da gibt es aber schonmal das erste Problem: Wenn man auf die geocaching.com-Karte schaut, bemerkt man, dass im Vergleich zu Deutschland, sehr wenige Caches in Polen verzeichnet sind. Dies liegt jedoch daran, dass in Polen das System opencaching.pl viel dominanter als das von geocaching.com ist. Wie bleiben bei dem uns bekannten System und haben uns an den Caches von geocaching.com orientiert.

Wir hatten uns ein Hotel in Zbąszyń genommen, also mittendrin im Land. Von Berlin aus ist es über die Autobahn schnell zu erreichen. Wer meint, man könne in Polen nur an der Ostsee einen schönen Urlaub verbringen, dem kann ich mit diesem Beitrag hoffentlich auch mal andere interessante Orte in Polen zeigen.

Tag 1: Auf dem Weg nach Zbąszyń fährt man durch ein für Lost-Place-Fans sehr interessantes Gebiet: die Festungsfront Oder-Warthe-Bogen, volkstümlich auch Ostwall genannt. Ab Mitter der 1930er Jahre hat das Deutsche Reich dort eine stark befestigte Verteidigungslinie aufgebaut. Natürlich haben sich in dem Gebiet nun auch einige Caches angesammelt, meist mit hoher T-Wertung. Es erschließt sich ein riesiges Tunnelsystem unter der Erde. Selbst unterirdische Bahnhöfe wurden gebaut. Auf die unterirdischen Expeditionen haben wir zu dieser Jahreszeit verzichtet, da wir uns in der Fledermausschutzzeit befinden. Einige Eindrücke, wie es da unten aussieht, findet man in den Videos von Nathus, siehe hier. Wir haben uns mit dem zufrieden gegeben, was man über der Erde entdeckt, und so wenig ist das auch nicht. Man findet immer irgendein Panzerwerk in der Nähe und auch die passenden Caches dazu (z.B. diesen). Außerdem wurde in Pniewo eine Art Freiluftmuseum eingerichtet. Man kann Panzer, Raketen und die Höckerlinie am Panzerwerk 717 betrachten. Bei unserem Besuch war alles sehr neblig, was aber irgendwie zu der Stimmung an diesem Ort passte.

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img_20161116_152654Tag 2: Am zweiten Tag des Urlaub entschieden wir uns für einen Ausflug nach Posen, polnisch Poznań. Dort ist die Cachedichte schon wesentlich höher, allerdings sticht kein Cache so wirklich heraus. Der Cache mit den meisten Favoritenpunkten hat gerade einmal 22 davon. Wir nutzten das Geocaching, um uns von einem interessanten Ort zum nächsten führen zu lassen. Die Altstadt von Posen ist wirklich sehenswert. Die Häuser sind schön bunt und jedes für sich einzigartig. Außerdem ist Pflichtprogramm für jeden Touristen, um Punkt 12.00 Uhr am Marktplatz zu stehen und zu beobachten, wie zwei Ziegen aus dem Kirchturm kommen und sich die Köpfe einschlagen. Darauf scheinen die Posener sehr stolz zu sien, denn an jedem Verkaufsstand gibt es irgendetwas, wo diese zwei Ziegen drauf abgebildet sind. Weiterhin gibt es eine Dominsel, auf der sogar ein Earthcache zu finden ist (siehe hier).

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Tag 3: Etwas näher am Hotel lag der Ort Nowy Tomyśl, welcher uns wegen der Vorhandenheit eines Zoos angelockt hatte (Posen hat auch einen Zoo, aber eben auch viele andere Sehenswürdigkeiten). Hier gibt es neben mehreren Caches vor allem eins: Korbwaren. Hier wird wirklich alles Mögliche aus Korb gefertigt. Es gibt ein Korbmuseum und den weltweit größten Korb. Sogar einen Trabant aus Korb gibt es, in dessen Auspuff sich ein Traditional Cache verstecken sollte. Dieser war aber leider nicht vor Ort. Hier war trotz mangelnder Sprachkenntnisse sogar mal das Loggen eines Multis möglich (siehe hier). An einem Traditional Cache wurden wir von einem Anwohner ermahnt oder so. Da wir kein Polnisch können, wissen wir leider (oder auch gut so) nicht, was er uns mitteilen wollte.

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Tag 4: Am letzten Tag hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen. Wir besuchten den Geburtsort meines Großvaters väterlicherseits: Palzig. Heute heißt dieser Ort Pałck. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Schwiebus, polnisch Świebodzin, gemacht, welcher in der letzten Zeit vor allem durch die 36m hohe Jesusstatue Bekanntheit erlangt hat. Dort liegt auch der einzige Cache des Ortes, welchen wir leider nicht gefunden haben. Palzig selbst hat gar keine Caches. Die Häuser dort wurden in den 20er bis 30er Jahren gebaut und stehen teilweise heute noch genau so da. Ganz in der Nähe befindet sich eine sogenannte Kipprollbrücke. Sie markiert den südlichsten Punkt des Ostwalls. Als die Deutschen damals am Ende des Krieges das Gebiet verlassen musste, floh u.a. auch mein Opa zu Fuß über diese Brücke. Heute liegt dort ein Multicache, siehe hier. Die Brücke wurde so gebaut, dass sie im Notfall einfach in der Straße versenkt werden kann und somit niemand mehr über die Brücke kommt. Man kommt heute noch unter die Brücke und kann sich die alte Mechanik anschauen.

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Fazit: Polen hat nicht sehr viele Caches, die auf geocaching.com gelistet sind, auch sind diese keine so besonders herausragenden. Aber die Orte sind alle wirklich sehenswert, vor allem den Besuch des Ostwalls lege ich jedem Lost-Place-Fan ans Herz. Allerdings erst wieder im Frühjahr, wenn die Fledermausschutzzeit vorbei ist. Besonders erfolgreich waren wir bei der Cachesuche auch nicht. Wir hatten 17 Funde und 12 Nichtfunde. Aber den Zweck, zu interessanten Orten zu kommen, haben auch die Caches, wo wir keinen Fund verzeichnen konnten, erfüllt.

Besondere Regelungen beim Veröffentlichen von neuen Caches in Berlin

Viele Berliner Cacher werden es vor einigen Monaten mitbekommen haben: eine ganze Menge Caches aus dem Tiergarten wurden durch die Berliner Reviewer archiviert. Es gingen Gerüchte um, dass nun gar keine Caches mehr im Tiergarten erlaubt sind. Der Berliner Reviewer Scherrlock war gemeinsam mit dem Grünflächenamt im Tiergarten unterwegs und hat sich die Beschädigungen in Nähe von Bestandscaches angeschaut. Das Grünflächenamt wünscht aufgrund zahlreicher Schäden keinerlei Geocaching-Aktivitäten mehr in der Nähe von Denkmälern und Bepflanzungen. Außerdem werden Klettereien nicht geduldet. Unter gewissen Einschränkungen werden trotzdem noch neue Caches im Tiergarten veröffentlicht. Diese lauten:

  1. Der Cache muss vom Weg aus erreichbar sein
  2. Die Pflanzfläche (Stauden, Langgraswiese, Baumbestand, Wechselbepflanzung) darf dazu nicht betreten werden
  3. Das Überklettern von Zäunen ist zu unterlassen
  4. Das Besteigen von Bäumen ist zu unterlassen

Auf dem Schöneberger Südgelände hingegen werden gar keine Geocaches geduldet und somit auch keine neuen veröffentlicht.

Seit diesem Monat gibt es eine weitere Sonderregelung im Berliner Raum. Dies betrifft Caches im Grunewald. Aufgrund der hohen Cachedichte im Forst Grunewald wird bei neuen Caches ab Oktober 2016 um Vorlage einer für den Cache geltenden Genehmigung des Grundeigentümers per Reviewer Note gebeten.

Im Test: UV-Taschenlampen vom Taschenlampenpapst

Nachdem ich vor einem Monat einen Beitrag über die neuen UV-Lampen vom Geo-Versand geschrieben habe, wollte auch der Taschenlampenpapst, dass ich einige seiner Lampen teste. Mir wurden vier Lampen zugeschickt: eine 12 LED-Lampe und eine 21 LED-Lampe direkt vom Taschenlampenpapst sowie eine Tank007 Zoom 1W 395nm und eine Tank007 TK-566 3W.

Die 12 LED-Lampe besitzt, wie der Name schon sagt, 12 LEDs und wird mit 3 AAA-Batterien betrieben. Im Shop kostet diese 9,00 Euro. Im Vergleich zu der 12 LED-Lampe aus dem Geo-Versand sieht diese fast baugleich aus, sie leuchtet aber ein wenig anders. Die 12 LED-Lampe vom Taschenlampenpapst leuchtet eher blau, die vom Geo-Versand eher lila. Daher sind diese anscheinend nicht baugleich. In der Benutzung fällt jedoch kein Unterschied auf.

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12 LED UV-Lampe vom Taschenlampenpapst

Die 21 LED-Lampe wird ebenfalls mit 3 AAA-Batterien betrieben. Sie wirkt etwas klobiger als die 12 LED-Lampe und ist für 14,00 Euro im Shop erhältlich.

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21 LED-UV-Taschenlampe vom Taschenlampenpapst

Mit den Tank007-Lampen ist man gleich in einer anderen Preisklasse. Die Tank007-Zoom wird mit einer AA-Batterie betrieben und ist für 24,90 Euro erhältlich. Das Besondere an ihr: sie ist fokussierbar. Das ist bei UV-Lampen eher selten der Fall.

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Tank007 Zoom 1W 395nm UV LED

Die Tank007 TK-566 kann sowohl mit einer als auch mit zwei AA-Batterien betrieben werden. Wenn man eher auf eine kleine Lampe steht, so ist der 1-Batterie-Modus empfehlenswert. Man kann aber auch ein Zwischenstück in die Lampe einbauen und somit noch eine Batterie mehr unterbringen.  Dadurch erreicht diese laut der Homepage vom Taschenlampenpapst ihre maximale Leistung. Sie kostet dort 38,90 Euro.

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Tank007 TK-566 3W UV LED

Natürlich habe ich mit diesen Lampen dieselben Tests wie mit den Lampen vom Geo-Versand durchgeführt. Beim letzten Beitrag fiel auf, dass die Kamera die UV-Strahlen sehr schlecht aufnehmen konnte. Ich vermute einen internen UV-Filter in der Spiegelreflexkamera. Meine Handykamera konnte dies nun besser abbilden und ich habe auch die Bilder im vorherigen Beitrag nun aktualisiert.

Vom Führerscheintest habe ich diesmal keine zusätzlichen Bilder gemacht. Die Lampen verhalten sich nicht anders als die Lampen vom Geo-Versand. Die gelben Schnipsel kann man erkennen, die roten Zeichen jedoch nicht. Auch hier haben die Lampen nur einen speziellen Wellenlängenbereich, der abgedeckt wird. Eben gerade der, der von Geocachern benötigt wird.

Als erstes wurden die Lampen wieder auf 1m Abstand auf eine mit UV-Edding beschrifteter Pappe gehalten.

12-LED-Lampe aus 1m Entfernung

12-LED-Lampe aus 1m Entfernung

21-LED-Lampe aus 1m Entfernung

21-LED-Lampe aus 1m Entfernung

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Tank007 Zoom aus 1m Entfernung

Tank007 Zoom aus 1m Entfernung

Tank007 Zoom aus 1m Entfernung – breiter Kegel

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Tank007 Zoom aus 1m Entfernung – schmaler Kegel

Tank007 TK-566 aus 1m Entfernung

Tank007 TK-566 aus 1m Entfernung

Alle vier Lampen können den UV-Test deutlich darstellen. Die Fokussierung bei der Tank007 Zoom ist bei dieser Nähe wohl etwas zu stark gewählt. Ein breiter Kegel reicht da natürlich völlig aus. Die Tank007 TK-566 zeigt hier bereits, dass sie wesentlich mehr Leistung als die anderen Lampen hat und bestrahlt den ganzen Raum. Sie überstrahlt aber nicht, sodass der Text noch sehr gut zu erkennen ist.

Anschließend wurden die Lampen auf 4m Entfernung getestet.

12-LED-Lampe aus 4m Entfernung

12-LED-Lampe aus 4m Entfernung

21-LED-Lampe aus 4m Entfernung

21-LED-Lampe aus 4m Entfernung

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, breiter Kegel

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, breiter Kegel

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, schmaler Kegel

Tank007 Zoom aus 4m Entfernung, schmaler Kegel

Tank007 TK-566 aus 4m Entfernung

Tank007 TK-566 aus 4m Entfernung

Auf 4m Entfernung hat mir die 12-LED-Lampe besser als die 21-LED-Lampe gefallen. Mehr ist also wohl nicht immer gleich besser. Auch fällt der Fokus bei dieser Entfernung nun mehr ins Gewicht. Bei breitem Fokus wird vielleicht mehr ausgeleuchtet, aber die Schrift ist bei der Tank007 Zoom nicht mehr so gut zu erkennen. Im schmalen Kegel jedoch kann die Schrift sehr gut erkannt werden. Die Tank007 ZK-566 ist dabei noch besser. Diese kann nicht fokussiert werden, hat sie aber auch gar nicht nötig. Denn auch hier wird wieder der ganze Raum ausgeleuchtet und die Schrift ist trotzdem noch sehr gut erkennbar. Da macht sich der Preisunterschied also auch wirklich bemerkbar.

Fazit: Bei diesem Test zeigt sich mal wieder, dass der Preis den Unterschied macht. Wenn man eine Lampe der höheren Preisklasse erwirbt, erhält man hier tatsächlich auch eine mit besserer Leistung. Wie sehr diese beim Geocaching benötigt, muss jeder für sich entscheiden. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man meist nur an Zwischenstationen mal einen Zettel von hinten beleuchtet oder an einem Schild Buchstaben speziell markiert sind. Dafür reichen die 12-LED-Lampen auch aus. Anders ist es vielleicht in einem Lost Place, wenn der Owner an eine 3m entfernte Wand, an die man nicht rankommt, Hinweise geschrieben hat. Da ist eine bessere Lampe von Vorteil.

Buchvorstellung und Verlosung: Der offizielle Geocaching-Guide

Seit ungefähr einem Monat gibt es nun den offiziellen Geocaching-Guide zu kaufen. Unter den Autoren ist u.a. Bernhard Hoëcker, der damit nun schon an drei Geocachingbüchern beteiligt war.

Auf der Rückseite des Buches steht dazu folgendes:

„Geocaching ist in aller Munde. Hunderttausende in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreiben das Outdoor-Spiel regelmäßig, lassen sich davon raus in die Natur locken, entdecken ihre eigene Heimat neu, erkunden fremde Städte und beeindruckende Sehenswürdigkeiten oder lassen sich zu besonderen, verborgenen Orten abseits ausgetretener Pfade führen, an denen sie Schätze bergen und Rätsel lösen. Nahezu drei Millionen Geocaches sind heute in (fast) allen Ländern der Welt versteckt, auch unmittelbar in Eurer Nähe.

Dieses Buch ist der erste offizielle Guide, der auf amüsante Art mit animierenden Texten, aussagekräftigen Fotos und wertvollen Tipps sowohl Einsteigern eine willkommene Starthilfe gibt, als auch mit Beiträgen des Geocaching Hauptquartiers und detaillierten Zusatzinformationen selbst erfahrenen Premium Cachern einen tieferen Einblick in diese faszinierende Welt bietet.

Bernhard Hoёcker, Tobias Zimmermann, Benjamin Gorentschitz und Jens Freyler sind seit vielen Jahren Geocacher. Bei Events, auf Reisen, beim abendlichen Stadtrundgang oder dem Sonntagsausflug mit Kind und Kegel haben sie Smartphone, GPS-Gerät (und dieses Buch) immer dabei, als Reisebegleiter für das Abenteuer, das an jeder Ecke lauert …“

Der offizielle Geocaching-Guide

Der offizielle Geocaching-Guide

Geocaching-Guides gibt es ja mittlerweile viele und jeder dieser Guides geht auf seine eigene Art an die Sache heran, Nichtcachern das Hobby Geocaching näher zu bringen. Diesmal fällt jedoch noch ein zusätzliches Wort auf: offiziell. Was macht ein Buch zu einem offiziellen Buch? Dies ist das erste Geocachingbuch in Deutschland, das in Zusammenarbeit mit dem Headquarter von Groundspeak in Seattle entstanden ist, das „offiziell“ bezieht sich dabei also auf die Firma Groundspeak. Dies fällt auch auf den mehr als 200 Seiten des Buches auf. Als Geocaching-App wird wirklich nur DIE eine App von Groundspeak betrachtet, Alternativen werden dabei nicht einmal erwähnt (nur GPS-Geräte). Auch werden immer mal wieder die Vorteile einer Premium-Mitgliedschaft erörtert, es gibt aber auch eine extra Werbeseite für die Premium-Mitgliedschaft. A propos Werbung: Auch diese ist mir in dem Buch aufgefallen. Auf vereinzelten Seiten sind kleine Banner platziert, die für spezielle Geocachingshops werben. Für ein Buch finde ich das eher ungewöhnlich, mir war das bisher nur aus Printmagazinen bekannt.

Ansonsten werden natürlich schon die Grundlagen des Geocachings verständlich und etwas humorvoll erklärt. Dabei wird in der ich-Form geschrieben und mir war leider nicht immer klar, welcher von den vier Autoren nun gerade diesen Abschnitt geschrieben hat. Im Buch verstecken sich immer mal ein paar QR-Codes, die einem das Lesen durch z.B. nette Videos versüßen. Es gibt außerdem viele Bilder, die thematisch zum Kapitel ausgewählt wurden. Diese sind nicht immer von bester Qualität. Es wurden gelegentlich ein paar Handyschnappschüsse genommen, die es ins Buch geschafft haben. Bei einigen Bildern hätte auch die Bildunterschrift ausführlicher sein können.

Als Besonderheit in diesem Buch sehe ich die sogenannten „Home Stories“ an. In diesen haben sich Mitarbeiter von Groundspeak vorgestellt und man lernt z.B. wie Moun10Bike die erste Geocoin ins Leben gerufen hat.

Das Buch hat sich aus meiner Sicht etwas intensiver mit dem Thema „Klettern“ beschäftigt. Man könnte als Nichtcacher annehmen, dass das Klettern eine zentrale Rolle beim Geocaching einnimmt. Für viele mag das sicherlich der Fall sein, ich persönlich betreibe das Hobby ganz ohne das Erklimmen eines meterhohen Baumes.

Für die Hoëcker-Fans gibt es noch eine Bonus-Geschichte von ihm, die man entdeckt, wenn man sich das Buch aufmerksam anschaut.

Fazit: Der offizielle Geocaching-Guide ist ein weiteres Buch, das einem Nichtcacher das Hobby Geocaching erklärt. Es werden sehr viele Dinge ausführlich erklärt, jedoch wird das Hobby sehr einseitig aus der Groundspeak-Sicht geschildert. Wenigstens eine Erwähnung anderer Apps oder anderer Geocachingplattformen wäre wünschenswert.

Das Buch kann man für 12,80 Euro z.B. bei Amazon erwerben:


Neben dem Rezensionsexemplar hat mir der Verlag traveldiary auch ein Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt. Unter allen Kommentaren zu diesem Beitrag, die bis zum 09.10.2016 um 20.00 Uhr eingehen, wird dieses verlost.